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Günter Horntrich zeigt, was hinter Design steckt: Seine Schau in der Pforzheim Galerie eröffnet dem Besucher einen ganz neuen Zugang zu Marken und Produkten.  Ketterl
Günter Horntrich zeigt, was hinter Design steckt: Seine Schau in der Pforzheim Galerie eröffnet dem Besucher einen ganz neuen Zugang zu Marken und Produkten. Ketterl
Auch Baby-Geschirr gehört zu seinem Repertoire.
Auch Baby-Geschirr gehört zu seinem Repertoire.
Günter Horntrich gestaltet Alltagsgegenstände wie Navigationsgeräte.
Günter Horntrich gestaltet Alltagsgegenstände wie Navigationsgeräte.
Zahnbürsten für Babys und Schnuller brauchen ebenfalls ein Design.
Zahnbürsten für Babys und Schnuller brauchen ebenfalls ein Design.
Schulmalfarben stellten die Entwickler vor große Herausforderungen.
Schulmalfarben stellten die Entwickler vor große Herausforderungen.
Diese Kaffeemaschine kann auch als Wasserkocher verwendet werden.
Diese Kaffeemaschine kann auch als Wasserkocher verwendet werden.
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Gestalter Günter Horntrich in Pforzheim Galerie

Je klarer ein Design oder eine Botschaft daherkommt, desto länger wurde daran gearbeitet. So war das auch bei der Gestaltung der Ausstellung „Die Seele der Dinge“ in der Pforzheim Galerie, die das Schaffen des Pforzheimer Designers Günter Horntrich zeigt. Leicht und hell strecken zehn Luftkissen den Ausstellungsraum in die Länge. Auf ihnen balancieren scheinbar Kunststoffplatten, die Horntrichs Werke transportieren: Babygeschirr, Schreiblernstifte, Küchenhelfer und vieles mehr.

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Zusammen mit den Kuratorinnen Bettina Schönfelder und Elisabeth Heine sowie dem Team seiner Designagentur „yellow design“ gestaltete der Pforzheimer auch den angrenzenden Videoraum, in dem eine Endlosschleife zeigt, was den Designer in den vergangenen Jahrzehnten begleitet, geprägt und beschäftigt hat: Von den „Beatles“ über bekannte Objekte und Magazine ist alles dabei.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt mit der hiesigen Fakultät für Gestaltung, was wiederum einen Bogen zur Doppeltätigkeit des Designers schlägt: Horntrich ist nämlich Professor an der Köln International School of Design (kurz: KISD) als auch Freiberufler. Eine spannende Mischung, wie er selbst findet. Genauso wie die Schau, mit der eine neue Art von Ausstellungsform Einzug hält: In „Die Seele der Dinge“ erlebt der Besucher Marken, begreift im besten Fall Design als ein vielfältiges und hintergründiges Gebilde. Fragil und zerbrechlich und doch stark und stabil.

Im Nebenraum hat der Besucher die Möglichkeit Illusionen auf die Spur zu kommen: Philipp Rose – ehemaliger Student und jetziger Mitarbeiter Horntrichs – zeigt hier seine Diplomarbeit und spielt mit dem Betrachter. So entpuppen sich beispielsweise scheinbar flauschig weiche Sitzkissen als Attrappen aus Holz.

Dass solch eine Ausstellung in Pforzheim genau richtig ist, da sind sich alle einig. Horntrich passt wunderbar ins Konzept: als Pforzheimer und Kosmopolit. Als Beamter und als Freiberufler. Als einer, der mit den ganz Großen zusammenarbeitet und selbst schon einer von ihnen ist. Als einer, der fort ging, das Designen zu lehren.

Autor: Kristin Bauer

29.11.2011
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