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  1. #1
    Administrator
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    Standard Großbritannien bietet Gewalt die Stirn - Facebook-Verbot?

    Großbritannien will der Gewalt und Gesetzlosigkeit auf den Straßen die Stirn bieten. Premierminister David Cameron will prüfen, ob Soldaten die Polizei unterstützen können und Straftätern der Zugang zu Internetdiensten wie Twitter und Facebook verwehrt werden kann. Das sagte Cameron am Donnerstag bei einer Krisensitzung des britischen Parlaments.
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  2. #2
    Erfahrener Benutzer
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    Standard

    Ist es die falsche oder keine Erziehung? Ists das Internet und deren Kampfspiele? Was treibt Jugendliche nachts zu Terror im Herdenzwang?
    Politische Gründe werden es wohl nicht sein. Es sind eher die täglichen Ungerechtigkeiten, die diese Kinder auf der Strasse und Schule ungefiltert durchzustehen haben. In England und anderswo.
    Die Jugend, auf die wir alle bauen, revoltiert.
    Die Welt, in der sie leben wollen, muss neue Regeln schaffen; für Verbote ist es leider schon zu zu spät geworden!

  3. #3
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    Kann dem Herrn Cameron mal jemand erklären wie das Internet funktioniert?
    Frauen sind wie Elefanten,erschiesst man sie sind sie tot......

  4. #4
    Nicole vom Buckenberg
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    Der Herr sollte sich lieber mal Gedanken über die Ursachen machen. http://www.tagesschau.de/ausland/geuss100.html Nicht Facebook, Blackberry oder sonst was haben die Revolten ausgelöst sondern wohl eher ungelöste gesellschaftliche Probleme. Klar kann man man jetzt die Angesprochenen Dienste verbieten oder einschränken, löst das die Probleme aber Grundsätzlich? Für mich persönlich stellt sich der saubere Herr Cameron mit solchen Ideen auf eine Stufe mit den Saudis und Co. So was geht gar nicht in einer freien westlichen Gesellschaft.

  5. #5
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    "Die Zensur ist die schändlichere von zwei Schwestern. Die ältere heißt Inquisition. Die Zensur ist das lebendige Eingeständnis der Herrschenden, daß sie nur verdummte Sklaven treten, aber keine freien Völker regieren können." - Johann Nepomuk Nestroy, Freiheit in Krähwinkel
    Der Klügere gibt solange nach bis er der Dumme ist.

    Die Banken und die Liberalen sollen für IHRE Krise selbst bezahlen!

    «Die Tulpenzwiebel-Spekulationen sind in einer Art Fieber zustande gekommen, also im Zustand der Unzurechnungsfähigkeit. Bei Spielsucht ist aber nicht der Staat zuständig, sondern der Arzt.»
    Regierungserklärung der holländischen Regierung 1637 zur Tulpenzwiebel-Spekulationsblase

  6. #6
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    80

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    Die Unruhen haben verschiedene Auslöser und wenn Cameron jetzt sagt, dass er den Straftätern Facebook und Twitter "verbieten" will, dann kann er diese beiden Dienste in manchen Vierteln gleich komplett abschalten lassen.
    Es gibt einige Gründe, die jetzt in diesen Unruhen gegipfelt sind und für die Meisten davon kann die jetztige Regierung nichts.

    1. Die Mieten sind extrem hoch, vor allem im Süd-Osten Englands, selbst wenn ein Jugendlicher zu Hause ausziehen möchte geht das nicht so einfach. Die Wartelisten für Sozialwohnungen sind aber endlos lang. Auf diesen Listen rückt man aber dann weiter vor (oder hat überhaupt die Chance auf eine Sozialwohnung) wenn man ein Kind hat. Das Resultat sind viele Mütter, die eigentlich selbst noch nicht ganz erwachsen sind und sich größtenteils nicht wirklich um ihre Kinder kümmern.

    2. Sozialwohnungen sind größtenteils in den "Estates", Siedlungen, in denen eine Mietskaserne an der anderen steht. Dort geht es oft "rauher" zu als in anderen Gebieten und Leute die dort nicht wohnen sollten nicht unbedingt rumlaufen. Anhand der Adresse können potentielle Arbeitgeber sehen wo der Bewerber wohnt und da kann es schon vorkommen, dass die Bewerbung unter den Tisch fällt (aber das gibt es in Deutschland auch)

    3. Der vielfach angeführte "Neid". Die Jugendlichen möchten das haben, was andere auch haben. ABER: Sehr viele von denen haben Blackberrys, IPods, Playstation, Flachbildfernseher, Markenkleidung, etc.. Das kann ich also nicht ganz nach vollziehen. Außerdem muss ich sagen, wenn es wirklich der Neid wäre auf die "Reichen" warum haben dann bei den Krawallen Tottenham, Croydon, Peckham, Lewisham, Hackney, etc und nicht z. B. Mayfair, Kensington, Chelsea,... gebrannt und wurden geplündert? In den letzeren sind die wirklich teueren Geschäfte, Wohnungen und Häuser.

