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  1. #1
    Administrator
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    Na bravo, ich habe überraschend einen neuen Geheimauftrag bekommen! Und das, obwohl doch mein Terminkalender für diese Woche proppenvoll ist. Aber dem „Mädchen für alles“ kann man(n) es ja wieder aufdrücken: Mal eben die Feinstaubplakette irgendwo herholen.

    Heute morgen wurde ich wieder einmal daran erinnert: „ Du musst endlich für dein Auto die Feinstaubplakette besorgen! Ein Auto in der Familie müsste doch wohl eine haben…!“ Ja, klar, damit man dann immer meinen Wagen nehmen kann, wenn man in eine der acht gewissen Städte im Lande fahren muss oder will!

    Wie immer, wenn ich mich plötzlich mit einem Problem konfrontiert sehe, stelle ich mir die Frage: Wer hat hier eigentlich ursprünglich das Problem? (Der könnte es dann ja vielleicht selber lösen anstatt es anderen zu oktroyieren.) Es ist ja eine alte Tatsache, dass Ehe der Versuch ist, die Probleme miteinander zu lösen, die man alleine nie gehabt hätte. Also, bin ich nun ursprünglich der Problembesitzer dieses Problems? Müsste ich womöglich in Zukunft in einen der acht Orte fahren?

    Ja, nach Stuttgart will ich unbedingt hin, um in der Wilhelma die neugeborenen Krokodile zu sehen. (Kleiner Scherz) Aber unter Umständen möchte ich mir dort irgendwann einmal ein Ballett anschauen oder überhaupt Kultur schnuppern. In Mannheim soll man ja gut einkaufen können, aber da ich lieber nach Heidelberg fahre und sonst in Katalogen bestelle, kann ich weiterhin darauf verzichten. Nach Reutlingen zieht es mich auch nicht, aber Tübingen könnte rufen, falls meine Tochter dort tätig werden sollte. Dass ich sicher einmal wieder zum blühenden Barock nach Ludwigsburg führen möchte, ist auch gewiss.

    Über die anderen drei Städte muss ich dagegen nicht weiter nachdenken. Oder doch? Was ist mit Ilsfeld? Ich schlage im Atlas nach. Wie? In diesem Kleinkleckersdorf in der Nähe von Heilbronn brauchen wir die Plakette? Liegt das denn so tief im Tal? Oder hat ein Sohn dieser Ortschaft, die für mich nicht größer als Neuenbürg oder Bad Wildbad aussieht, etwa eine grandiose Doktorarbeit über den Feinstaubgehalt der Ilsfelder Luft geschrieben? Oder war der Bürgermeister von dort in der gleichen Verbindung wie der OB von Stuttgart? Oder braucht der Ort pro Vierteljahr dringend 40 Euro Zugewinn? Also, ich verstehe es nicht. Das müsst Ihr mir erklären!

    Überhaupt habe ich noch gar nicht die Messergebnisse all unserer Orte gesehen. Ist die Luft in Freiburg, wo noch keine Plakettenpflicht besteht, besser als in Tübingen? Beide Städte haben doch grüne Bürgermeister, oder sind die sich tatsächlich nicht ganz grün, dass daher Tübingen nicht Vorbild sein kann?

    Wenn es nichts mit der Luftmessung zu tun hat, geht es dann um eine Kosten-Nutzen-Analyse? So unter dem Motto: Was bringt mehr ein? Das Bußgeld der Plakettensünder oder, wie in Heidelberg, Baden-Baden und Pforzheim, das möglich Geld der Touristen und Käufer? Warum sind wir hier in Pforze so liberal? Zu gute Luft und zu wichtige Kundschaft von auswärts und aus den umliegenden Metropolen?

    Na ja, nach all diesen Überlegungen merke ich, dass ich tatsächlich ursprünglich das Problem habe, wobei das allerursprünglichste Problem ja wohl bei ganz anderen in ihren Köpfen steckt.

