




Calw. Der Abend ist so ganz nach dem Geschmack der Besucher: Erst gibt es Musik von sieben Newcomern, die sich um den zum dritten Mal vergebenen Panikpreis bewerben, dann rockt Udo Lindenberg, der Stifter des begehrten Musikpreises, die Hesse-Stadt, mit der er seit Jahren ein inniges Verhältnis pflegt. Und die Party, die auf der Bühne von Udo Lindenberg und seinem Panikorchester samt einer ganzen Reihe von Gästen, darunter auch Rockröhre Julia Neigel, gefeiert wird, bringt den Marktplatz für Stunden zum Beben.
Mehr als 4000 Besucher feiern mit und sind am Ende begeistert von der Show, mit der sie durch die Musiker verwöhnt werden. Mal druck-, mal stimmungsvoll, mal mitreißend, mal nachdenklich machend. Und eins ist klar: Udo macht sein Ding – egal was die anderen sagen...
Begeistert sind an diesem Abend aber auch die jungen Musiker, die bei der Endausscheidung vor großem Publikum mit jeweils zwei Songs um die Gunst der hochkarätig besetzten Jury buhlen. Am Ende gewinnt Nicolas Sturm (Frankfurt/Main) den Wettbewerb. Nur begleitet von seiner akustischen Gitarre reißt er das Publikum mit seinen beiden präsentierten Songs mit und bekommt zur Krönung des Erfolgs von Udo Lindenberg persönlich einen vergoldeten Original-Lindenberg-Hut aufgesetzt. Außerdem erhält Sturm 3000 Euro Preisgeld und darf gemeinsam mit Lindenberg bei einem Festival auf die Bühne.
Den mit 2000 Euro dotierten zweiten Platz und einen Panikkurs bei Lindenberg in Hamburg holt sich die Band „Turbine Weststadt“ (Osnabrück), die mit derbem Kraftrock als sechste Formation des Abends auf die Bühne geht, während die Opener „Mister Me“ (Einbeck) am Ende den dritten Platz belegen. 1000 Euro und ein Bandcoaching an der baden-württembergischen Popakademie in Mannheim sind ihr Preis.
Der Akademiechef Udo Dahmen ist hingerissen von dem, was er auf der Bühne erlebt hat. „Das sind alles tolle Künstler“, frohlockt er. Mehr als 300 Bewerbungen hatte es gegeben und Dahmen ist überzeugt: Die Zahl der Bewerber wird 2014 erneut steigen.
Den von der Sparkasse Pforzheim Calw ausgelobten Sonderpreis für die beste Vertonung eines Hermann-Hesse-Gedichts gewinnt „AnnaLu“ aus München. Die Sängerin nimmt den Preis für ihren Song „Bitte – Please Luv“ aus den Händen des Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Pforzheim Calw, Herbert Müller, entgegen. Der ist nicht nur von dem Mix aus eigenem Text und Hesse-Gedicht in deutscher und englischer Sprache angetan, sondern auch von der Erscheinung der sympathischen jungen Frau.
Autor: Ralf Recklies






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