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  1. #1
    Administrator
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    Standard Die ungebetene Rettung der Julie W.

    Eine 89-jährige Pforzheimerin wirft Feuerwehr und Rettungsdienst vor, sie gegen ihren Willen und ohne Not früh morgens aus ihrer Wohnung geholt und ins Krankenhaus Siloah gebracht zu haben, wo sie ebenfalls gegen ihren Wunsch fünf Tage habe bleiben müssen.
    Zum Artikel: Die ungebetene Rettung der Julie W.

  2. #2
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    Gut gemeint, aber schlecht gemacht. Nach meiner Meinung hätte man die Seniorin nicht gegen deren Willen ins Krankenhaus überführen dürfen. Es gibt sicherlich solche Fälle, in denen der/die betroffene Person dies nicht unbedingt alleine entscheiden kann, hier wurde aber ganz offensichtlich zuviel des Guten getan.

    Anstelle der Seniorin würde ich mir die Nachbarn mal ordentlich zur Brust nehmen und diesen ins Gewissen reden. Offensichtlich benötigt die Greisin nicht die übermäßige Sorge, die ihr die Nachbarn geradezu aufdrängen.

    Soweit man auf dem Bild das erkennen kann, ist die betagte Dame noch recht rüstig und auch technisch (übergroßes Tastentelefon für Senioren, Notfallpiepser (?)) gut ausgerüstet, so daß sie bei auftretenden Problemen jederzeit Kontakt zur "Außenwelt" aufnehmen kann. Normalerweise zumindest ...

  3. #3
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    die Dame soll froh sein, das sie aufmerksame Nachbarn hat.
    Ist heutzutage nicht selbstverständlich

  4. #4
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    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Was bringt denn bitte die PZdazu über diesen Fall zu berichten???
    Offensichtlich fühlte sie sich mißverstanden. Sie wurde gegen ihren eigenen Willen in ein Krankenhaus überführt. Das geht - wie ich meine - bei einer mündigen Person überhaupt nicht. Jetzt es ist müßig, über ihre Wehwehchen zu spekulieren, das steht uns im übrigen auch in keinster Weise zu. Dennoch, ich bleibe dabei, ein eindeutiges "NEIN" zum Krankenhausaufenthalt bedeutet eben nichts anderes als "NEIN".

    Bezüglich der PZ bin ich der Meinung, an wen hätte sie sich bitteschön sonst wenden sollen, um ihren Unmut der breiten Öffentlichkeit auszudrücken als der meistgelesenen Tageszeitung der Region?

    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Bei einem fünftägigen Krankenhausaufenthalt scheint es jawohl durchaus gute Gründe für die Aufnahme gegeben zu haben, die womöglich auch der Gründe sind, warum die Dame den Aufenthalt nicht versteht und deshalb auch für überflüssig erachtet.
    Der Besuch eines Hausarztes hätte ebenso für Klarheit sorgen können, denn es war offensichtlich keine Gefahr in Verzug, was den gesundheitlichen Zustand der Seniorin anbetrifft.

    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Der Dame wurde geholfen und die Helfer werden ihrer Hilfe wegen beschuligt.
    Nochmal, die Einweisung einer mündigen Person erfolgte ohne deren Zustimmung. Die Aussage, wonach sie sowieso gesundheitlich etwas angeschlagen war, klingt für mich nicht mehr als der späte Rechtsfertigungsversuch dieser Maßnahme.

    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Was würde die Dame denn machen, wenn die Nachbarschaft nicht aufmerksam geworden wäre und eventuell notwendige Hilfe geholt hätte? Wenn sie noch könnte, würde sie diesen dann auch Vorwürfe machen, wegen unterlassener Hilfeleistung zum Beispiel???
    Nochmal, sie ist offensichtlich technisch derart gut ausgestattet, daß erforderliche Hilfe im Bedarfsfall binnen kürzester Zeit angefordert werden kann.

  5. #5
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    Nicht zu vergessen (verachten) sind die Kosten, die der Dame durch den KKH-Aufenthalt entstanden sein dürften.

    Als Sahnehäubchen fehlte noch, dass ihr auch die Kosten der Rettungsaktion aufs Auge gedrückt werden, was Gott verhüten möge.
    Aber das wäre dann doch des "Guten" zu viel.
    Wer immer noch arbeitet um reich zu werden,
    hat den Kapitalismus nicht verstanden.

    Natürlich halten auch Diebe und Wegelagerer ihre Tätigkeit für Arbeit.

    __________________________________
    ... und so mancher Beitrag ist (mir) keine Antwort wert.



  6. #6
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    @ diedreifragezeichen

    Das lasse ich jetzt einfach mal so unkommentiert stehen. Ich finde, Sie reagieren in dem Fall recht überemotional. Jetzt schlafen Sie mal eine Nacht drüber, dann lesen Sie sich Ihre Kommentare nochmals nüchtern durch. Lassen Sie dann dabei die rechtliche Situation nicht außer Acht.

  7. #7
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    Ich bin überrascht, was ihr aus diesem, quasi Einzeiler, von klim da alles raus lesen könnt^^.

  8. #8
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    Üblicherweise regt man sich über die Teilnahmslosigkeit der Nachbarn auf und kommentiert kopfschüttelnd die Tatsache, dass Verstorbene erst nach Monaten tot in ihrer Wohnung gefunden werden, weil niemand sich um sie gekümmert oder ihr Fehlen bemerkt hat.Deshalb war das Verhalten der Nachbarin richtig und anerkennenswert. Nun hat sich aber die Sorge als Irrtum herausgestellt und damit hätte die die Sache mit einem Fehleinsatz des Rettungsdienstes beendet sein können.

