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    Der Wartbergbad Förderverein hat sich am Donnerstag gegründet. Er soll das bürgerschaftliche Engagement für das Freibad, wegen dem die Stadt auf die Bad-Schließung verzichtet hat, mit einer festen Organisationsstruktur versehen. PZ-Redakteur Marek Klimanski hat mit dem Vordsitzenden Oliver Erdmann gesprochen.

    PZ: Wie fühlt man sich als frisch gebackener Vorsitzender von Pforzheims derzeit vielleicht wichtigstem Verein?

    Oliver Erdmann: Es ist ja nur eine Aufgabe von vielen bei uns. Wir machen etwas zusammen. Ich sehe mich nicht als denjenigen an, der über allem thront. Was der zweite Vorsitzende Marc Budwitz oder der Beisitzer Oliver Hutmacher im Vorfeld als Organisationsexperten geleistet haben, ist wirklich ganz toll. Ich habe den Eindruck, dass wir ein Team haben, mit dem man perspektivisch etwas entwickeln kann. Daher ist meine Gefühlslage im Grunde positiv.

    PZ: Hätten Sie vor einem halben Jahr gedacht, dass Sie bald so in der Verantwortung stehen würden?

    Erdmann: Eigentlich schon. Es bewahrheitet sich überall, dass diejenigen, die etwas initiieren, auch Verantwortlichkeiten wahrnehmen müssen und im Verbund mit anderen dafür sorgen, dass die Dinge, die man angedacht hat, auch umgesetzt werden können. Die Fäden sind ja die ganze Zeit über immer bei uns zusammengelaufen.

    PZ: Alleine schon Haftungsfragen schrecken ja viele ab, sich in Vereinsvorständen zu engagieren. Bei Ihnen sorgt sich manches Mitglied darüber, wer bei der Arbeit im Schwimmbad haftet. Wie sehen Sie das?

    Erdmann: Die Haftung bei der Arbeit im Schwimmbad ist rechtlich klar geregelt. Das hat Herr Forstner (Chef der Goldstadtbäder, die Redaktion) auch deutlich gesagt. Alle mitarbeitenden Helfer sind über die Stadt versichert. Aus diesem Grund dürften keine Berührungsängste aufkommen. Und ich selbst bin ja auch nicht Vorstand eines Fußballvereins, der für zig Millionen Spieler einkauft. Wir wollen vom Förderverein sicher nicht ins Minus rutschen. Von daher ist es ein kalkulierbares Risiko. Ich sehe eher die Gefahr, dass wir von der Stadt ja nur zwei Jahre Zeit bekommen haben. Danach müssten Investitionen erfolgen, und dann könnte wieder alles von vorne losgehen.

    PZ: Was werden Ihre nächsten Schritte sein?

    Erdmann: Wir müssen die Spenden kanalisieren, die eingegangen und die versprochen worden sind. Das ist ja über verschiedene Kanäle erfolgt. Dann muss man überlegen, wie die Spendengelder eingesetzt werden. Und es müssen Gespräche mit der Stadtverwaltung geführt werden, um die Abläufe im Bad zu besprechen. Da gibt es ja städtische Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer. Beide Seiten müssen kooperieren, die unterschiedlichen Strukturen müssen ineinandergreifen. Wir müssen Reibungsverluste vermeiden. Am Anfang wird sicher nicht alles optimal laufen, das erwartet aber auch niemand.PZ: Eigentlich müssten Sie hoffen, dass die Stadt in einigen Jahren das Heft im Bad wieder so in die Hand nimmt, dass der Verein überflüssig wird. Oder?

    Erdmann: Das ist eine grundsätzliche Frage. Vielleicht verändert sich ja das Denksystem, damit sich im Bewusstsein der Bürger verankert, dass sie sich einbringen. Die Trennung zwischen öffentlich und privat ist bei uns aufgehoben, das kann Vorbildcharakter haben. Wichtig ist, dass es ein wirtschaftlich gesichertes Fundament gibt, damit notwendige Investitionen übers Jahr 2011 hinaus getätigt werden können. Da brauchen wir alle verfügbaren Kräfte, weil niemand weiß, wie es dann um die Stadt und ihre Finanzen steht.

    PZ: Was haben Sie am 10. Juli, dem Tag der Bad-Öffnung, vor?

    Erdmann: Zuerst ist um acht Uhr ein Nach-Termin mit meinen Schülern, die ihre Laufleistung für den Sportunterricht noch nicht erbracht haben. Dann bin ich im Bad, eine Stunde Training. Ab 12.30 Uhr mache ich die Turnierleitung beim Sportclub-Schnürlesturnier im Würmtal. Bis abends. Sie sehen: Ich habe gar nicht die Zeit, um mich als Sonnenkönig vom Wartbergbad zu fühlen.

  2. #2
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