PFORZHEIM. Die Stadt Pforzheim hat Stefan Mappus, dem Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg, am Samstagvormittag einen Empfang im Reuchlinhaus bereitet. Oberbürgermeister Gert Hager freute sich, „einen gebürtigen Pforzheimer als Ansprechpartner in Stuttgart zu haben“. Die Zusammenarbeit mit dem Stadtoberhaupt mache Freude, „ich darf das zurückgeben, auch Sie sind ein verlässlicher Partner“, sagte Mappus an die Adresse von Hager gewandt.
In einem eher überschaubaren Rahmen - Mappus hatte sich die Ehrung "familiärer" gewünscht - lobte Hager den neuen Ministerpräsidenten. Er habe ihn „als höchst verlässlichen Partner in der Vergangenheit erlebt, sein Wort gilt“. Hager würdigte den Ministerpräsidenten als ehrlich und direkt, er sei bekannt für seine klaren und manchmal auch kantigen Aussagen. „Ein Wischi- Waschi bekommt man von Ihnen nicht zu hören“, so Hager. Er habe Mappus stets als einen Menschen kennen gelernt, der sein Gegenüber Ernst nehme, „das habe ich bereits bei der Einführung des Hochbegabtenzuges wahrnehmen dürfen, ein kurzes Gespräch und die Dinge klappen“, sagte der OB.
Stefan Mappus fühlte sich angesichts des Empfangs der Stadt Pforzheim „geehrt“. Mit großer Aufmerksamkeit verfolge er das mit der "Pforzheimer Zeitung" gestartete Projekt „Hand in Hand“: „Die Bürger einzubinden sei gerade heute sehr wichtig“, so Mappus. Und noch eines sei ihm aufgefallen: „Ich komme viel rum im Land und kann vergleichen. Wenn es um Schule, Bildung oder Freizeit geht, hat Pforzheim viel zu bieten. Es wird nur nicht richtig wahr genommen.“ Pforzheim verkaufe sich unter Wert.
Auf alle Bereiche der Politik gemünzt waren seine Ausführungen zu den Finanzen: „Wir können nicht so weitermachen wie in den letzten 50 Jahren. Die Haushalte müssen in Ordnung gebracht werden“.
Stefan Mappus wurde im April 1966 in Pforzheim geboren und wuchs in Enzberg auf. Schon im Alter von 22 Jahren war er Kreisvorsitzender der Jungen Union. Mit 30 Jahren errang er das Direktmandat im Landtag Baden-Württemberg. Zwischen dem 32. und 38. Lebensjahr war er Staatssekretär im Ministerium für Umwelt und Verkehr. Vor seiner Wahl zum Ministerpräsidenten war er CDU-Fraktionsvorsitzender im Landtag. ms



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