    Vermutlich war dem Rettungsdienst vor Ort auch klar , dass hier kein absoluter Notfall vorliegt. Aber konnten sie vor Ort in Minutenschnelle entscheiden , ob das Verhalten der schlaftrunkenen 89jährigen Seniorin als normal anzusehen ist oder konnte sich dahinter nicht doch ein leichter Schlaganfall verbergen?
    Desgleichen der aufnehmende Arzt im Krankenhaus. Er bekommt einen "Notfall" eingeliefert und ist verpflichtet, die Sache erst mal ernst nehmen. Offensichlich haben weiterführende Untersuchungen ergeben, dass Frau Julie W. doch den einen oder andern krankhaften Befund aufwies, dem nachzugehen ratsam schien. Natürlich mit 89 findet man bei jedem etwas .
    Man stelle sich vor der Rettungsdienst wäre einfach wieder abgezogen und Frau W. hätte man am Mittag des selben Tages halbseitengelähmt in ihrer Wohnung gefunden. Unterlassenen Hilfeleistung wäre da noch der geringste Vorwurf. Desgleichen der diensthabende Arzt. Man hätte ihm unterstellt in früher Morgenstunde einfach zu faul gewesen zu sein, die Sache näher abzuklären.
    Natürlich konnte Frau W. in jeder Phase des Geschehens ablehen Aber mit einem einfachen "ich geh da nicht mit" , oder "ich lasse mich nicht untersuchen", oder "ich bleib nicht im Krankenhaus" ist es da nicht getan. Da bedarf es ausführlicher Aufklärungen und einer rechtlich bindenden Unterschrift, die die Verantwortlichen vor späteren Vorwürfen schützt.
    Und warum ist das wohl so. Weil diejenigen, die alles ablehnen dann die ersten sind die Arzt und Rettungsdienst verklagen, wenn etwas übersehen wurde und ein gesundheitlicher Schaden eintritt

  9. #9
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    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Was bringt denn bitte die PZdazu über diesen Fall zu berichten??????
    ich wünsche mir, dass die Öffentlichkeit viel mehr dafür sensibilisiert würde,
    wie oft Menschen gegen ihren Willen, unter dem Deckmäntelchen der "Hilfe"
    irgendwo eingewiesen oder untergebracht werden;

    Zitat Zitat von diedreifragezeichen Beitrag anzeigen
    Nur weil eine ältere Dame nicht versteht, warum sie stationär behandelt und untersucht wurde, .....
    scheint es jawohl durchaus gute Gründe für die Aufnahme gegeben zu haben, die womöglich auch der Gründe sind, warum die Dame den Aufenthalt nicht versteht ?
    wenn es keine "ältere" Dame wäre, würden Sie das dann genauso sehen?

    Gründe finden sich immer irgendwelche;
    und wenn der Betreffende diese Gründe von sich weist, ist das mangelnde Einsicht und geradezu der Beweis dafür, das er Hilfe braucht; ein Teufelskreis;
    die Dame kann von Glück sagen, dass sie nicht direkt in die Psychiatrie gebracht wurde,
    dann wäre sie endgültig nicht mehr nachhause gekommen;

  10. #10
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    Zitat Zitat von Martha Rosentreter Beitrag anzeigen

    Anstelle der Seniorin würde ich mir die Nachbarn mal ordentlich zur Brust nehmen und diesen ins Gewissen reden. Offensichtlich benötigt die Greisin nicht die übermäßige Sorge, die ihr die Nachbarn geradezu aufdrängen.
    Gute Idee, dann holt in Zukunft niemand mehr Hilfe und wir bekommen anstatt solcher Klagen in der Zeitung solche Überschriften
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/...hnung-1.453367
    http://www.oe24.at/oesterreich/chron...hnung/21980382
    http://regionews.at/?set_ActivMenu=2...&News_ID=18785
    http://www.kleinezeitung.at/nachrich...um-hilfe.story
    nur mal als kleine Auswahl.
    einfach mal in einer Internetsuchmaschine die Stichworte "unentdeckt tot in Wohnung Fernseh lief noch eingeben" und dann man die Trefffer ansehen. Die Nachbarin hat richtig gehandelt, anscheinend (gut ist jetzt Spekulation weil es nicht direkt so im Text steht) war es ungewöhnlich das der Fernseh zu der zeit noch lief also machte die Frau sich sorgen. Beim nächsten mal wird dann wohl die Wohnung geöffnet wenn es zu spät ist weil sich die Nachbarn über den Gestank aus der Wohnung wundern während unten der Briefkasten überläuft. Einerseits wird die immer stärker werdende anonymisierung in Städten beklagt, die fehlende Zivilcourage, die Vereinsamung der Menschen, dann macht sich mal tatsächlich jemand um seine 89 Jährige Nachbarin (einem Alter in dem man durchaus mit dem Ableben einer Person rechnen kann und darf) sorgen und dann wird ihm Vorgeworfen er dränge sich auf. Darüber könnte ich mich echt grad Stundenlang und mit wachsender Begeisterung aufregen.
    Geändert von janmg (09.07.2011 um 07:24 Uhr)

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