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„Die Leute sollen schmunzeln“, sagt Künstlerin Susanne Boerner über ihre Werke.  Picker
„Die Leute sollen schmunzeln“, sagt Künstlerin Susanne Boerner über ihre Werke. Picker
21.03.2017

Brüssel enthüllt Statuen anlässlich der Römischen Verträge

Brüssel. Witz und Farbe kann das graue Brüsseler Europaviertel gut vertragen. Eine Künstlerin aus dem Westerwald bringt beides. 13 „European Citizens“ („Europäische Bürger“) aus Metall und Ton hat Susanne Boerner aus Ransbach-Baumbach in Rheinland-Pfalz entworfen. Am Montag sind die Skulpturen zum 60. Jahrestag der Römischen Verträge am 25. März eingeweiht worden.

Direkt vor dem Sitz der Europäischen Kommission stehen die Figuren, mit ihren Körpern aus verrostetem Metall, den tönernen Köpfen – bunt, individuell und mit einem Hauch Humor. Eine Figur hat lilafarbene Haare, die andere einen Vogel auf dem Kopf – „die Leute sollen schmunzeln, wenn sie vorbeigehen“, sagt Boerner. „Die Welt ist so hart, das ignoriere ich einfach.“

Der kleine Platz, um den die „European Citizens“ platziert wurden, könnte kaum passender sein: Er ist benannt nach dem Franzosen Jean Monnet, einem der Gründerväter der europäischen Einigung.

Der Freiheitsgedanke der EU war Boerner beim Gestalten ihrer abstrakt gehaltenen männlichen und weiblichen Figuren besonders wichtig. „Sie dürfen zeigen, was sie sind, ohne Angst zu haben. Es sind freie Menschen“, sagt die 56-Jährige. Mit der Unterzeichnung der Römischen Verträge legten sechs Staaten dafür 1957 einen Grundstein. Aus der damals gegründeten Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) entstand später die EU mit ihren mittlerweile (noch) 28 Ländern.

Der Auftrag sei kurz nach der Frankfurter Messe „Ambiente“ im Februar 2016 gekommen, erinnert sich Boerner. Dann habe es Kontakt mit Brüssel gegeben.