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Intelligente Technik:  Die neuen Haushaltsgeräte – hier  eines der Supertronic-Geräte von Miele, die mit Wärmepumpen-Technik arbeiten – sollen Energie sparen und die Umwelt schonen.
Intelligente Technik: Die neuen Haushaltsgeräte – hier eines der Supertronic-Geräte von Miele, die mit Wärmepumpen-Technik arbeiten – sollen Energie sparen und die Umwelt schonen.
© Miele

IFA: Umwelt schonen und Strom sparen

BERLIN. Strom, Wasser und Geld sparen: Die Hersteller von Haushaltsgeräten kehren bei der Funkausstellung IFA in Berlin von heute an ihre ökologische Seite heraus. Die weiße Ware bekommt einen grünen Anstrich.

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Strom und Wasser sparen war in den vergangenen Jahren das große Thema bei den Herstellern von Haushaltsgeräten. Wer dachte, dass es nicht mehr grüner wird, hat sich aber geirrt. Auf der IFA in Berlin zeigen Siemens und Bosch, Miele und Electrolux von 3. bis 8. September neue Geräte, die dank intelligenter Technik die Umwelt schonen sollen. Bevor Verbraucher sparen, müssen sie allerdings erstmal investieren – und billig sind die Geräte nicht gerade.

Mehr Waschgänge vermeiden

Bosch und Siemens rüsten die Waschmaschine i-Dos mit einem System aus, das die richtige Menge Flüssigwaschmittel bestimmt und aus einem Tank zieht. Die Überlegung: Weil Verbraucher oft zu viel Waschmittel nutzen, bildet sich mehr Schaum. Das bedeutet zusätzliche Waschgänge und somit mehr Wasserverbrauch. Das soll i-Dos verhindern. Das Gerät kommt im September für 1200 Euro in den Handel.

Auch Samsung hat sich über Waschmittel Gedanken gemacht. Der koreanische Hersteller zeigt eine Waschmaschine, die vor der eigentlichen Reinigung mit Düsen Schaum erzeugt. Dieser durchdringe Kleidung gleichmäßiger und tiefer. Dadurch sollen bereits Temperaturen ab 20 Grad ausreichen, um den Dreck wegzubekommen. Das spart nach Herstellerangaben nicht nur Strom, sondern soll auch besonders gründlich sein. Die WF-10724 kommt für rund 800 Euro in den Handel.

Miele setzt auf das Thema „smart grid“ – also die Möglichkeiten des intelligenten Stromnetzes, das auch in Deutschland entstehen soll. Die Idee dahinter: Informationstechnologie und flexible Tarife sollen Angebot und Nachfrage besser steuern. Wenn es etwa stürmisch ist und viel Strom aus Windkraftanlagen ins Netz fließt, kostet die Kilowattstunde weniger. Schlaue Geräte sollen darauf reagieren – und dann das Geschirr reinigen oder die Wäsche waschen. Hier setzt der Hersteller aus Gütersloh an: Eine Waschmaschine und ein Trockner sind bereit für das intelligente Netz. „SG ready“ steht auf dem Logo der Geräte, die Anfang 2011 auf den Markt kommen sollen. Über den PC können Verbraucher sie mit den aktuellen Stromtarifen füttern und zudem vorgeben, wann die Wäsche spätestens beendet sein soll. Die Waschmaschine kostet nach Miele-Angaben rund 2190 Euro, der Trockner 1480 Euro. Die Crux: Erst ab Anfang 2011 müssen die Stromanbieter Tarife anbieten, die einen Anreiz zum Energiesparen geben.

Ohnehin ist die Ökologie eines der großen IFA-Themen. Bosch ernennt eine seiner Waschmaschinen zum „Ressourcen-Spar-Weltmeister“, Electrolux schreibt dem AEG-Trockner Öko Lavatherm T 59880 einen „neuen Spar-Rekord“ zu. Und noch bevor die EU den Standard A+++ für Waschmaschinen und Geschirrspüler einführt, werben etliche Hersteller mit Geräten, die diese Vorgabe bereits jetzt erfüllen.

Rechner zum Vergleichen

Legt man Durchschnittszahlen der Deutschen Energie-Agentur (dena) zugrunde, spart eine aktuelle Waschmaschine gegenüber einem Gerät aus dem Jahr 2000 beispielsweise 19 Euro Strom- und 29 Euro Wasserkosten bei vier Wäschen pro Woche. Eine Kühl-Gefrierkombination der Effizienzklasse A++ senkt die Stromkosten um rund 40 Euro. Aber auch bei modernen Geräten bestehen große Unterschiede. Die dena bietet deswegen auf ihrer Website einen Rechner an, um den Verbrauch zu vergleichen.

Stromverbrauch vergleichen: www.stromeffizienz.de

Autor: Christof Kerkmann

Leserkommentare (2)

Mehr Kommentare
1
Informatiker | 14.09.2010 | 14:13

Ich bin mir immer noch nicht sicher ob man diesen großen Ankündigungen, die immer gemacht werden wirklich trauen darf. Was sollen die Hersteller schon anderes sagen als die sind ökologisch ganz super, leider sind die Produkte aber trotzdem noch immer sehr hungrig. Es sind halt nur kleine Verbesserungen, die aber den Preis für Wasser und Strom deshalb nicht gleich ins bodenlose fallen lassen. Beides wird immer noch sehr teuer und wird beispielsweise bei einem aktuellen Stromvergleich mit ...... mehr...

2
BadnerBube | 14.09.2010 | 14:34

Wäre es nicht sinnvoller die Geräte generell mit getrenntem Warm- und Kaltwasseranschluß auszurüsten ? Einzelne wenige haben das, aber man muß schon lange suchen bis man eines findet. Dann könnte das durch Sonnenenergie erwärmte Warmwasser verwendet werden und es müsste kein kaltes Wasser durch die Elektroheizung erwärmt werden. Wäre technisch eine relativ preiswerte Lösung, und spart sehr viel Energie ein. Sowohl bei Waschmaschine als auch beim Geschirrspüler. Denn wer kauft sich für über ...... mehr...

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