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  1. #1
    Administrator
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    Standard Die ungebetene Rettung der Julie W.

    Eine 89-jährige Pforzheimerin wirft Feuerwehr und Rettungsdienst vor, sie gegen ihren Willen und ohne Not früh morgens aus ihrer Wohnung geholt und ins Krankenhaus Siloah gebracht zu haben, wo sie ebenfalls gegen ihren Wunsch fünf Tage habe bleiben müssen.
    Zum Artikel: Die ungebetene Rettung der Julie W.

  2. #2
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    die Dame soll froh sein, das sie aufmerksame Nachbarn hat.
    Ist heutzutage nicht selbstverständlich

  3. #3
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    Nicht zu vergessen (verachten) sind die Kosten, die der Dame durch den KKH-Aufenthalt entstanden sein dürften.

    Als Sahnehäubchen fehlte noch, dass ihr auch die Kosten der Rettungsaktion aufs Auge gedrückt werden, was Gott verhüten möge.
    Aber das wäre dann doch des "Guten" zu viel.
    Weltweiter Wohlstand in Harmonie mit der Natur
    http://www.joytopia.net

    Oder wenigstens neues Geld a la Willi Weise
    http://m.youtube.com/watch?v=fmHoPy1qnvI
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    „Denke niemals dass der Krieg, egal wie erforderlich oder wie begründet er ist, kein Verbrechen sei.“ E.Hemingway
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    ... und so mancher Beitrag ist (mir) keine Antwort wert.
    (8280)


  4. #4
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    Ich bin überrascht, was ihr aus diesem, quasi Einzeiler, von klim da alles raus lesen könnt^^.

  5. #5
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    Üblicherweise regt man sich über die Teilnahmslosigkeit der Nachbarn auf und kommentiert kopfschüttelnd die Tatsache, dass Verstorbene erst nach Monaten tot in ihrer Wohnung gefunden werden, weil niemand sich um sie gekümmert oder ihr Fehlen bemerkt hat.Deshalb war das Verhalten der Nachbarin richtig und anerkennenswert. Nun hat sich aber die Sorge als Irrtum herausgestellt und damit hätte die die Sache mit einem Fehleinsatz des Rettungsdienstes beendet sein können.

    Vermutlich war dem Rettungsdienst vor Ort auch klar , dass hier kein absoluter Notfall vorliegt. Aber konnten sie vor Ort in Minutenschnelle entscheiden , ob das Verhalten der schlaftrunkenen 89jährigen Seniorin als normal anzusehen ist oder konnte sich dahinter nicht doch ein leichter Schlaganfall verbergen?
    Desgleichen der aufnehmende Arzt im Krankenhaus. Er bekommt einen "Notfall" eingeliefert und ist verpflichtet, die Sache erst mal ernst nehmen. Offensichlich haben weiterführende Untersuchungen ergeben, dass Frau Julie W. doch den einen oder andern krankhaften Befund aufwies, dem nachzugehen ratsam schien. Natürlich mit 89 findet man bei jedem etwas .
    Man stelle sich vor der Rettungsdienst wäre einfach wieder abgezogen und Frau W. hätte man am Mittag des selben Tages halbseitengelähmt in ihrer Wohnung gefunden. Unterlassenen Hilfeleistung wäre da noch der geringste Vorwurf. Desgleichen der diensthabende Arzt. Man hätte ihm unterstellt in früher Morgenstunde einfach zu faul gewesen zu sein, die Sache näher abzuklären.
    Natürlich konnte Frau W. in jeder Phase des Geschehens ablehen Aber mit einem einfachen "ich geh da nicht mit" , oder "ich lasse mich nicht untersuchen", oder "ich bleib nicht im Krankenhaus" ist es da nicht getan. Da bedarf es ausführlicher Aufklärungen und einer rechtlich bindenden Unterschrift, die die Verantwortlichen vor späteren Vorwürfen schützt.
    Und warum ist das wohl so. Weil diejenigen, die alles ablehnen dann die ersten sind die Arzt und Rettungsdienst verklagen, wenn etwas übersehen wurde und ein gesundheitlicher Schaden eintritt