    4. Der erschossene Mann, der für mich nur der Funke war, der das Pulverfass entzündet hat

    Die Politik kann jetzt nur noch reagieren. Aber wie? Das muss man erstmal abwarten, denn Schnellschüsse bringen nichts und helfen niemandem.
    Ob wirklich zukünftig das Militär hinzugezogen wird, wage ich zu bezweifeln. Ich habe gelesen, dass dies zuletzt 1919 der Fall war, als die Polizei gestreikt hat. Anscheinend denkt man auch über den Einsatz von Wasserwerfern nach. Bis zu so einem Einsatz können aber 24 Stunden vergehen, weil es auf der ganzen Insel keinen einzigen Wasserwerfer gibt.

    Bis morgen sind erstmal noch 16000 Polizisten in London unterwegs, dann wird die Situation wieder neu bewertet und über eine weitere Verfahrensweise diskutiert und entschieden.

    Momentan ist es, wie schon in den letzten beiden Nächten ruhig, hoffen wir, dass es so bleibt.

  7. #7
    Nicole vom Buckenberg
    Gast

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    Zitat Zitat von FarAway Beitrag anzeigen
    Die Politik kann jetzt nur noch reagieren. Aber wie? Das muss man erstmal abwarten, denn Schnellschüsse bringen nichts und helfen niemandem.
    Ob wirklich zukünftig das Militär hinzugezogen wird, wage ich zu bezweifeln. Ich habe gelesen, dass dies zuletzt 1919 der Fall war, als die Polizei gestreikt hat. Anscheinend denkt man auch über den Einsatz von Wasserwerfern nach. Bis zu so einem Einsatz können aber 24 Stunden vergehen, weil es auf der ganzen Insel keinen einzigen Wasserwerfer gibt.
    Militär gegen das eigene Volk, einschränken von Informationswegen....man glaubt es kaum das sich hier eine westliche Regierung so äußert. Wasserwerfer jedoch lehnte /lehnt "In Großbritannien halten wir niemanden mit Wasserwerfern zurück", hatte Innenministerin Theresa May noch 24 Stunden zuvor erklärt. Stattdessen setze sie auf die Mitarbeit der Menschen vor Ort - so funktioniere britische Polizeiarbeit aus http://www.n-tv.de/politik/Drei-Tote...le4013891.html. man ab und will trotzdem an den 20% Kürzungen bei der Polizei festhalten. Welch Widersprüche.

  8. #8
    Nicole vom Buckenberg
    Gast

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    Steht das einschränken von diesen Diensten (und somit dem hohen Gut der Informationsfreiheit) in irgendeinem Verhältniss zum Nutzen? Nein! Die ganzen Despoten des Nahen Osten meine auch sie könnten sich so Probleme vom Hals halten, funktioniert hat es nicht und die westliche Welt hat sie dafür zu recht kritisiert. Und jetzt? Jetzt sind die Mittel die man bei anderen kritisiert einem selber recht. Wie erbärmlich. Ich wiederhole mich, nicht diese Dienst haben die Krawalle ausgelöst und deren Einschränkung wird die Ursachen nicht lösen und keine neuen Ausschreitungen verhindern.

  9. #9
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    Camerons Aussagen erinnern mich doch sehr an die von Mubarak.

    Kann die NATO bitte paar Kampfflugzeuge nach UK schicken?

  10. #10
    Nicole vom Buckenberg
    Gast

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    Zitat Zitat von Martha Rosentreter Beitrag anzeigen
    Welch ein Glück, dass wenigstens hier im PZ-Forum abweichende Meinungen vertreten werden können.
    Das gehört schließlich zum Wesen einer Demokratie.
    Vor allem ist aber zu begrüßen, dass manche Zeitgenossen die Wahrheit mit ihrem Standpunkt gepachtet haben. War bestimmt nicht günstig, die Pachtgebühr ...
    Offensichtlich kommen Sie wohl abweichenden Meinungen nicht zu recht und müssen deswegen diese ins lächerliche ziehen.

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