

PFORZHEIM. Das Kommunale Kino Pforzheim hat allen Grund zur Freude. Nicht nur die Besucherentwicklung ist weiterhin positiv – bei insgesamt 1004 öffentlichen Vorführungen wurden nahezu 35000 Besucher vor die Leinwand gelockt – auch die Programmgestaltung wurde jetzt von unabhängiger Seite gewürdigt.
In Berlin wurde das Kommunale Kino Pforzheim vom Kinematheksverbund für seine vorbildliche Programmgestaltung mit dem zweiten Kinopreis für kommunale Kinos in Städten mit 100 001 bis 200 000 Einwohnern ausgezeichnet. Belohnung für die Programmmacher: Neben einer Urkunde gibt es 1000 Euro. „Dies ist zwar kein großer Betrag, aber die Auszeichnung spornt an, sich künftig erneut um den Preis zu bewerben“, so der Fördervereinsvorsitzende Frank Neubert. Ziel: Mit Weiterhin überzeugender und qualitätsvoller Arbeit den mit 4000 Euro dotierten ersten Preis zu gewinnen.
Für Christine Müh, Geschäftsführerin des Kommunalen Kinos Pforzheim, war die Auszeichnung „eine große Überraschung“. Erstmals hatte sich das Pforzheimer Lichtspielhaus um den Preis beworben und landete unter den neun Bewerbern gleich auf dem zweiten Platz. Was Christine Müh ihr für die Programmgestaltung verantwortliches Team besonders freut: Die Jury ist einstimmig zu dem Votum gekommen, dass im Kommunalen Kino Pforzheim „selbst eingefleischte Filmfans“ ob der „überzeugenden Kreativität“ der Verantwortlichen „überrascht werden“. Positiv aus Jurorensicht zudem „das Engagement für den Kinderfilm fern des Alltäglichen“.
Nach Einschätzung von Christine Müh und Frank Neubert hat sich die Mühe gelohnt, neue Ideen umzusetzen. So wurde das Kinderprogramm bewusst ausgebaut, mit einer Steigerung der Präsentation von Stummfilmen wurde ein weiterer Akzent zur Bewahrung des Filmerbes gesetzt, auch die vielfältigen Kooperationen mit verschiedenen Institutionen habe sich bewährt. Insgesamt 261 verschiedene Filme wurden 2008 im Kommunalen Kino und bei den Open-Air-Veranstaltungen gezeigt, wobei der klare Schwerpunkt mit 191 bei den europäischen Filmproduktionen lag – darunter auch 101 deutsche Filmproduktionen. „Nur 9,5 Prozent aller bei uns gezeigten Filme sind US-Produktionen“, so Christine Müh.
Der Preis ist für die Verantwortlichen des Kommunalen Kinos Ansporn, künftig noch besser zu werden, ein Ausruhen auf den erreichten Lorbeeren jedenfalls soll es nicht geben. Frank Neubert ist denn auch überzeugt, dass mit dem Start der neuen Reihe „Filme ohne Verfallsdatum“ mit einführenden Vorträgen zu den Filmkunstwerken ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht wurde. Außerdem soll die Zahl an Stummfilmen mit musikalischer Livebegleitung gesteigert werden. Ralf Recklies





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