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Dunkel-rauchige Stimme und sanfte Gitarrentöne:  Sänger Fabian Schuetze und Gitarristin Kerstin Peupelmann.
Dunkel-rauchige Stimme und sanfte Gitarrentöne: Sänger Fabian Schuetze und Gitarristin Kerstin Peupelmann.
© Recklies

Klänge, die die Welt bereichern

PFORZHEIM. Der Beifall, mit dem das Duo „Jaara“ am Ende seines Gastspiels im Pforzheimer Konsumat belohnt wurde, war ebenso aufrichtig wie gerechtfertigt. Denn was Kerstin Peupelmann an der akustischen Gitarre sowie Fabian Schuetze an Keyboard und mit Stimmband in die kleine, atmosphärische Konzertarena gezaubert hatten, ist nicht nur hörenswert, sondern geradezu berauschend gewesen.

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Das Duo, das gemeinsam mit dem Trio „Amellus“ in die Goldstadt gekommen war, setzte fort, was Sängerin Franziska Benkert, Gitarrist Daniel Trommer und die Kontrabassistin Athina Kontou begonnen hatten: einen stimmungsvollen Abend, voller dichter, berührender und lyrischer Klänge – akustisch, und puristisch. Hatte schon „Amellus“ zum Auftakt mit seinen auf das Wesentliche reduzierten Titeln die Besucher in den Bann gezogen, so wirkte die instrumentale Reduktion bei „Jaara“ wie die logische Steigerung des schon zuvor offenbar gewordenen musikalischen Purismus voller Emotionen und Ausdruckskraft.

Denn es sind nicht allein die zumeist sanften und virtuos gespielten Gitarrenklänge Kerstin Peupelmanns, die in Kombination mit der markant-rauen und oft dunkelfarbigen, nie aber finsteren Stimme Fabian Schützes, im positivem Sinne durch Mark und Bein gehen. Es ist das in Wort und Klang gelungen aufgebaute Verhältnis von Fröhlichkeit und Melancholie, von Leichtigkeit und Schwere, das die Lieder mit ihren oft nachdenkenswerten Texten zu kleinen Preziosen werden lässt, die alles andere als hitparadentauglich sind, die aber wohlig unter die Haut kriechen und die Zuhörer aufmerksam lauschen machen. Egal ob Schuetze in Begleitung von Peupelmann „Zwei Vögel“, „Der Kaiser von China“ oder „Südafrika“ nebst „Einen Brief“ mit ergreifender Klangfarbe vorträgt, stets spielt er, der auch für die Texte verantwortlich zeichnet, verbal mit bekannten Bildern, Sätzen und Mustern, verarbeitet Texte von Kinderliedern und lässt Ängste und Sorgen, aber auch schöne Gefühle, zu schönem Ton und hörenswerter Musik werden.

Die Musik von „Jaara“ ist alles andere als oberflächlich und trifft in ihren Arrangements zielgenau in Hirn und Herz. Klänge, die die Welt in ihrer Vielfarbigkeit bereichern. Dies trotz der bisweilen aufkeimenden, nie aber langweilig werdenden, Monotonie, die einigen Titeln zu eigen ist.Ralf Recklies

28.09.2009
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