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TV-Kolumne PZ-zapp

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PZ-zapp: Doppel-"Tatort" von Til Schweiger doppelt peinliche Killerorgie

Das Gute vorweg. Helene Fischer spielte nur in der ersten Hälfte des Til-Schweiger-Doppel-„Tatorts“ mit. Dass die junge Fake-Blondine singen kann, wird vielfach behauptet. Aber es wird sich wohl kaum jemand finden, der ihr nach dem „Tatort“ schauspielerisches Talent bescheinigen möchte. Dieser steife, zum Glück dialog- und handlungsarme Kurzauftritt der bösen russischen Killerin zeigte, woran es dem Machwerk fehlte: an guten Schauspielern, die ganze Sätze sprechen (nicht nuscheln!) können, und an einem Drehbuch, in dem nicht auf jeder zweiten Seite nur „Bumm“, „Peng“, „Zisch“ oder „Boing“ steht. ... mehr

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PZ-zapp: "Tatort: Wer bin ich?" - nett angedacht, dann in den Sand gesetzt

Es dauerte eine Weile, bis ich mich im „Tatort: Wer bin ich?“ zurechtgefunden hatte. Dann machte es zunehmend Spaß, das Herumgezicke der „Tatort“-Diven am Filmset und die ganz persönlichen Macken der Sonntagabend-Krimihelden zwischen Starattitüde und Rollenbettelei zu erleben. Man musste sich zwar früh verabschieden vom Wunsch, einen spannenden Plot zu verfolgen, doch das Theater der Eitelkeiten bot den ein oder anderen Gag, ließ freche Anspielungen aufblitzen, konnte als kuriose Nabelschau gelten. Zumindest bis der nervige, deplatzierte, abtörnende Schluss einsetzte. ... mehr

Bekämpfen von nun an von Freiburg aus im "Tatort Schwarzwald" die Verbrecher: (von links) Hans-Jochen Wagner spielt Hauptkommissar Friedemann Berg, Eva Löbaum wird zur Hauptkommissarin Franziska Tobler und TV-Entertainer Harald Schmidt mimt den Vorgesetzten der beiden Kommissare.
Baden-Württemberg

Idee aus Bad Wildbad - Pforzheimer Schauspielerin im neuen "Schwarzwald-Tatort"

Die Entscheidung für ein neues „Tatort“-Team und dessen Einsatzort ist gefallen. Der SWR will jetzt regelmäßig im Schwarzwald ermitteln. Sitz der Kriminalpolizeidirektion ist Freiburg, wo TV-Entertainer Harald Schmidt als Kriminaloberrat Gernot Schöllhammer ein wachsames Auge auf das neue Ermittlerduo hat. Die frühere Schauspielerin am Theater Pforzheim, Eva Löbau, und Hans-Jochen Wagner werden als Kommissare Franziska Tobler und Friedemann Berg an unterschiedlichen Orten des Schwarzwalds auf Verbrecherjagd gehen - eine Idee des Bad Wildbader Bürgermeisters Klaus Mack. ... mehr

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PZ-zapp: Mäßiger Münchner "Tatort" zwischen Traumata und Suizid

Manchmal, so zeigt es der Münchner „Tatort: Einmal wirklich sterben“, kann das Überleben schlimmer als der Tod sein. Zum Beispiel wenn man die Tochter eines Mannes ist, der die Mutter und den kleinen Bruder tötet, dann die Waffe auf das Mädchen richtet, um sie doch noch laufen zu lassen, während der Rest der erschossenen Familie im Ehebett platziert wird. Der erweiterte Suizid des Mannes geht schief, der Vater überlebt. Seine Tochter zieht sich von allen und allem zurück. Für sie hat mit dem Überleben ein Alptraum zwischen Traumata und Flashbacks begonnen, zwischen der Flucht vor schmerzenden Tagträumen und vor verständnislosen Menschen. ... mehr

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PZ-zapp: "Tatort: Ätzend" aus Berlin – viel Verwesung, wenig Krimi