  6. #6
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    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Was bringt denn bitte die PZdazu über diesen Fall zu berichten??????
    ich wünsche mir, dass die Öffentlichkeit viel mehr dafür sensibilisiert würde,
    wie oft Menschen gegen ihren Willen, unter dem Deckmäntelchen der "Hilfe"
    irgendwo eingewiesen oder untergebracht werden;

    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Nur weil eine ältere Dame nicht versteht, warum sie stationär behandelt und untersucht wurde, .....
    scheint es jawohl durchaus gute Gründe für die Aufnahme gegeben zu haben, die womöglich auch der Gründe sind, warum die Dame den Aufenthalt nicht versteht ?
    wenn es keine "ältere" Dame wäre, würden Sie das dann genauso sehen?

    Gründe finden sich immer irgendwelche;
    und wenn der Betreffende diese Gründe von sich weist, ist das mangelnde Einsicht und geradezu der Beweis dafür, das er Hilfe braucht; ein Teufelskreis;
    die Dame kann von Glück sagen, dass sie nicht direkt in die Psychiatrie gebracht wurde,
    dann wäre sie endgültig nicht mehr nachhause gekommen;

  7. #7
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    Zitat Zitat von Martha Rosentreter Beitrag anzeigen

    Anstelle der Seniorin würde ich mir die Nachbarn mal ordentlich zur Brust nehmen und diesen ins Gewissen reden. Offensichtlich benötigt die Greisin nicht die übermäßige Sorge, die ihr die Nachbarn geradezu aufdrängen.
    Gute Idee, dann holt in Zukunft niemand mehr Hilfe und wir bekommen anstatt solcher Klagen in der Zeitung solche Überschriften
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/...hnung-1.453367
    http://www.oe24.at/oesterreich/chron...hnung/21980382
    http://regionews.at/?set_ActivMenu=2...&News_ID=18785
    http://www.kleinezeitung.at/nachrich...um-hilfe.story
    nur mal als kleine Auswahl.
    einfach mal in einer Internetsuchmaschine die Stichworte "unentdeckt tot in Wohnung Fernseh lief noch eingeben" und dann man die Trefffer ansehen. Die Nachbarin hat richtig gehandelt, anscheinend (gut ist jetzt Spekulation weil es nicht direkt so im Text steht) war es ungewöhnlich das der Fernseh zu der zeit noch lief also machte die Frau sich sorgen. Beim nächsten mal wird dann wohl die Wohnung geöffnet wenn es zu spät ist weil sich die Nachbarn über den Gestank aus der Wohnung wundern während unten der Briefkasten überläuft. Einerseits wird die immer stärker werdende anonymisierung in Städten beklagt, die fehlende Zivilcourage, die Vereinsamung der Menschen, dann macht sich mal tatsächlich jemand um seine 89 Jährige Nachbarin (einem Alter in dem man durchaus mit dem Ableben einer Person rechnen kann und darf) sorgen und dann wird ihm Vorgeworfen er dränge sich auf. Darüber könnte ich mich echt grad Stundenlang und mit wachsender Begeisterung aufregen.
    Geändert von janmg (09.07.2011 um 07:24 Uhr)

  8. #8
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    Zitat Zitat von Einsteiner Beitrag anzeigen
    Nicht zu vergessen (verachten) sind die Kosten, die der Dame durch den KKH-Aufenthalt entstanden sein dürften.

