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  1. #11
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    Zitat Zitat von Martha Rosentreter Beitrag anzeigen
    Haben Sie's auch schon mal umgekehrt probiert? Also die Stichworte "ohne Einwilligung/Zustimmung in das Krankenaus/in die Psychatrie verbracht". Die Treffer dürften um einiges höher ausfallen ...
    In dem Artikel steht was von einem seelsorgerischen Betreuer, warum braucht die Dame den? Kann es sein das sie doch etwas Hilfe bedürftiger ist als der Artikel so darstellt? Auch der Rettungsdienst transportiert nicht aus langeweile, kann aber auch nicht einfach davon laufen wenn z.b. zweifel in der Fähigkeit der Selbstversorgungsmöglichkeit besteht. Keiner von uns war bei diesem Einsatz dabei, kennt alle Umstände außer das was in dem Artikel steht, hat eine Anamnese, also eine Beurteilung aufgrund gegebener Umstände, gestellt. Aber spinnen wir den Fall doch mal anders, der Rettungsdienst hätte die Dame daheim gelassen und am nächsten Morgen wäre dann der Betreuer gekommen und sie wäre doch, wenn vielleicht auch nur Zufällig weil der Herr meinte es sei Zeit, tot in der Wohnung gelegen. Dann hätte der gute Herr mit Sicherheit auch die Mund ganz weit offen wie es sein kann das sich nicht richtig gekümmert worden ist. Und die Dame kam ins Krankenhaus, nicht in die Psychatrie. Und die haben dann auch gemeint es ist besser mal ein paar Tage zu beobachten. Fassen wir zusammen, Feuerwehr öffnet unnötig die Türe weil es so viel Spass macht, der Rettungsdienst meint dann "wenn wir schon mal da sind nehmen wir einfach mit (so was muss die Polizei dann auch mit tragen) und das Krankenhaus deckt das ganze durch einbehalt der Person. Klingt ein bisschen nach Verschwörungstheorie.

  2. #12
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    Allmählich wird es doch etwas ärgerlich.

    Es dürfte doch wohl Einigkeit darüber herrschen, dass Rettungsdienste und Krankenhäuser kein Interesse haben alte Menschen abzuführen und einzusperren. Deshalb sind kritische Anmerkungen in diese Richtung einfach lächerlich.

    Es dürfte doch auch klar sein dass alle Beteiligten in der guten Absicht agiert haben zu helfen.
    Das sollte man einfach anerkennen und nicht herum mäkeln, dass Hilfe in diesem Fall unangebracht war.

    Es ist offensichtlich, dass einige hier nicht verstehen, dass die alleinige Begründung mit der Willensfreiheit zwar in der Theorie richtig ist, in der Praxis aber zu kurz greift.

    Und die Praxis sieht aus: Wenn durch die Ablehnung der Hilfeleistung nun doch ein gesundheitlicher Schaden eintritt heisst es nicht etwa: selber schuld er/sie wollte es ja nicht anders. Nein es heisst sie als Rettungssanitäter, sie als Arzt konnten das besser einschätzen als der Patient, sie sind ihrer Verantwortung nicht gerecht gewoden und haben fahrlässig gehandelt indem sie dem Patienten einfach seinem Schicksal überliessen.

    Kommt Ihnen, liebe Kritiker, ein solches Gerichtsszeneraio tatsächlich so abwegig vor?

    Und wenn es nicht der Patient selber ist, der hier klagt, dann sicher seine Angehörigen, auch wenn sie sich nur einmal im Jahr um ihre Oma gekümmert haben.

    Und selbstvertändlich würden sich die Gleichen in diesem Forum über unterlassene Hilfeleistung und skandalöses Verhalten von Rettungsdienst und Krankenhäusern aufregen, die auch jetzt Kritik üben.

    Man kann es halt nie recht machen.
    Jetzt aber eine Diskussion vom Zaun zu brechen, als wären alte Menschen in stetiger Gefahr gegen ihren Willen in einer Nacht und Nebel Aktion in ein Krankenhaus verschleppt zu werden ist völlig abwegig und nicht weiter diskussionswürdig.

