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Nervenkitzel bei Kerzenschein:  Mit Susanne Graf und Wulf Dorn (rechts) stellten sich zwei Krimi-Debütanten vor. Felix Huby schreibt seit 1976 Kriminalromane und „Tatort“-Drehbücher.
Nervenkitzel bei Kerzenschein: Mit Susanne Graf und Wulf Dorn (rechts) stellten sich zwei Krimi-Debütanten vor. Felix Huby schreibt seit 1976 Kriminalromane und „Tatort“-Drehbücher.
© Hägele
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Kriminacht bei "Thalia": Wer hat Angst vorm Schwarzen Mann?

PFORZHEIM. Der Keller des Hochhauses war zu sparsam mit Lichtschaltern ausgestattet. Meist musste der Zehnjährige im Dunkeln an noch dunkleren Verschlägen vorbeigehen. Die Furcht vor nicht Fassbarem und Schreckenerregendem immer mit dabei. Dies, so Autor Wulf Dorn, sei der Auslöser für sein Interesse an dem Phänomen Angst, mit dem er sich seit seinem zwölften Lebensjahr in Kurzgeschichten auseinandersetzt. Am vergangenen Freitag präsentierte er mit zwei weiteren Autoren im Rahmen der „4. Pforzheimer Kriminacht“ der „Thalia“-Buchhandlung seinen Debütroman.

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„Trigger“ erzählt die Geschichte der Psychiaterin Ellen Roth, die bei der Behandlung einer Patientin mit Verfolgungswahn auf eigene Faust Nachforschungen betreibt. Dabei gerät sie selbst in die Fänge des mysteriösen Schwarzen Mannes und droht beinahe darin umzukommen... Dorn stellte das Erstlingswerk und die Umstände seiner Entstehung ausführlich dar und verstand es, allein durch das beeindruckende Lesen eines einzigen Auszugs, die Stimmung mit extremer Spannung aufzuladen.

Eine ungewöhnliche Story verspricht auch das ebenfalls als Romanerstling erschienene Werk der Karlsruher Autorin Susanne Graf. Der Kriminalroman „Der Bildermacher“ ist der Auftakt zur Serie über ein ungleiches Ermittler-Duo und spielt in der hiesigen Region: Nackt und komplett gelb lackiert wird die Leiche eines Künstlers im Karlsruher Schlossgarten gefunden. Während die Nachforschungen der Kriminalpolizei in der Kunstszene auch nach Pforzheim führen, taucht die zweite Leiche auf – grün lackiert; und es soll nicht die letzte sein.... Die junge Autorin las mehrere Passagen aus ihrem Roman, der gerade auch wegen des lokalen Bezugs eine interessante Lektüre erwarten lässt. Leider ließ Graf im anschließenden Interview nur wenige Einblicke in ihre Arbeitsweise zu. In das Milieu brutaler Jugendgangs in Berlin führt der Roman „Null Chance“ von Felix Huby. Der junge Bandenführer Osman Özal wird heimtückisch ermordet. Neben dem schwäbischen Kommissar Peter Heiland macht sich auch Özals Familie sowie seine Gang auf die Suche nach dem Mörder. Huby stellte damit seinen vierten Heiland-Fall vor und versprach dem Publikum noch zwei weitere Folgen der Serie.

Aktuelle Themen verarbeiten

Als Journalist und Autor einer langen Reihe von Kriminalromanen sowie Drehbüchern, auch für den „Tatort“, sei er stets auf der Suche nach aktuellen, brisanten Themen. Dabei stecke aber auch viel Autobiographisches in seinen Büchern; insbesondere in der Figur des aus zahlreichen Fernsehkrimis bekannten Kommissar Bienzle, so der 70-jährige.

Alles in allem ein sehr gelungener, weil abwechslungsreicher und interessanter Kriminacht-Cocktail.

Sabine Hägele

Wulf Dorn: „Trigger“.

Heyne Verlag, München 2009. 432 S. 8,95 Euro.

Susanne Graf: „Der Bildermacher“. Heyne Verlag, München 2009. 320 S. 7,95 Euro.

Felix Huby: „Null Chance“.

Fischer Verlag, Frankfurt 2009. 319 S. 14,95 Euro.

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Bohlen und Co: Entwarnung für Eltern - Eine Studie hat herausgefunden, dass die meisten
Jugendlichen nicht im Traum daran denken, bei einer Castingshow mitzumachen. Seite 49

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