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  1. #1
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    Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) steht nach dem Plagiatsvorwurf im Zusammenhang mit seiner Doktorarbeit bei der Opposition weiter in der Kritik. Dagegen erhält er Unterstützung aus den Reihen der Union, bei der von einer «Schmutzkampagne» gegen den beliebten CSU-Politiker die Rede ist. Die Passauer Professorin Barbara Zehnpfennig, bei der Guttenberg Teile der Einleitung seiner Dissertation abgeschrieben haben soll, fordert, ihm den Doktortitel abzuerkennen. *

    «Der Lack ist endgültig ab», sagte der SPD-Verteidigungspolitiker Rainer Arnold der in Halle erscheinenden «Mitteldeutschen Zeitung» (Donnerstag) über den Verteidigungsminister. «So geht's halt, wenn man sich zu sehr auf Hochglanz poliert.» Sollte Guttenberg der Doktortitel aberkannt werden, wäre er aus Sicht des SPD-Politikers auch als Minister nicht mehr zu halten. «Guttenbergs Glaubwürdigkeit wäre dann völlig zerstört», sagte Arnold. «Und ein Minister, der seine Glaubwürdigkeit verloren hat, kann nicht mehr wirklich arbeiten - im Bereich der Bundeswehr, in dem es in hohem Maße auf Vertrauen ankommt,vielleicht noch schwerer als in anderen Ressorts.»

    Unionsfraktionsvize Günter Krings (CDU) bezeichnete die Vorwürfe gegen den Verteidigungsminister in der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Donnerstag) als «lächerlich». Seine Doktorarbeit sei von einem der führenden deutschen Verfassungsrechtler wissenschaftlich betreut worden und in einem höchst renommierten Wissenschaftsverlag erschienen. Einzelne fehlende oder falsch gesetzte Fußnoten seien sicher ärgerlich, das könne aber nicht ernsthaft einen Plagiatsvorwurf begründen. Krings warf der Opposition im Bundestag eine «Schmutzkampagne» vor. «Die maßlos überzogenen Reaktionen der Opposition zeigen, dass es hier in Wahrheit nur um eine neue Episode aus der Reihe "Schlag den Guttenberg" geht.»

    In Guttenbergs Dissertation gibt es mehrere Passagen, die wörtlich mit Formulierungen anderer Autoren übereinstimmen, ohne dass er dies gekennzeichnet hat. Aufgeflogen ist dies durch Recherchen des Bremer Juraprofessors Andreas Fischer-Lescano, über die am Mittwoch die «Süddeutsche Zeitung» berichtete.

    Es soll sich um mindestens neun kopierte Textstellen handeln. Darunter sind eine längere Passage aus der «NZZ (Neue Zürcher Zeitung) am Sonntag» sowie Aufsätze. Für die Einleitung seiner Dissertation soll er nach Angaben von «FAZ.NET» fast wortwörtlich einen Text der Passauer Politikwissenschaftlerin Zehnpfennig aus der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung» von 1997 verwendet haben, der nur im Literaturverzeichnis aufgeführt sei. Zehnpfennig forderte in der Tageszeitung «Die Welt» (Donnerstag) Konsequenzen für Guttenberg: «Das muss zur Aberkennung des Doktortitels führen.»

    Juraprofessor Fischer-Lescano wirft dem Verteidigungsminister vor, gegen die Promotionsordnung der Universität Bayreuth verstoßen zu haben. Das gehe aus seiner Rezension für die Fachzeitschrift «Kritische Justiz» hervor, berichtet die «Financial Times Deutschland» (Donnerstag). Guttenbergs Umgang mit wörtlichen Zitaten anderer Autoren sei so «systematisch», dass es schwer sei zu sehen, wie die Arbeit in Einklang mit den Vorgaben der Promotionsordnung gebracht werden könne, schreibt Fischer-Lescano demnach. Er äußert Zweifel, «dass die Dissertation wissenschaftlichen Mindeststandards genügt».

