

PFORZHEIM. Nach seinem musikalischen Debüt mit der Produktion „Out of Window“ im Mai 2006 hat das Pforzheimer Trio „Windowwalkers“ unlängst mit der CD „Black And Light“ sein neuestes Werk vorgelegt. Insgesamt neun Titel mit insgesamt rund 36 Minuten Spielzeit finden sich auf dem aktuellen Longplayer, der von Fabian Pöhm, Daniel Weisser und Simon Mager zunächst in einer Auflage von 500 Exemplaren produziert wurde und darüber hinaus über Musik-Shops als MP3-Download im Internet erhältlich ist.
„Wir haben direkt nach der ersten Produktion mit dem neuen Album begonnen“, so Fabian Pöhm. Innerhalb von zwei Jahren waren die Songs eingespielt – die Postproduktion und die Herstellung der CDs samt Artwork haben weitere zwölf Monate in Beschlag genommen.
„Unsere erste Produktion ist vor allem in den USA und in England gut angekommen“, berichtet Daniel Weisser. Ausschließlich über Internetshops wurden die elektronischen Klänge damals weltweit vertrieben, eine CD gab es nicht. „Für das zweite Projekt hatten wir uns aber vorgenommen, auch eine CD herzustellen“, erklärt Simon Mager, froh darüber, das zweite Projekt inzwischen abgeschlossen zu haben. „Denn wir wollten eigentlich viel schneller und damit früher fertig sein“, verrät er.
Ihre Musik siedeln die drei Pforzheimer Instrumentalisten im Alter zwischen 23 und 32 Jahren stilistisch zwischen Indieelektronica und Elektroakustik an. „Wir haben alle Sounds selber erzeugt oder eingespielt“, erklärt das Trio, vergisst aber auch nicht die Gastmusiker zu erwähnen. So hat Leonhard Spies bei dem Titel „Moment“, der den Abschluss des musikalischen Reigens bildet, Gitarre gespielt. Sophia Henning hat indes bei dem Track „Regenmacher“ für die harmonischen Celloklänge gesorgt. Besonders stolz sind die drei Musiker aber auf die Unterstützung durch Sängerin Faira Julien alias Sophia Spies. Die gerade mal 17-jährige Sängerin hat der Formation für das Stück „Winde“ ihre Stimme geliehen. Mehr noch: Durch Mitwirkung der jungen Sängerin wurde Regisseur Murat Yeginer vom Pforzheimer Stadttheater auf „Win- dowwalkers“ aufmerksam. Bei den Vorbereitungen zur Theaterproduktion von Shakespeares Macbeth stieß er auf die CD des Dreiers und war von den Klängen so sehr begeistert, dass er die Formation verpflichtete, die Theaterproduktion (die PZ berichtete) musikalisch zu untermalen. „Das war eine besondere Herausforderung und hat viel Spaß gemacht“, erklärt Daniel Weisser. Durch die Teilnahme an den Proben haben die Musiker den Charakter des Theaterstücks kennengelernt und passend dazu die Musik geschrieben. Auch die Komposition „Winde“ vom jüngsten Album fand in geringfügiger Abwandlung Eingang in die Aufführung und ist nun regelmäßig in dem Pforzheimer Musentempel zu hören.
Entstanden ist die Musik zu der Pforzheimer Theaterproduktion wie der Sound, den die drei ursprünglich aus dem HipHop kommenden Musiker Mager, Pöhm und Weisser auf der CD „Black And Light“ für die Ewigkeit festgehalten haben. „Wir haben Klänge konstruiert, Sounds gesammelt und gesampelt und dann zu sphärischen Klängen zusammengefügt“, erklären sie. Zusätzlich erforderliche Instrumente wurden ebenfalls weitgehend selbst eingespielt.
Nachdem „Windowwalkers“ ihre CD „Black And Light“ zufrieden in den Händen halten – „es ist halt eine Produktion, die auch auf Grund vieler leiserer Elemente insbesondere beim Hören über Kopfhörer ihre ganze Klangfülle entfaltet“ (Pöhm) – soll als nächstes eine EP produziert werden. Diese aber wollen die drei Soundcreateure weniger sphärisch, mit mehr Druck und eingängigeren Beats gestalten.Ralf Recklies
Nächste Aufführungen von „Macbeth“ im Theater Pforzheim am Mittwoch und am 30.10. www.windowwalkers.de





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