Ganz schön ätzend, der „Tatort: Ätzend“. Ich konnte mich noch so ungefähr an die Premiere derBerliner Ermittler Robert Karow (Mark Waschke) und Nina Rubin (Meret Becker) erinnern, an die Geschichte mit dem vertuschten Mord am früheren Karow-Kollegen, doch hatte ich bei der zweiten Folge immer das Gefühl, den roten Faden verloren zu haben oder unvermittelt und ohne Vorkenntnisse in einer späteren Folge eines Krimi-Vierteilers gelandet zu sein. So wird das nichts mit der Erneuerung des „Tatorts“ aus der Bundeshauptstadt. ... mehr

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PZ-zapp: „Tatort: Côte d'Azur“ - so macht der Bodensee-Krimi Spaß

Dauerhaft gute Noten haben die „Tatort“-Krimis vom Bodensee bei mir nie bekommen, doch in ihrem drittletzten Fall überzeugen die Kommissare Blum (Eva Mattes) und Perlmann (Sebastian Bezzel). Auch wenn die ersten Minuten des „Tatort: Côte d'Azur“ wie ein billiges Horrormovie aus der Resteecke einer Videothek aus alten VHS-Tagen anmuten, in dem der Killer im Weihnachtsmannkostüm seine Kettensäge verlegt hat, so steigert sich die Mördersuche im Säufer- und Junkie-Milieu ganz schnell zu einem spannenden Stück um mittellose, alkoholabhängige Menschen am Rande der Gesellschaft, die dennoch ihre Würde behalten haben. ... mehr

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PZ-zapp: Ein Stuttgarter Rache-"Tatort" zum Vergessen

Nicht jeder gute Fernsehkrimi muss unbedingt immer haarscharf die Realität abbilden. Nicht immer muss alles plausibel oder logisch sein. Hauptsache spannend. Aber der „Tatort: Der Preis des Lebens“ aus Stuttgart war mir dann doch zu sehr an den Haaren herbeigezogen und zu sehr konstruiert, dass am Ende nichts mehr authentisch wirkte und die Spannung auch irgendwo zwischen den Ungereimtheiten und falschen Gefühlen verloren ging. ... mehr

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PZ-zapp: "Tatort: Der Inder" rückt S21 ins Rampenlicht - OB Kuhn reagiert

Stau in Stuttgart. Die Straße ist von einer Menschenmenge blockiert, die Demonstranten sind wütend. Sie halten Schilder mit der durchgestrichenen Aufschrift «Stuttgart 21» hoch. Kommissar Thorsten Lannert (Richy Müller) ist mit seinem braunen Porsche mitten in die Demonstration reingefahren. Warum zerreißt das Bauprojekt Stuttgart 21 die Gesellschaft der baden-württembergischen Landeshauptstadt derart? Diese Frage lässt die Kommissare Lannert und Sebastian Bootz im 16. Fall des Stuttgarter ARD-«Tatorts» mit dem Titel «Der Inder» nicht los. ... mehr

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PZ-zapp zum "Tatort: Erkläre Chimäre": Boerne und Thiel in Homo-Ehe auf Zeit

Sie sind schon länger verheiratet? Und sie verbringen den Sonntagabend mit Ihrem Ehepartner vor dem Fernseher? Dann wird Ihnen das Frotzeln und Zanken des skurrilen „Tatort“-Pärchens Boerne und Thiel bekannt vorkommen. Beide erinnern mich an ein altes Ehepaar – und im neuen „Tatort: Erkläre Chimäre“ müssen der Rechtsmediziner und der Kriminalhauptkommissar auch ein Paar spielen. Das ist ja zuweilen ganz nett, aber den Krimi macht das auch nicht richtig spannend. ... mehr

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PZ-zapp: Neuer Frankfurter "Tatort: Kälter als der Tod" mit gutem Einstand

