WIMSHEIM. Mario Weisbrich muss wohl noch eine Weile warten, bis eroffiziell als neuer Bürgermeister von Wimsheim eingesetzt werden kann.Nach der Verabschiedung von Amtsvorgänger Karlheinz Schühle amFreitagabend war Weisbrichs erster Arbeitstag im Rathaus für den 1.Juni geplant. Doch daraus wird nichts..
Dem Verwaltungsgericht Karlsruhe liegt eine Klage zur Anfechtung der Bürgermeisterwahl vom 11. April vor. Das hat Richter Carsten Ulrich vom Verwaltungsgericht Karlsruhe auf PZ-Anfrage bestätigt.
Kammer prüft KlageOb es sich bei dem Kläger um den Ex-Bürgermeisterkandidat Helmut Schiller aus Wimsheim handelt, der bereits mit einem Einspruch gegen die Wahl bei der Kommunalaufsicht des Enzkreises gescheitert ist (PZ berichtete), wollte Richter Ulrich nicht sagen. Nur so viel: „Die Kammer hat zur Prüfung die Akten zur Wahl angefordert. Wann es zu einem Urteil kommt, ist nicht absehbar.“
Abzusehen ist aber, dass der Gemeinderat am 8. Juni darüber entscheiden muss, Weisbrich vorübergehend als Amtsverweser einzusetzen. Dass es so weit kommt, damit habe er schon fast gerechnet: „Die Demokratie gibt jedem Bürger das Recht zu klagen. Demokratisch wäre es aber auch, das Wahlergebnis anzuerkennen und zu akzeptieren.“
Enttäuschend sei aber, dass er als Amtsverweser kein Stimmrecht im Gemeinderat habe: „Das fehlt, um wirklich Verantwortung für die Gemeinde zu tragen“, sagt Weisbrich. Der 36-Jährige ist aber zuversichtlich, dass er nicht allzu lange warten muss, um zu sagen: „Jetzt bin ich Bürgermeister von Wimsheim.“



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