    Als Sahnehäubchen fehlte noch, dass ihr auch die Kosten der Rettungsaktion aufs Auge gedrückt werden, was Gott verhüten möge.
    Aber das wäre dann doch des "Guten" zu viel.
    Die Dame sollte mal die Rechnung mal besser richtig lesen, die Rettung als solches ist kostenlos (es sei denn die Gesetze hätten sich die Letzten 10 Jahre gravierend geändert). Was Kosten verursacht ist das verschließen der Türe, die kann ja schlecht offen bleiben, selbst wenn sie nicht eingeliefert worden wäre. Und das die Türe aufgrund der beschriebenen Lage sicherheitshalber geöffnet worden ist kann man ja nachvollziehen, trotz Telefon, Hausnotruf etc. was eventuell in der Wohnung gewesen ist. Wenn jemand einen Herzinfarkt, Schlaganfall bekommt oder einfach nur stürzt kann das nämlich auch dazu führen das die Person schlichtweg nicht mehr in der Lage ist noch selber um Hilfe zu rufen. Von dem her Lob an die Nachbarin das sie ungewöhnliches auch wahrgenommen hat.
    Und zu dem anderen Fall. Die Feuerwehr muss nicht erst lange rumfragen ob jemand einen Schlüssel hat, und schon gar nicht beim Vermieter der eigentlich gar keinen haben dürfte! Und aus Spass an der Freude mach die Feuerwehr keine Türe auf wenn sie Kontakt zur Person der Wohnung hat, was war denn Inhalt des Gespräches? Darüber läßt sich der Vermieter nicht aus. Und die Pforzheimer Feuerwehr geht schon sehr schonend beim Türe öffnen vor, andere Feuerwehren gehen bei einer angenommen Hilflosen Person in Wohnung gleich mit deutlich schwereren Gerät vor, meist Hydraulische Rettungsgeräte die hinterher nicht nur 500€ Schaden hinterlassen. Wenn es hier also zu einem Schaden gekommen ist dann nicht um den Vermieter zu ärgern, sondern weil es in der Notfallsituation nicht anders ging.

  9. #9
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    Die alte Frau wird doch sicherlich ein Telefon gehabt haben, über welches man sie hätte erreichen können.
    Hier ist eine gutgemeinte Hilfe zur kostenträchtigen Tortur geworden.
    Wenn man jedoch (noch) in der Lage ist, seinen Willen klar zu äussern, MUSS dies vor allen anderen Bedenken Vorrang haben, auch wenn es zum Nachteil einer solchen Aktion führen kann

  10. #10
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    Zitat Zitat von mailerin Beitrag anzeigen
    Die alte Frau wird doch sicherlich ein Telefon gehabt haben, über welches man sie hätte erreichen können.
    Hier ist eine gutgemeinte Hilfe zur kostenträchtigen Tortur geworden.
    Wenn man jedoch (noch) in der Lage ist, seinen Willen klar zu äussern, MUSS dies vor allen anderen Bedenken Vorrang haben, auch wenn es zum Nachteil einer solchen Aktion führen kann
    Klar, in Zukunft muss die Feuerwehr erst mal lang die Telefonnummer recherchieren, anrufen ob sich jemand meldet. Wobei, wenn sich niemand meldet, wer sagt denn das dann wirklich jemand in Notlage ist sondern nur keine Lust hat ans Telefon zu gehen. Könnte ja sein. Und ehrlich gesagt ich hab die Nummer meines Nachbarn auch nicht, wenn ich was brauche Klingel ich bei Ihm und rede persönlich mit Ihm.
    Also mal ehrlich, ein wenig wieder zur Realität zurück finden. Wie gesagt, die Feuerwehr öffnet nicht aus lauter Jux eine Türe sondern nur dann wenn sich aufgrund der gegebenen Umstände, also in dem Fall der Aussage der Nachbarin das es ungewöhnlich ist das der Fernseher noch an ist und das Alter der Person, der Verdacht begründet ist das eine Notlage vor liegt. Und dann macht sie sich erst mal auch noch Lautstark bemerkbar bevor das Werkzeug angesetzt wird.

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