    Dagegen sieht der Geschäftsführer des Deutschen Hochschulverbands (DHV), Michael Hartmer, angesichts der bisher geäußerten Vorwürfe gegen Guttenberg keine Grundlage für eine Aberkennung des Doktortitels. Er sagte der «Financial Times Deutschland», bislang gebe es allenfalls Anlass für eine Rüge.

    Der Europarechtler an der Uni Frankfurt, Felix Hanschmann, der die Vorwürfe zusammen mit Fischer-Lescano erhoben hatte, interpretiert Guttenbergs Reaktion als ein Schuldeingeständnis. «Herr zu Guttenberg räumt darin bereits vereinzelte Verstöße ein. Offenbar hält er die von uns formulierten Vorwürfe nicht für aus der Luft gegriffen», sagte er der «Passauer Neuen Presse» (Donnerstag).

  2. #2
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    Wenn das Schule macht, dass geistiges Eigentum abgekupfert werden kann und das lediglich eine "Rüge" nach sich zieht, wird die Promotionsordnung ad absurdum geführt.


  3. #3
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    Immer mehr Stellen tauchen auf

    Verteidigungsminister zu Guttenberg hat in seiner Doktorarbeit offenbar in noch weit größerem Ausmaß bei anderen Autoren abgeschrieben als bislang bekannt: Immer mehr fragwürdige Passagen tauchen auf - enttarnt in einer gemeinsamen Aktion von Internetnutzern.

    Von Oliver Georgi
    In Bedrängnis: Verteidigungsminister zu Guttenberg
    17. Februar 2011 Dass in der Wissenschaft bei Seminararbeiten und Dissertationen freimütig abgekupfert wird, ist im Zeitalter des Internets längst eine Binse - doch was jetzt nach den Plagiatsvorwürfen gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geschieht, dürfte einmalig in der deutschen Wissenschaftsgeschichte sein: Immer mehr Stellen tauchen auf, die Guttenberg bei anderen Autoren abgeschrieben haben soll - recherchiert gemeinsam von zahlreichen Internetnutzern. Eine regelrechte „Schwarmintelligenz“ hat sich formiert, um die 475 Seiten umfassende Dissertation von Guttenberg weiter auf verdächtige Stellen zu durchforsten und listet diese im Internet fein säuberlich auf - ein deutsches Wikileaks, wenn man so will. Titel des Blogs, der nach eigenen Angaben eine „kollaborative Dokumentation der Plagiate“ betreibt: „Eine kritische Auseinandersetzung mit Karl-Theodor Freiherr zu Guttenbergs Dissertation“.


    Und hier der Link
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EDE003D8A4F9B41198F0226FA69BFD9D1~ATpl~Ecommon ~Scontent.html


  4. #4
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    Eine Doktorarbeit besteht meist aus dem Zusammentragen von Informationen. Und wenn diese elektronisch vorliegen wird halt der Absatz kopiert und eingefügt.
    Das ist heutzutage üblich bei Doktorarbeiten.
    Fast könnte man meinen die Linken haben nichts besseres zu tun als solche Dinge zu suchen um die Regierung angreifen zu können. Dinge die mit der Politik gar nichts zu tun haben.
    Mir ist der Mann auch nicht sympatisch, muß er aber auch nicht sein. Aber ob er in der Doktorarbeit nicht alle Zitate benannt hat das spielt bei seiner jetzigen Arbeit doch gar keine Rolle.

    Gibt es auch linke Doktoren ? Vielleicht sollte man deren Arbeiten auch mal näher betrachten.
    "Wahre Worte sind nicht angenehm, angenehme Worte sind nicht wahr."
    (Laotse, Kapitel 81)

  5. #5
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    Als Student droht einem bei Hausarbeiten mit solchen "wissenschaftlichen Schlampereien" die Zwangsexmatrikulation, also das aus mit der wissenschaftlichen Karriere. Ob nun aus Schlamperei oder Vorsatz: so etwas darf nicht toleriert werden, weil es sonst Vorbild für Nachahmer wird. Ich sehe sonst schon die Studenten, die abgespickt haben und dann zurecht Klage einreichen mit Hinnweis auf zu Guttenberg.