  3. #13
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    Im Land der Mitläufer und Weggucker gibt es immer noch Leute, die mal wenigstens zum Telefon greifen.
    Geht nicht.
    Nehme an, die wohlmeinende Nachbarin bekommt eine Klage an den Hals.
    Richtig wäre natürlich weggucken bis Verwesungsgeruch einen Grund zur Miietminderung liefert
    (Dimap 6.9.12) SONNTAGSFRAGE :
    37% CDU, 30% SPD, 13% Grüne,6% Piraten,4% FDP,6% SED
    Stundenlohn für Hartz-IV-Empfänger verdoppeln!

  4. #14
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    Zitat Zitat von Martha Rosentreter Beitrag anzeigen
    Nochmal, es gibt sogenannte Notfallpiepser, anhand deren die betroffene Person stündlich ein Signal empfängt, dieses gilt es abzustellen, damit der entsprechende Rettungs- oder Seniorenbetreuungsdienst weiß, es ist alles in Ordnung. Wenn sich die Seniorin also nicht stündlich meldet, wird der Rettungsdienst automatisch aktiviert. Insofern weiß ich nicht, was das soll, wenn hier ständig polemisch geschrieben, "Seniorin stundenlang, tagelang, wochenlang, monatelang hilfslos in der Wohnung, gestorben, verwest ...". Das ist m. E. Panikmache pur, soll ggf. unnötige Rettungseinsätze im Nachhinein rechtfertigen und ist deshalb in höchstem Maße unanständig und unter Umständen sogar moralisch verwerflich.

    Das ist sicherlich ein schmaler Grat über den wir hier reden. Dennoch müßten gerade die Angehörigen der Rettungsdienste dies eigentlich besser wissen.
    Das System was Sie meinen nennt sich Hausnotruf, der bietet zwar eine gewisse Sicherheit, muss aber aktiv benutzt werden. Also nicht wie Sie meinen passiv, haben also keine Totmanmelder die durch nicht stündliches Melden selbst alarmieren. Das bedeutet aber auch wenn die Frau gestürzt ist oder eben einen Schlaganfall erlitten hat oder aus anderen Gründen nicht mehr in der Lage ist diesen Alarm aktiv zu betätigen ist auch dieses System machtlos. Da kann es tatsächlich von großem Wert sein wenn wie hier die Nachbarn sich auch mal Sorgen machen wenn etwas entgegen den normalen Gewohnheiten läuft. Das hat mit Panikmache überhaupt gar nichts zu tun.

  5. #15
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    [QUOTE=ruul;88485?




    Man kann es halt nie recht machen.
    .[/QUOTE]

    Das ist schon wahr, aber in diesem Fall hatte die Frau, dem Bericht zufolge, keine Ahnung von der ihr unerwartet zukommenden Hilfeleistung.
    Sie war schlaftrunken und im Nachthemd, hatte keine Beschwerden und wollte (wahrscheinlich) in Ruhe gelassen werden.
    Natürlich hatte es die Nachbarin gutgemeint, daran besteht kein Zweifel!
    Jedoch sind alte Menschen halt oft einmal vergesslich. Wie aber ein anderer user schreibt, dass "gerade" die Weigerung ihre gesundheitliche Schwäche dokumentierte, ist schon ein bißchen weit hergeholt.
    Eine Telefonnummer ist übrigens auch schnell zur Hand wenn man Name und Adresse kennt. Bei vielen Notfällen, die ich schon miterlebt habe, war dies immer das Beste. (Natürlich, kann man auch klopfen, wenn man in der Nähe ist.)
    Umgekehrt habe ich schon einmal einen Fall erlebt, in welchem eine etwas verwirrte alte Dame die Polizei rief, weil sie eine grosse Pflanze hinter dem Vorhang eines Nachbarn, als täglichen "Spion" empfand. (was die Polzei erst bei einem Hausbesuch bei den ahnungslosen Leuten aufklären konnte)............!?!

