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Datum: 02.09.2010
Demonstration in Kabul gegen dänische Mohammed-Karikaturen (Archivbild): Nun wurden bei dänischen ISAF-Soldaten Dum-Dum-Geschosse gefunden.

Dänen mit Dum-Dum-Geschossen in Afghanistan

Kopenhagen (dpa) - Dänische Soldaten der internationalen ISAF-Truppe in Afghanistan haben sich auf eigene Faust mit weltweit geächteter Dum-Dum-Munition ausgerüstet. Die Militärführung in Kopenhagen bestätigte einen Bericht der Zeitung «Jyllands-Posten».

Darin hieß es, bei einem Offizier und zwei Unteroffizieren seien solche «Teilmantelgeschosse» für die Dienstpistolen gefunden worden.

Dum-Dum-Geschosse führen zu besonders schweren inneren Verletzungen, weil ihre Spitze sich beim Eindringen in einen Körper deformiert und innere Organe zerfetzt. Die Munition ist durch die Haager Landkriegsordnung für die Anwendung im Krieg verboten. Die drei dänischen Soldaten wurden nach dem Fund der Munition nach Hause geschickt und sollen vor ein Militärgericht gestellt werden.

Sie hätten die Patronen privat und illegal beschafft und nach bisherigem Kenntnisstand nicht eingesetzt, hieß es weiter. Man sei «zutiefst besorgt über den Vorfall, der dem guten Ruf der eigenen Streitkräfte schweren Schaden zugefügt hat», sagte ein Militärsprecher im Rundfunk. Dänemark hat gut 500 Soldaten im besonders heftig umkämpften Süden Afghanistans stationiert.

Eil +++ Highstreet: Grundsatz-Einigung über Karstadt-Mieten

Amsterdam (dpa) - Im Karstadt-Übernahmepoker haben die Highstreet- Gläubiger grundsätzlich den von Investor Nicolas Berggruen geforderten Mietsenkungen zugestimmt. Das bestätigte ein Highstreet- Sprecher auf dpa-Anfrage. Er betonte aber, dass noch nicht alle erforderlichen Unterschriften vorlägen. Wann diese folgen würden, sei noch unklar. mehr »

Pläne für höhere Tabaksteuer

Berlin (dpa) - Die Raucher sollen nach Überlegungen in der Unions- Fraktion die geplante Steuervereinfachung über höhere Tabaksteuern mitfinanzieren. Die Initiative gehe vom Parlamentskreis Mittelstand aus, dem mehr als die Hälfte der CDU/CSU-Abgeordneten angehörten. Das schreibt die Tageszeitung «Die Welt». Dessen Vizechef Christian von Stetten schlage vor, bei einem Packungspreis von 4,50 Euro in vier Schritten binnen vier Jahren jeweils zehn Cent aufzugeschlagen. Das wären dann zehn Prozent mehr als bisher. Die Firmen warnten aber vor Anhebungen um 20 Cent und mehr, weil dies den Absatz drücken würde. mehr »

Meistens Zustimmung für Bundesbank-Entscheidung zu Sarrazin

Berlin (dpa) - Die von der Bundesbank beantragte Entlassung ihres umstrittenen Vorstandsmitglieds Thilo Sarrazin ist in der Politik überwiegend auf Zustimmung gestoßen. Die Kanzlerin und CDU- Vorsitzende Angela Merkel ließ erklären, sie habe die unabhängige Entscheidung des Bundesbankvorstandes mit großem Respekt zur Kenntnis genommen. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel sprach von einer konsequenten Entscheidung. Grünen-Chefin Claudia Roth fand die Entlassung überfällig. mehr »

Erste Runde der Nahost-Gespräche beendet

Washington (dpa) - Die erste Runde der neuen direkten Nahost- Gespräche in Washington ist beendet. Das Auftakttreffen dauerte etwa 90 Minuten, sagte der US-Nahost-Gesandte George Mitchell im Anschluss an das Treffen im US-Außenministerium. Danach habe ein Gespräch zwischen zwischen Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas begonnen, das noch andauert. Die Nahost-Friedensverhandlungen werden am 14. und 15. September in der Region fortgesetzt. Danach soll es weitere Treffen im Zwei-Wochen- Rhythmus geben, sagte der US-Nahost-Gesandte George Mitchell. mehr »

Erneut Erdölplattform im Golf von Mexiko explodiert

Washington (dpa) - Erneut ist im Golf von Mexiko eine Erdölplattform explodiert und in Flammen aufgegangen. Nach Angaben der US-Küstenwache sind alle 13 dort beschäftigten Arbeiter in Sicherheit. Einer von ihnen sei verletzt worden. Schiffe, Flugzeuge und Helikopter seien unterwegs zur Unglücksstelle. Wie der Sender CNN berichtete, wurde auf der nun explodierten Plattform derzeit kein Öl gefördert. Im April war ebenfalls im Golf von Mexiko die Bohrinsel «Deepwater Horizon» explodiert und untergegangen.     mehr »

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