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  1. #1
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    PFORZHEIM/KARLSRUHE. Im realen Leben sind sie*bis aufs Blut verfeindet, am heutigen Donnerstag begegneten sich die beiden Rocker-Gruppierungen der "United Tribuns" und "Hells Angels"-Anhänger jedoch bei zwei Gerichtsverfahren im Pforzheimer Amtsgericht. Fast zeitgleich wurde vor dem Hintergrund der gewalttätigen Auseinandersetzung*verhandelt. Das Strafmaß allerdings fiel im ersten Fall*eher gering aus. Bei der*Unterstützer-Gruppierung "Kommando 81" kam es zu zwei Bewährungsstrafen von je drei*und einer Strafe von zehn Monaten.

    Zu einer Bewährungsstrafe von vier Monaten beziehungsweise einer Geldstrafe von 1500 Euro hat Strafrichter Fabian Krüger zwei Mitglieder der Türsteher-Clique „United Tribuns Karlsruhe“ verurteilt. Sie waren am 28. Mai 2009 in einen Vorfall verwickelt gewesen, der sich am Schoßgatter in der Pforzheimer Innenstadt abgespielt hatte. Insgesamt vier Karlsruher „Tribuns“ hatten ein ehemaliges Mitglied der Gruppierung, die heute „Underground“ heißt, zur Rede gestellt und die Herausgabe seiner Club-Jacke aufgefordert.

    Die Forderung unterstrichen sie durch das Zeigen von Schlagstöcken und einem Klappmesser. Der ehemalige „Tribun“ verwies darauf, dass er die Jacke bereits zurückgegeben habe und ging, nachdem er einen Schlag mit der flachen Hand aufs Auge einstecken musste, zum Gegenangriff über. Das Quartett aus Karlsruhe flüchtete, die Kripo übernahm den Fall. Im Gegensatz zu den ersten Vernehmungen litt der Geschädigte anfangs unter Gedächtnislücken, fand aber nach sanftem Druck durch Richter und Staatsanwalt zu seinem Erinnerungsvermögen zurück. Die Angeklagten schwiegen bis zum Ende.

    Um den Prozess abzukürzen, einigten sich die Verfahrensbeteiligten auf eine gemeinsame Linie. Namens ihrer Mandanten legten die Verteidiger ein Geständnis ab, gaben die Beteiligung an einer kaum nennenswerten Körperverletzung zu und handelten sich damit Strafen am unteren Ende der Skala ein.

    Um eine Unterstützer-Gruppierung der Hells Angels geht es hingegen im zweiten Prozess im Pforzheimer Amtsgericht. Das Schöffengericht, unter Vorsitz von Amtsdirektor Karl-Michael Walz, verurteilte zwei 22-Jährige zu einer 18-monatigen Haftstrafe, die auf drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wurde. Ein dritter Mittäter, ein Arbeitskollege des Opfers, kam mit zehn Monaten davon. Außerdem müssen sie 1500 beziehungsweise 1000 Euro an drei gemeinnützige Einrichtungen in Raten zahlen. Alle haben einen Job.

    Zwei Gruppen standen sich am 1. Maifeiertag im Ranntal bei Remchingen gegenüber. Traditionell treffen sich dort mehrere tausend Menschen, um den Tag zu begehen. Ein 19-Jähriger aus Birkenfeld mit neun anderen Freunden aus Kindertagen und die Gruppe um die beiden 22-Jährigen trafen aufeinander. In Feiertagslaune floss Alkohol. Erst beschimpfte man sich gegenseitig, dann setzte es Schläge. Die beiden 22-Jährigen bekamen Pfefferspray ins Gesicht.

    Um Schmerzensgeld in Höhe von 1500 Euro einzutreiben und den mutmaßlichen Sprayer zu ermitteln, schalteten zwei Tage später unter anderem einen Arbeitskollegen des 19-Jährigen ein. Zunächst setzten beide dem Opfer ein Ultimatum, dass sich bei Nichtzahlung Stück für Stück erhöhen sollte. Sie ließen durchblicken, dass sie zur Unterstützer-Gruppe „Kommando 81“ der Rockergruppe „Hells Angels“ gehören. Als die Frist verstrich, überbrachte der Arbeitskollege weitere Forderungen und vereinbarte die Geldübergabe.

    Er sollte dafür 50 oder 60 Euro bekommen. Zu der Geldübergabe kam es nicht, weil sich der 19-Jährige seinem Vater anvertraut hatte. Die Polizei nahm die Angeklagten vorübergehend fest. Einer der beiden kam vor Weihnachten in U-Haft, nachdem ihn die Polizei bei einer Pforzheimer Großrazzia gegen Mitglieder der Unterstützer der „Hells Angels“ festgenommen hatte. Die Angeklagten räumten während des Prozesses die Vorwürfe zum Großteil ein.

  2. #2
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    Standard unglaublich diese beschreibung...kriminell und wenig strafe

    für mich sind solche aussagen einfach unglaublich "schmerzensgeld eintreiben" = im volksmund könnte man sowas doch auch mit "räuberrischer erpressung" übersetzen und sowas gibt ne bewährungsstrafe????????

    die jungs gehören einfach mal eingebuchtet.....
    Geändert von pforzheimer007 (21.01.2011 um 08:25 Uhr)

  3. #3
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    Zitat Zitat von Else Beitrag anzeigen
    Liebe Redaktion - Schön das Wort Unterstützer aber richtig heißen sie Supporter
    ..was ja nichts anderes heißt als Unterstützer.
    For you - vor Ort
    - NSA

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