    In Anbetracht der vielen alten Menschen unter uns, schadet diese Diskussion ganz sicher nicht. Das Interesse an der Beteiligung zeigt dies deutlich.
    Geändert von mailerin (09.07.2011 um 18:54 Uhr)

  6. #16
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    Also langsam wird mir die Diskussion hier etwas zu bunt. Ich weiß ja nicht was manche Menschen so für Vorstellungen haben welche Möglichkeiten Rettungsdienste, Feuerwehr bzw. Polizei haben um Kontaktmöglichkeiten zu schaffen damit man ja keinen Fehler macht.
    Zum einen. Hausnotrufe, hier gibt es in Pforzheim mehrere Anbieter (und somit mehrer Möglickeiten wo ein Schlüssel für den Notfall hinterlegt sein könnte) woher sollen die Leitstellen denn a) wissen das die Dame (die tatsächlich auf dem Bild solch einen Handsender trägt) überhaupt an ein solches System angeschlossen ist und b) bei welchem Anbieter. Mich würde aber interessieren welcher davon einen mit Totmanwarner hat bzw. wie das Nachts funktionieren soll wenn der Mensch der den Trägt schläft und sich somit weniger bewegt. Da bin ich mal auf Antworten gespannt, lasse mich aber gerne belehren. Beim DRK können wohl Meldezeiten vereinbart werden aber das wird wohl kaum stündlich sein, des weiteren ist bei diesem der Schlüssel
    Telefonnummer, heute ist längst nicht jeder mehr in einem öffentlichen Telefonverzeichniss registriert. Somit ist eine Recherche nach einer Nummer zwar denkbar aber unter Umständen auch Zeitaufwendig somit eigentliche nicht wirklich eine Option. Zumal gerade viele ältere Menschen auch auf Hörhilfen angewiesen sind die Nachts nicht im Ohr sind, man also auch davon ausgehen kann das sie das Telefon nicht hören, auch wenn es ihnen gut gehen sollte.
    Dann möchte ich dem geneigten Leser mal näher bringen wie so ein Notrufeingang abläuft, Fiktiv aber an realen Fällen orientiert:
    "XY Notruf" "Guten nabend hier ist die Frau Lieschen-Müller, Sie ich weiß auch nicht, aber ich glaub bei meiner Nachbarin der Frau Schulz stimmt was nicht" Wie meinen Sie das? "ha wisset se, jetzt isch zwölf Uhr und der Fernseher läuft bei derer immer no ond normalerweis geht die immer so um acht scho ins Bett" Haben Sie Ihre Nachbarin heute schon mal gesehen? "Ha noi, des is ja des ond wisset se de Fra is au scho etwas älter" Wie alt ist denn Ihre Nachbarin "ha, ah scho über 80" Wo wohnen Sie denn? "Muster Straße 112" War ihre Nachbarin in letzter Zeit irgendwie Krank? "Ha noi, aber bei derer kommt oinmol in de Woch de Pflegedienst und sieht nach dem rechten" Haben Sie bei der Frau Schulz mal geklingelt? "Hajo, aber die reagiert nedde" Okay, also es handelt sich um die Frau Schulz in der Muster Straße 112 wir schicken jemanden der nach dem rechten sieht, machen Sie sich bitte bemerkbar und öffnen Sie dann die Türe damit die ins Haus kommen. "isch recht mach i"
    Dann wird alarmiert und den jeweiligen anderen Leitstellen bescheid gegeben. Vor Ort wird dann die Frau Lieschen-Müller nochmals ähnliche Fragen gestellt und nochmals mehr als Lautstark gegen die Türe geklopft und geklingelt. Wenn der Rettungsdienst der erste ist wird das Klopfen und Klingeln weitergemacht, ist die Feuerwehr die erste wird paralell die Öffnung der Türe vorbereitet. Zunächst wird dann versucht die Türe ohne Gewalt bzw. Zerstörungsfrei zu öffnen gelingt dieses nicht wird der Zylinder angegangen (ich geh hier bewußt nicht auf technische Details ein) und erst wenn es nicht gelingt über den Zylinder die Türe zu öffnen werden noch schwerere Geschütze aufgetan. Das ganze geschieht bewußt nicht leise weil alle Beteiligten auch immer noch darauf hoffen das die Türe noch von selbst geöffnet wird, aber es wird konsequent weiter gemacht. Ist die die Türe offen wird nach der Person gerufen und die Räume durchsucht. Ist die Person dann gefunden wird es sich auch nicht einfach gemacht und die Dame mit allen Mitteln in den Rettungswagen gezwungen. Wenn möglich werden die Leute daheim gelassen, bestehen jedoch zweifel wird zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht. Unnötig wird dieses auch aus ganz banalen Gründen nicht geschehen, eine Einlieferung kostet Zeit und Nachts dürfen auch Rettungsdienstmitarbeiter sich in der Bereitschaftszeit aufs Ohr legen. Folglich wird es kaum ein Mitarbeiter der Rettungsdienstmitarbeiter anlegen unnötig auf den Beinen zu sein. Zudem sind Nachts weniger Rettungswagen verfügbar, Fehlbelegungen werden auch nicht leichtfertig riskiert. Wenn hier also eingeliefert wurde hatten die Mitarbeiter wohl handfeste Gründe. Ansonsten wird hier vier unabhängigen Dienstellen/Organisationen/Einrichtungen (Polizei und Feuerwehr/Rettungsdienst/Krankenhaus) kollektiver Rechtsbruch in Form von Freiheitsberaubung unterstellt. Und grad wenn man das nicht ganz spannungsfreie Verhältnis Rettungsdienst/Feuerwehr bedenkt währe das ein gefundenes Fressen für die Feuerwehr dem Rettungsdienst berechtigt an den Karren zu fahren.
    Geändert von Captain Jack is back (09.07.2011 um 21:46 Uhr)

