

PFORZHEIM. Wer bislang keine Gelegenheit oder das nötige Kleingeld hatte, Opern bei den Salzburger Festspielen zu erleben, der kann dies zumindest als Verfilmung im Pforzheimer Kommunalem Kino nachholen. Wie schon gewohnt, wird die frühere Musikdramaturgin des Pforzheimer Stadttheaters Beate Bucher-Heller jeweils am ersten Sonntag im Monat ab 11 Uhr eine Einführung halten.
Vier Opernverfilmungen respektive Mitschnitte von Opernaufführungen der Salzburger Festspiele von 1954 bis zum vergangenen Jahr stehen auf dem Programm. Große Namen der Vergangenheit sind also ebenso zu erleben wie aktuelle Tendenzen des Regietheaters. „Wir werden sicher wieder in der Film-Pause, bei der auch der Sekt nicht fehlen wird, wieder viele Diskussionen haben“, meint Bucher-Heller. Zum Auftakt am Sonntag, 5. September, steht Mozarts „Don Giovanni“ unter der Leitung des legendären Dirigenten Wilhelm Furtwängler aus dem Jahr 1954 auf dem Programm. „Manche Besucher werden sich sicher über die antiquierte Gestik wundern“, sagt Bucher-Heller. Andererseits sei nicht nur die Begegnung mit einem Dirigenten wie Furtwängler hier möglich, sondern auch mit Gesangsgrößen wie dem jüngst verstorbenen Cesare Siepi, dem bedeutendsten Don Giovanni des 20. Jahrhunderts. Aber auch die Besetzung von Bizets „Carmen“ mit Grace Bumbry in der Titelrolle, hier dirigierte Herbert von Karajan, der auch Regie führte, ist berühmt.
Moderner wird es bei Mozarts „Cosi fan tutte“ in der Inszenierung von Klaus Guth, einem der profiliertesten Regisseure der heutigen Theaterszene. Eine Novität bei den Opernfilmen ist der Einsatz des Freiburger Barockorchester– ansonsten musizieren die Wiener Philharmoniker– bei Händel Oratorium „Theodora“, das von Christof Loy szenisch interpretiert wird. Thomas Weiss





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