PFORZHEIM. Ein Ansturm bis zur letzten Minute – damit hatten auch die Optimisten unter den Händlern auf der Wilferdinger Höhe beim verkaufsoffenen Sonntag nicht gerechnet. Rund 25 000 Besucher werden es gewesen sein.
Wie soll man die Besucherzahl schätzen, wenn sich von Minute zu Minute – beginnend schon vor 13 Uhr – Autos über die Karlsruhe Straße zwischen der Anschlussstelle Pforzheim Nord und der Abzweigung zur Kurzen Steig stauen? Wenn man nicht weiß, wer sich alles an der Kaffeebar vor „Mode Vogt“ oder Bratwürsten vor „Ofen Fischer“ gütlich tut? Wenn nur ein beherzter Sprung ins Getümmel – wie bei „Intershop“ offenbart, dass die Menschen aus Pforzheim und dem Umland nicht nur gekommen sind, um zu schauen – sondern um zu shoppen? Schlangen vor den Kassen, die immer länger werden an den Publikumsmagneten wie Elektronikmärkten oder im Sportgeschäft.
Eine halbe Stunde vor dem offiziellen Beginn hat der Goldstadtfanfarenzug vor dem „Geburtstagkind“ Bauhaus – das Unternehmen wird dieses Jahr 50 Jahre alt – auf sich aufmerksam gemacht, hat Oberbürgermeister Gert Hager die „gesamte Bandbreite“ der Geschäfte im Gewerbegebiet unterstrichen; hat Marcus Bouquerot (Autohaus Rösch) seitens der Händler die gebürtige Pforzheimerin Irina Rudolph mit einem Blumenstrauß bedacht, die jüngst freiwillig das verschmutzte „Bermuda-Dreieck“ (Bouquerot) von Unrat gesäubert hat.
Jugendliche des Zirkus’ „Mega Spinati“ trotzen mit Jonglage und Akrobatik den Unbilden des Wetters, ehe OB Hager den 50 Meter langen Hefezof anschneidet, der sich von der Eingangstür des Bauhauses über Eck bis ins Zentrums-Innere erstreckt. Stück für Stück geht bis zu Geschäftsschluss weg – ein Euro pro Stück geht an die PZ-Aktion „Menschen in Not“, macht summa summarum am Ende des Tages 1000 Euro für einen guten Zweck, so Geschäftsleiter Martin Walz. Marie Rose („Liwell“ im „Kaufland“-Zentrum), Vorstandsmitglied der Interessengemeinschaft, spricht immer wieder mit ihren Kollegen. Die Resonanz ist eindeutig: Die Leute sind zum Einkaufen, nicht nur zum Gucken gekommen, gehen noch unmittelbar vor Toresschluss in die Läden, genießen das Einkaufserlebnis, das viele aus Zeitmangel unter der Woche nicht haben dürfen, samt Rahmenprogramm. Rose schließlich kommt auf die Schätzung von 25 000 Besuchern.
Sie sind mit Erwartungshaltungen angereist – Uwe Fuchs aus Enzberg ist mit dem festen Vorsatz bei „Bike Max“, um sich und seiner Frau ein Fahrrad zu gönnen. Oder sie lassen sich treiben. Heidi Schrödter aus Eisingen beispielsweise kommt „so zweimal im Jahr“ zu „K 24 by Jung“, hat ihre Töchter Britta, 11, und Madleen, 9, mitgebracht. Wer weiß: Vielleicht finden sie ja auch an diesem Tag etwas? So wie Christel und Andreas Lippe aus Keltern samt Töchterchen Janis Marie, die bei „Mode Vogt“ zu den Stammkunden zählen und eine in der Zeitung annoncierte reduzierte Hose im Visier hatten.
Steigerung möglichZwei Tage war es her, erinnert sich „Digel“-Geschäftsführer Bernhard Ebel, da machte er auf der Wilferdinger Höhe im Herbst vergangenen Jahres seinen ersten verkaufsoffenen Sonntag mit. „Schon der war sensationell“, sagt er im Rückblick.
„Und jetzt im Frühjahr ist der Umsatz noch stärker“, resümiert Marie Rose. Auf der Wilferdinger Höhe sieht man den Standort außergewöhnlich positioniert und blickt schon erwartungsfroh auf den 7. November. Traditionell wird dann wieder der Fokus auf Sport und Gesundheit gelegt.



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die Linie 6, wie immer, verdirbt die ganze Stimmung, weil die Bussituation katastrophal ist. Schon kurz vor 13 Uhr fuhr ein Bus, der noch freie Plätze hatte, achtlos an mir vorüber, der nächste hielt zwar, war aber bereits übverfüllt. Auf der Rückfahrt musste ich 25 Minuten auf den Bus der Linie 6 warten, der dann natürlich wieder überfüllt war. An der Haltestelle Tannhoferweg warteten so viele Leute, dass mehr als die Hälfte wieder wütend den Bus verlöassen sollte, weil die Tür nicht mehr zuging.

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