  7. #17
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    Zitat Zitat von J.Bunsenbrenner Beitrag anzeigen
    Und die Dame kam ins Krankenhaus, nicht in die Psychatrie. Und die haben dann auch gemeint es ist besser mal ein paar Tage zu beobachten.
    warten Sie es ab!
    ich gebe der Dame maximal ein Jahr, dann ist sie in einem Heim oder sonstwo, jedenfalls nicht mehr in ihrer eigenen Wohnung;
    wer einmal in den Fokus der Helfer geraten ist, dem wird "geholfen", ob er will oder nicht;
    natürlich nur zu seinem eigenen Besten ;-(

  8. #18
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    Zitat Zitat von Captain Jack is back Beitrag anzeigen
    Fiktiv aber an realen Fällen orientiert:
    "XY Notruf" "Guten nabend hier ist die Frau Lieschen-Müller, Sie ich weiß auch nicht, aber ich glaub bei meiner Nachbarin der Frau Schulz stimmt was nicht" .
    das mag vielleicht, und auch nur vielleicht, noch angehen, wenn jemand schon unbedingt seine Blockwart-Mentalität ausleben muss;
    es war 5:00 morgens, Licht in der Küche (wow, wie kann man nur), die Dame verschlafen, wenn Sie da bei jedem die Polizei rufen...naja;

    Zitat Zitat von Captain Jack is back Beitrag anzeigen
    Ist die Person dann gefunden wird es sich auch nicht einfach gemacht und die Dame mit allen Mitteln in den Rettungswagen gezwungen.
    offenbar doch; sie hat klipp und klar gesagt, dass sie keine Hilfe braucht und auch keine Hilfe will;
    warum wird/wurde das nicht respektiert?

    wie sieht´s aus mit dem freien Willen eines mündigen Bürgers?
    schlecht, ganz schlecht sieht´s aus;

  9. #19
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    Zitat Zitat von pauka Beitrag anzeigen
    das mag vielleicht, und auch nur vielleicht, noch angehen, wenn jemand schon unbedingt seine Blockwart-Mentalität ausleben muss;
    es war 5:00 morgens, Licht in der Küche (wow, wie kann man nur), die Dame verschlafen, wenn Sie da bei jedem die Polizei rufen...naja;




    offenbar doch; sie hat klipp und klar gesagt, dass sie keine Hilfe braucht und auch keine Hilfe will;
    warum wird/wurde das nicht respektiert?

    wie sieht´s aus mit dem freien Willen eines mündigen Bürgers?
    schlecht, ganz schlecht sieht´s aus;
    Frau, alt und alleinstehend..... (womöglich noch Miniaturrente)? In der heutigen "Gutmenschen" Welt: "nein, danke!"

  10. #20
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    wer einmal in den Fokus der Helfer geraten ist, dem wird "geholfen", ob er will oder nicht;
    Genau, die warten dann nur noch eine günstige Gelegenheit ab, bevor sie zuschlagen.

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