Jede Familie hat so ihre Geheimnisse und ihre schwarzen Schafe. Aber im neuen Frankfurter „Tatort: Kälter als der Tod“ mit dem neuen Ermittlerteam Anna Janneke (Margarita Broich) und Paul Brix (Wolfram Koch) wird uns eine extreme Familiengeschichte serviert, in der Kindesmissbrauch, Mord und jede Menge Lügen und dunkle Geschichten der Normalfall zu sein scheinen. Kein Wunder, das Vater, Mutter und Sohn erschossen und die Tochter verschleppt werden. ... mehr

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PZ-zapp: Rasante Premiere der neuen Berliner "Tatort"-Ermittler

Viele Bilder, viele schnelle Schnitte, viel Blut, viel Grauen, viel angefangene Nebengeschichten – der „Tatort: Das Muli“ fordert die volle Konzentration. Das muss man aushalten können, dafür aber wird man mit einem spannenden Krimi aus Berlin belohnt, der so hektisch und so radikal wie die Hauptstadt ist. ... mehr

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PZ-zapp: Müder "Tatort" mit fader Simone Thomalla

Ein von obskuren Rache- und Sühnephantasien getriebener Ex-Häftling schlachtet seine Familie ab und bringt dabei durch perfide Methoden andere als Täter in Verdacht. Und am Ende will er selbst als Opfer für seine Jahre zurückliegende Untat getötet werden. Blut spritzt reichlich, doch mitreißend wirkt dieser vorletzte „Tatort“ aus Leipzig nicht. Die Ermittler Saalfeld (Simone Thomalla) und Keppler (Martin Wuttke) zeigen keinerlei Regungen – die eine, weil sie es nicht kann, der andere, weil er nicht mehr will. ... mehr

So schön liegen Leichen im Fürstenbad. Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Facebookseite „Schwarzwald-TATORT“, auf der Bürgermeister Klaus Mack für Bad Wildbad als zukünftige „Tatort“-Stadt wirbt. Foto: Screenshot Facebookseite Schwarzwald-TATORT
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Für schaurig-schöne Morde: Der Nordschwarzwald sucht „Tatorte“

Pforzheim im Fadenkreuz? Bislang sind es nur die blauen Augen von Ex-Schauspieler Horst Lettenmeyer, die Sonntagabends in der ARD im Fadenkreuz des legendären „Tatort“-Vorspanns zu sehen sind. Danach wird man zu schaurigen Plätzen in München (92- mal), Hamburg (81-mal) oder Berlin (74-mal) geführt, zu Leichenfundorten in Villen oder Blutlachen in Abbruchhäusern. Pforzheim scheint das nicht zu bieten, denn hier mussten noch keine „Tatort“-Kommissare ermitteln. ... mehr

Sebastian Marka, aufgewachsen in Königsbach-Stein, hat sich seinen Traum vom Filmemachen erfüllt. Als Regisseur hat der 36-Jährige die Frankfurter „Tatort“-Kommissare vor der Kamera. Foto: Agentur Lux
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„Tatort“-Regisseur Sebastian Marka kommt aus Königsbach-Stein

Die Leidenschaft für den Film hatte Sebastian Marka schon erwischt, als er noch Schüler am Lise-Meitner-Gymnasium in Königsbach war. Und er war nicht alleine. In der Oberstufe tüftelte er mit Tobias Lindörfer, Marc Teuscher und Andreas Fieser den Gangster-Kurzfilm „Da Capo“ aus. Kurz nach dem Abitur 1998 lief der Streifen im Kommunalen Kino in Pforzheim. Das nächste Werk der vier, „Die Amateure“, wurde dort ein Jahr später gezeigt – und erzählte mit viel Witz vom steinigen Weg ins Filmgeschäft. Die beste Pointe daran: Alle vier haben diesen Weg geschafft. ... mehr

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PZ-zapp: Starker Agenten-"Tatort" mit Wiener Schmäh und Überraschungen

