PFORZHEIM. Die Benennung von Pforzheimer Straßen nach früheren Mitbürgern bleibt ein Politikum. Nachdem die Grüne Liste im Gemeinderat ihren Antrag auf Umbenennung der Emil-Strauß-Straße wegen der Nazi-Verstrickungen des Dichters aufrecht erhält, zeichnet sich an anderer Stelle nunmehr eine Lösung ab. Dabei geht es um eine Straße im geplanten Baugebiet Kurze Gewann am Bohrain. Sie sollte ursprünglich nach einem katholischen Priester benannt werden, der während der Nazi-Zeit in Eutingen gewirkt hatte und als Nazi-Kritiker verhaftet worden war. Mittlerweile gibt es aber Vorwürfe gegen den bereits vor Jahren Verstorbenen, er sei pädophil veranlagt gewesen.
Die Stadt beabsichtigt nun, die Straße nach der früheren CDU-Stadträtin Ida Fahrlaender (mit ae) zu benennen, die sich für soziale Themen engagierte. In Stadtratskreisen gilt eine Mehrheit für den Vorschlag als gesichert, auch wenn die meisten Pforzheimer beim Namen Fahrländer heutzutage eher an die Schadstoff-Belastung des gleichnamigen Firmen-Areals denken. kli



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