26. Juli 2013

Bayreuth-Eröffnung live auf der Pforzheimer Kino-Leinwand

Pforzheim. Zeitungen werden heutzutage als E-Paper gelesen, Schüler kommunizieren mit ihren Lehrern im World Wide Web und Opernpremieren kommen via Internet in unsere Kinos. Im PforzheimerRex-Filmtheater war die Eröffnung der Bayreuther Festspiele mit dem „Fliegenden Holländer“ auf diesem Wege live zu erleben. Gut 50 Besucher waren gekommen, freuten sich über den festlichen Empfang mit einer liebenswürdigen Hostess, die Sekt und Orangensaft zur Begrüßung servierte.

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Einige waren sommerlich leger gekleidet, andere bevorzugten (den Anlass würdigende) elegante Kleidung. Eine ältere Dame hatte sogar ihr eindrucksvolles Festspiel-Outfit angezogen und ihr feines Abendtäschchen bei sich, trug aber in der anderen Hand eine große Popcorn-Tüte in den Kinosaal. Später, als auf der Leinwand der Festspielhaus-Zuschauerraum zu sehen war, zeigte eine Dame mit dem Finger: Dort bin ich gesessen. Und der Herr neben ihr meinte: Die Kinosessel hier sind aber bequemer als die Klappstühle in Bayreuth.

Zusätzlich zur „Holländer“-Live-Übertragung präsentierte Festspielleiterin Katharina Wagners Medien-GmbH ein einstündiges Vorprogramm. Moderator Axel Brüggemann und der Bayreuth-erfahrene Opernsänger Klaus Florian Vogt ließen die Kino-Besucher hinter den noch verschlossenen Vorhang schauen, führten Gespräche mit Akteuren oder zeigten Promis auf dem roten Teppich. Der Musikalische Leiter Christian Thielemann erläuterte im Orchestergraben, dass er schon beim ersten Takt an das Ende der Oper denke und so einen Bogen über das Werk schlagen könne. In seiner Garderobe erzählte Daland-Darsteller Franz-Josef Selig, wie er sich vorbereitet: „Am Morgen suche ich meine Stimme, huste den Schleim von den Stimmbändern, singe eine Stunde und gehe meinen Part durch, esse Pasta und bin ansonsten ganz bei der Musik“.

Gleich drei Dirigenten

Chorleiter Eberhard Friedrich berichtete aus der Aufführungspraxis. Wegen der komplizierten Sicht- und Akustikverhältnisse auf der Festspielbühne dirigieren von den Seiten zwei Dirigenten die Chöre, die Thielemann in seiner speziellen Orchester-Muschel nicht sehen und sich nur über Bildschirm-Monitore verständigen können. Dann endlich können die Pforzheimer Kinobesucher in Großaufnahmen und ganz aus der Nähe die Protagonisten erleben und Wagners Musik genießen. Eckehard Uhlig

26.07.2013
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