Das können nur die Österreicher: Iranische Atomspezialisten und Diplomaten so dekorativ aus einem Hotelfenster auf einen alten Mercedes fliegen lassen, dass man trotz der blutigen Tat ein wenig schmunzeln muss. Und wenn die Pathologin im „Tatort: Deckname Kidon“ an der Leiche zupft und die Schönheit des alten Taxis preist, dann weiß man, dass hier in Wien ermittelt wird. Mit einer gesunden Portion Schmäh und grimmigem Humor, den Bibi Fellner (Adele Neuhauser) und Moritz Eisner (Harald Krassnitzer) zu einem grandiosen Duo wachsen ließen. ... mehr

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PZ-zapp: Genialer, lustvoller, total abgedrehter "Tatort" aus Weimar

Es musste erst das Jahr 2015 anbrechen, um mal wieder einen richtigen guten, weil witzig-abgedrehten „Tatort“ sehen zu können. 2014 wurde mit zwei unbefriedigenden Krimis aus Saarbrücken (Stellbrink) und aus München (Batic und Leitmayr) beendet. Das ganze Maß an Befriedigung servierten dagegen Christian Ulmen und Nora Tschirner im „Tatort: Der irre Iwan“ aus Weimar mit einer lustvoll spannenden Geschichte zwischen Frauentausch, Swinger-Club und Ehegrusel. ... mehr

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PZ-zapp: Seelenloses Jugend-forscht-Ermittlertrio im "Tatort" aus Erfurt

Ich werde wohl so schnell kein Freund der „Tatort“-Nachwuchstruppe aus Erfurt. Die Jugend-forscht-Abteilung der Sonntagabend-Ermittler versprüht den Billig-Kulissen-Charme der RTL-Seifenoper „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ und spielt so geschniegelt und keimfrei, dass alles im „Tatort: Der Maulwurf“ unecht und leblos wirkt. ... mehr

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"Tatort" mit Wotan Wilke Möhring: Flüchtlingsdrama nicht in Schwarzweiß

„Sie haben den Krieg hierher geholt“, sagt Kommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) zu einer Frau, die Rache an einem Killer-Arzt aus einem Folterzentrum des Diktators Assad nehmen wollte. Syrien liegt weit weg, einige wenige Flüchtlinge finden den Weg nach Deutschland, aber wer weiß schon, in welcher Todesangst die Menschen dort leben müssen. Nach dem "Tatort: Die Feigheit des Löwen" wissen wir auch nicht wirklich mehr darüber, aber wir haben das Gefühl gewonnen, dass es uns vielleicht doch etwas angehen könnte. ... mehr

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PZ-zapp: Spannender Stuttgarter "Tatort" überzeugt auf klassische Art

Es ist nicht lustig, ein Polizist zu sein. "Mit einem Bein steht man im Gefängnis, mit dem anderen auf dem Friedhof", sagt Kommissar Lannert (Richy Müller) im Stuttgarter "Tatort: Eine Frage des Gewissens". Er muss nach einem finalen Rettungsschuss bei einer Geiselnahme in einem Supermarkt eine Anhörung erdulden, bei der sein Kollege Bootz (Felix Klare) für ihn lügt. Und dann wird es auf gute, alte „Tatort“-Art richtig spannend. ... mehr

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PZ-zapp: Genialer Abschied von Ermittler Stark im "Tatort: Vielleicht"

Was für ein grandioser Abgang. Ob das der RBB als verantwortlicher Sender mit dem Rauswurf des Duos Ritter/Stark so vorhergesehen hat? Während die Cowboystiefel von Kommissar Till Ritter (Dominic Raacke) einfach sang- und klanglos von der Mattscheibe verschwunden sind, durfte Boris Aljinovic als Kommissar Felix Stark einen eindrucksvollen Abschied feiern und mit „Tatort: Vielleicht“ einen neuen Meilenstein setzen. Wo sonst der Realismus in all seinen bundesrepublikanischen Facetten dominiert, ist nun erstaunlich souverän das Übersinnliche eingezogen. ... mehr

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PZ-zapp: Total fertige Lena Odenthal überzeugt in "Tatort: Blackout"