    So werde ich mich also aufmachen, noch heute die Plakette zu erwerben. Wo kauft Ihr Eure denn? Bei TÜV, Werkstatt oder Tanke? Macht Euch die allmählich ausufernde Bürokratie auch so ärgerlich? Hätte nicht bei der jeweils fälligen TÜV-Überprüfung des Autos die Aushändigung einer entsprechenden Plakette gereicht?

  2. #2
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    Tja da wird man wohl nicht drum herum kommen, sich so ein Ding anzuschaffen, denn ab nächstem Jahr gilt die Plakettenpflicht ja auch in Pforzheim usw...
    Meiner Meinung nach hat die Automobilindustrie an dieser Stelle versagt, hätten sie rechtzeitig schon viel früher Rußpartikelfilter in die Autos eingebaut (als Standard) könnte man sich jetzt einiges sparen.
    Naja, ich werde mir die Plakette wohl erst holen, wenn es bei uns soweit ist, also habe ich noch ein gutes Jährchen Zeit. (Wer weiß, vielleicht erweist sich das Ganze ja als Reinfall und wird sowieso wieder abgeschafft)

  3. #3
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    Wenn jeder so eine Einstellung hätte wie Sie, würde es mit unserer Umwelt noch viel schneller den Bach runter gehen. Außerdem geht es ja auch um unsere Gesundheit! Ich finde, in dieser Richtung muss auf jeden Fall etwas getan werden und es wird höchste Zeit etwas gegen diese Art von Belastung zu unternehmen! Ich werde mir jedenfalls nächste Woche die Plakette holen (wahrscheinlich in einer der Werkstätten).

  4. #4
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    Moment mal, ich habe ja gar nicht gesagt, dass ich generell gegen die Plakette bin. Ich finde nur, dass man schon viel früher etwas dagegen hätte unternehmen können. Ich bin auch dafür, dass alles für die Umwelt und die menschliche Gesundheit getan wird. Ich weiß nur nicht, ob diese Methode auch wirklich die Richtige ist und ob es sich als effektiv erweist.

  5. #5
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    Die Pforzheimer sollten mal ihre Ampelschaltung auf grüne Welle umstellen. Das spart nicht nur Zeit, Benzin und Nerven sondern entlastet auch die Umwelt. Denn jedes Abbremsen gibt Bremsabrieb ( = Feinstaub) und Reifenabrieb ( = Feinstaub) und das darauffolgende Anfahren gibt Reifenabrieb ( = Feinstaub) und eine Rußwolke bei Dieselfahrzeugen ( = Feinstaub).
    Eine Änderung in dem Bereich, vielleicht auch die Schaffung von mehr Parkplätzen (die meisten Autofahrer in Pforzheim sind ja auf der Suche nach einem Parkplatz) würde viel mehr bringen wie dieses Feinstaubfahrverbot.
    Aber dabei müssten die Verantwortlichen ja was denken, einfach Verbote auszusprechen ist einfacher.
    Ich persönlich bin davon übrigens nicht betroffen.
    Mopeds mit ihrem stinkenden Zweitaktmotor übrigens auch nicht.
    Und die vielen Hobbybauern der Umgebung mit ihren Uralt-Rußschleuder-Traktoren natürlich auch nicht.

  6. #6
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    Die Umweltplakette leistet nach meiner Meinung zwei Dienste:

    1. In Großstädten sorgt sie für angenehmere Luft für Anwohner
    2. die Regierung versucht damit die EU-Feinstaubverordnung einzuhalten

    Alles andere ist Unsinn. Die Umwelt oder die Gesundheit wird dadurch nicht entlastet
    Das bißchen Feinstaub, welches unsere Autos in die Luft schleudern, verschafft die Natur problemlos alleine.

    Es gibt doch auch Wissenschaftler die herausgefunden haben wollen, dass in Büroräumen ziemlich viel Feinstaub entsteht (u.a. Laserdrucker). Also schafft die Bürokratie ab!!! Das wäre der erste Beitrag für die Gesundheit aller Büroangestellten.

    Gibt es nicht sogar Experten die Feinstaub-Messungen für eine Utopie halten!??

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