  6. #6
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    Standard Ghostwriter ist Schuld

    @ BadnerBube
    Wer die Promotionsordnung akzeptiert, hat sich halt an Regeln zu halten. Sonst braucht man keine.
    Und Ihre Einstellung ist eine Klatsche für all diejenigen, die sich eben an die Regeln halten. Ob er diesen Doktortitel für seinen Job braucht oder nicht, ist doch zweitrangig - ja wo simmer denn.
    Aber er hat eine Vorbildfunktion als Politiker - und das zählt.

    Was haben Sie schon wieder mit "links"?


  7. #7
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    Blinzeln Nicht links......

    .......sondern rechts !!!

    Merz....Köhler...Koch...Wulff...Weber...vuz Guttenberg

    Die Mutti mobbt sie alle weg; wer unbequem wird oder mehr Strahlkraft als zulässig entwickelt

    Dieses Kohl'sche System muß endlich weg

  8. #8
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    Zitat Zitat von Hasso M Beitrag anzeigen
    Immer mehr Stellen tauchen auf

    Verteidigungsminister zu Guttenberg hat in seiner Doktorarbeit offenbar in noch weit größerem Ausmaß bei anderen Autoren abgeschrieben als bislang bekannt: Immer mehr fragwürdige Passagen tauchen auf - enttarnt in einer gemeinsamen Aktion von Internetnutzern.

    Von Oliver Georgi
    In Bedrängnis: Verteidigungsminister zu Guttenberg
    17. Februar 2011 Dass in der Wissenschaft bei Seminararbeiten und Dissertationen freimütig abgekupfert wird, ist im Zeitalter des Internets längst eine Binse - doch was jetzt nach den Plagiatsvorwürfen gegen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) geschieht, dürfte einmalig in der deutschen Wissenschaftsgeschichte sein: Immer mehr Stellen tauchen auf, die Guttenberg bei anderen Autoren abgeschrieben haben soll - recherchiert gemeinsam von zahlreichen Internetnutzern. Eine regelrechte „Schwarmintelligenz“ hat sich formiert, um die 475 Seiten umfassende Dissertation von Guttenberg weiter auf verdächtige Stellen zu durchforsten und listet diese im Internet fein säuberlich auf - ein deutsches Wikileaks, wenn man so will. Titel des Blogs, der nach eigenen Angaben eine „kollaborative Dokumentation der Plagiate“ betreibt: „Eine kritische Auseinandersetzung mit Karl-Theodor Freiherr zu Guttenbergs Dissertation“.


    Und hier der Link
    http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~EDE003D8A4F9B41198F0226FA69BFD9D1~ATpl~Ecommon ~Scontent.html

    Wow, das ist ja eine regelrechte Freude für Sie. Sie blühen ja richtig auf!
    Sie wie es aussieht sind Sie wohl kein Guttenberg-Freund!

  9. #9
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    Zitat Zitat von PZ-Leser Beitrag anzeigen
    Wow, das ist ja eine regelrechte Freude für Sie. Sie blühen ja richtig auf!
    Sie wie es aussieht sind Sie wohl kein Guttenberg-Freund!
    Wie kann man auch ein Guttenberg-Freund sein? Dieser Schmierlappen: Adelig, Betrüger und Politiker. Verkörpert alles Böse in einer Person.

  10. #10
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    Standard Ja, Schadenfreude!

    Ich mag die "von" und "zu" und "auf" und "davon" -Personen nicht -überhaupt nicht, besonders, wenn es zur Manie wird.
    Und es ist für mich so etwas wie Genugtuung, wie sicherlich für viele andere auch, dass er selbst diese Verfehlungen zugeben muss.
    Alles was davor lief, dafür konnte er sich mit allerlei Winkelzügen immer wieder herausreden.

    Steter Tropfen höhlt den Stein.Und es wird sicher nur eine Frage der Zeit sein, bis auch dieser Stuhl neu besetzt wird.


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