Auweia. Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) bekommt im „Tatort: Blackout“ Prügel von allen Seiten. Ihr sieht man die Einsamkeit an, dass sie bei den Männern „zu kurz gekommen ist“ und „keinen abbekommen“ hat, dass sie keine Freunde hat, dass ihre Erfahrung nur ein Folge des fortgeschrittenen Alters ist. Die dienstälteste Ermittlerin der „Tatort“-Reihe findet keinen Schlaf, hat einen Kreislaufkollaps und sieht fertig aus – und das ausgerechnet bei ihrem Doppeljubiläum: 60 Filme in 25 Jahren „Tatort“. ... mehr

Der doppelte Holger Wessinger - einmal lebendig (rechts), einmal tot (links, auf dem Boden liegend). Den Tod des Chorsängers am Theater Pforzheim und Grunbacher "Baliederle"-Regisseurs im "Tatort: Blackout" ermittelt Lena Odenthal, gespielt von Ulrike Folkerts (linkes Bild, Mitte).
Pforzheim

Chorsänger am Theater Pforzheim ermordet: Odenthal klärt Fall

Holger Wessinger, der am Theater Pforzheim ab und zu den Chor verstärkt, ist ermordet worden. Der Baiersbronner Einzelhändler, der nebenberuflich auch bei der Theatergruppe der Grunbacher „Baliederle“ Regie führt und spielt, wurde mit K.o.-Tropfen betäubt und in sexuell erniedrigender Situation zurückgelassen. Dass sich die Trauer um ihn in Grenzen hält, hängt mit der Ludwigshafener Hauptkommissarin Lena Odenthal zusammen. Die hat nämlich den Mordfall in nicht einmal 90 Minuten aufgeklärt. ... mehr

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"Polizeiruf 110" - ein Füllhorn an Klischees aus dem Amigo-Land

Das gibt es doch nur in Bayern, wo der bis zur Selbstparodie arrogante alte Adel in den neuen Hightech-Megaunternehmen das Regime führt, wo in der Trachtenjacke ein heimatverbackenes Rund-um-den-Kirchturm-Gefühl serviert und sich dann im edlen Maßanzug ungeniert an den fernen Fleischtöpfen der verhassten, weil aus der Fremde dreinredenden EU bedient wird. Und wenn solch ein blau- wie kaltblütiger Ökonomiezocker auch noch gut aussieht, kann er im Amigo-Land als CSU-Mitglied in die höchsten Kreise der Macht aufsteigen. So weit so richtig. Doch was sich daraus im „Polizeiruf 110: Smoke on the Water“ entwickelte, war dann doch zu viel Klischee und zu viel Weltverschwörung ... mehr

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PZ-zapp: "Tatort: Im Schmerz geboren" – großes Theater, großes Kino

Ganz großes Theater. Ganz großes Kino. William Shakespeares blutig-düstere Familienabgründe treffen auf Quentin Tarantinos Blutspritzorgien, Duelle aus Westernklassikern wie „High Noon“ oder Sergio-Leone-Streifen konkurrieren mit irren Killerfiguren à la „Pulp Fiction“. Wer den „Tatort: Im Schmerz geboren“ nicht sehen konnte, muss das schleunigst nachholen, um in den nächsten Tagen mitreden zu können, denn dieser Sonntagabendkrimi sorgt lange für Gesprächsstoff, weil er alles in den Schatten stellt, was zuletzt unter dem Etikett „Tatort“ gezeigt wurde. ... mehr

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PZ-zapp: Liebestoller, aber spannungsarmer Kölner "Tatort: Wahre Liebe"

Was macht eine gute Beziehung aus? „Meine Frau und ich schlafen zum Beispiel beide gerne bei offenem Fenster“, erklärt Kriminalhauptkommissar Freddy Schenk (Dietmar Bär) seinem Ermittlerkollegen Max Ballauf (Klaus J. Behrendt). So einfach ist das mit der wahren Liebe. Doch wie findet man sie? Heutzutage wird sie vom Computer eines Dating-Portals berechnet. Dass das nicht immer funktioniert, zeigt der Kölner „Tatort: Wahre Liebe“. ... mehr

