Aktuelles Wetter
Do, 17.05.2012
> Zum Wetter
Hintersinnig:  Michaela Stephani (links) und Bettina Ulitzka-Allali mit ihrer Kisseninstallation „Mother of Pearl“.
Hintersinnig: Michaela Stephani (links) und Bettina Ulitzka-Allali mit ihrer Kisseninstallation „Mother of Pearl“.
© rec

Kunst, Kitsch und Kommerz in der Galerie Brötzinger Art

PFORZHEIM. Gähnende Frauen, die auf perlmuttfarbenen Kissen prangen, begrüßen ab Freitag (Vernissage: 20 Uhr) die Besucher der Galerie Brötzinger Art.

Anzeige

Sechs Frauen, von Claus Sautter nach Idee und Regie der beiden aus Frankfurt am Main stammenden Künstlerinnen Bettina Ulitzka-Allali und Michaela Stephani fotografiert, ruhen, die Münder teilweise hinter schützenden Händen versteckt, auf Blumenständern und bringen gleich im ersten Raum der Galerie Brötzinger Art doppeldeutig das Motto der Ausstellung des als „Mama Products“ firmierenden Künstlerinnenduos auf den Punkt: „Vive le boudoir – neue weibliche Müdigkeit“.

Alltägliches hintersinnig zu zitieren, mit femininer Intuition Neues zu kreieren und die Welt aus dem Blickwinkel der Frau scharfsinnig zu sezieren – das ist das Ziel der beiden Künstlerinnen, die Arbeiten zeigen, die in den vergangenen fünf Jahren entstanden sind. Dabei spielen die beiden Wahl-Nordlichter gekonnt im Spannungsverhältnis von Kunst, Kitsch und Kommerz ihre Kreativität aus und führen mit Bildern von tätowierten Muttersöhnchen, aus farbenfrohen Stoffen geschneiderten Waffenrepliken oder erotischen Toastbroten, die als Belag auf wortwörtlich goldenem Toast erotische Wäschestückchen tragen: Einen BH-Verschluss, ein Stück Spitze, einen Slip oder ein wenig Stoff von einem String-Tanga. Gemeinsam ersinnen und realisieren die beiden Künstlerinnen Werke, die sich ebenso spannungs- wie humorvoll mit dem ersehnten oder reellen Lebensumfeld von Frauen beschäftigen, die nicht selten von einem Hauch dezenter Erotik geprägt sind und verheißungsvoll zum Entdecken der Inspiration anregen. Nicht zuletzt die Titel der Arbeiten, wie bei einer Fotografie, bei der ein Stoffgewehr neben dem mit einem Kreuz dekorierten Ehebett und unter einem Ölgemälde mit Segelschiff prangt, machen Schmunzeln und Nachdenken wie eben jenes Bild das den Namen „killed by friendly fire“ trägt. „Namen sind für uns ebenso oft wichtig wie die Arbeiten selbst“, betont Bettina Ulitzka-Allali, die es faszinierend findet, mit Michaela Stephani gemeinsame Arbeiten zu entwickeln. Mal muten ihre Arbeiten spirituell, geradezu heilig an – so beispielsweise die oft aus Textilien geschaffenen Mandalas – mal fangen die Werke das Profane des alltäglichen Lebens ein.Ralf Recklies

Die Ausstellung ist bis 26. September donnerstags von 14 bis 17 Uhr, freitags und samstags 10 bis 22 Uhr sowie an Sonntagen von 11 bis 18 Uhr geöffnet.

03.09.2009
Schriftgröße A A A
Artikel teilen
Anzeige
Anzeige
Top Adressen
Anzeige
Top Angebote
Anzeige
Anzeige
Regional Finder
Ispringen
Kämpfelbach
Eisingen
Königsbach-Stein
Remchingen
Keltern
Straubenhardt
Birkenfeld
Neuenbürg
Engelsbrand
Unterreichenbach
Schömberg
Neuhausen
Tiefenbronn
Heimsheim
Friolzheim
Wimsheim
Mönsheim
Wiernsheim
Wurmberg
Niefern-Öschelbronn
Kieselbronn
Neulingen
Ölbronn-Dürrn
Ötisheim
Mühlacker
Illingen
Maulbronn
Sternenfels
Knittlingen
Oberderdingen
Pforzheim
Exklusiv in der PZ

Das lesen Abonnenten am Mittwoch in Ihrer "Pforzheimer Zeitung":

PZ-Autorenforum: Stefan Aust und Adrian Geiges entschlüsseln das heutige China. Seite 3
Kommentar von PZ-Redakteur Udo Koller zum Abstieg des KSC. Seite 17

Hier geht es zum PZ-Abo und zum 14-Tage-Probeabo

Hier geht es zum E-Paper ...

PZ lesen per E-Paper

zum Log-In                       zur Startseite

Umfrage
Sollen Politiker Facebook-Partys ausrichten?
PZ-news auf Facebook
Webcam
Do, 17.05.2012 00:29
Anzeige
Anzeige