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PZ-zapp: Guter "Tatort" aus Münster, aber ohne tiefschwarzen Humor

Professor Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Thiel (Axel Prahl) haben bei mir schon immer einen Bonus gehabt. Ich liebe diese Mischung aus Spannung und Komik, die in den letzten „Tatort“-Folgen aus Münster mit einem tiefschwarzen, ins Groteske reichenden Humor überzeugt hat. An diesem Sonntag jedoch blieb das Schmunzeln und Mitfiebern eher auf ein gehobenes Mittelmaß beschränkt. Der "Tatort: Mord ist die beste Medizin" war gut und spannend, aber er wirkte stellenweise etwas bieder und hüftsteif. ... mehr

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PZ-zapp: "Tatort: Der Wüstensohn" - darf's ein Klischee mehr sein?

Es ist ja nicht das erste Mal, dass ich an dieser Stelle bekenne, dass ich kein Freund der Münchner „Tatort“-Kommissare bin. Zu oft wirkten sie pomadig, spaßlos, unlocker, passend zur weiß-grauen Haarpracht und der minimalistischen Mimik. Doch im „Tatort: Der Wüstensohn“ zeigte sich das Duo von seiner lebhafteren, emotionaleren, frecheren Seite. Gut so. Leider glitt der Plot zu oft in eine mit Klischees jonglierende Groteske ab. ... mehr

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PZ-zapp: Deprimierende Polizeiarbeit im Schweizer "Tatort: Verfolgt"

Dass die Schweizer „Tatort“-Ermittler Flückiger (Stefan Gubser) und Ritschard (Delia Mayer) stets mit Leichenbittermiene in einem permanent trüben, farblosen Luzern ermitteln, mag ein Kunstgriff der Regie sein, ein Markenzeichen, das den Weltschmerz der beiden angesichts des alltäglichen Bösen spiegelt. Aber seit dem packenden Finanzdrama „Tatort: Verfolgt“ wissen wir, dass sie einfach nur depressiv sind, weil ihr Job zuweilen so niederschmetternd sinnlos sein kann. Etwa wenn sie die Bösen gefunden haben, diese aber ihr ach so ehrenwertes Leben einfach weiterführen können. ... mehr

Mit dem "Tatort: Paradies" eröffneten die österreichischen Ermittler Eisner (Harald Krassnitzer) und Fellner (Adele Neuhauser) den Reigen neuer "Tatort"-Folgen nach der viel zu langen Sommerpause. Besonders Adele Neuhauser konnte in der eher mäßigen Geschichte wunderbare Akzente setzen.
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PZ-zapp: "Tatort: Paradies" beendet Sonntagabendkrimi-Sommerpause

Jetzt ist klar, was die vorangegangenen Sonntagabende so unbefriedigend auf der Couch gemacht hat. Wer will schon am letzten stressfreien Tag der Woche voller Vorfreude in die Flimmerkiste starren, wenn er weiß, dass es noch keine neuen „Tatort“-Folgen zu sehen gibt? Und wer will schon montags mit den Kollegen über Filme diskutieren, wenn es nichts über den neuen ARD-Sonntagabendkrimi zu loben oder zu lästern gibt? Diese Leidenszeit namens „Tatort-Sommerpause“ ist nun vorbei. Die Österreicher machten mit "Tatort: Paradies" den Anfang. ... mehr

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PZ-zapp: "Tatort: Geburtstagkind" beendet Sommerpause

Endlich. Die „Tatort“-Sommerpause ist vorbei. Aber muss deshalb gleich ein Schweizer Mörderspiel mit den manisch humorlosen eidgenössischen Ermittlern zum Start der zweiten Sonntagskrimi-Halbzeit laufen? Der nebelgraue "Tatort: Geburtstagskind" aus dem ungemütlich trist wirkenden Luzern hat vom Wetter her zum regenwolkentrüben Sonntag in Pforzheim gepasst. Humor? Fehlanzeige. Blutige Action? Null. Aber dafür reichlich Spannung. ... mehr