

Pforzheim. Barocke Bläserklänge und Kirchenmusik der Gegenwart waren am Sonntagnachmittag in der Bergkirche in Büchenbronn zu hören. Unter dem Titel „Lobet den Herrn“ gestalteten Rolf Schweizer, Roland Härdtner und das Blechbläserensemble Quintessenz festliche Musik für Bläser, Orgel und Schlagwerk.
Schweizer, der in der Schwarzwaldgemeinde Freiamt im Ruhestand lebende frühere Bezirkskantor, prägte Jahrzehnte lang auch als bedeutender Komponist das Musikleben der Stadt. Dass der Pforzheimer Ehrenbürger nun an einem Kirchenkonzert als Organist und Dirigent mitwirkte, war wohl der Grund für den großen Besucherandrang. Doch auch der Name des Schlagwerkers Roland Härdtner, bekannt als profilierter Virtuose auf seinen Instrumenten, trug zweifellos dazu bei.
Auf der Orgelempore leitete das Ensemble Quintessenz unter der Leitung des Trompeters Jens Adam das Programm mit einem festlichen Werk des Barockkomponisten John Stanley ein. Dem Leitwort des Konzerts entsprechend, war „Praise the Lord with Drums and Cymbals“ von Sigfrid Karg-Ehlert eine geistliche Komposition, bei deren Ausführung sich Orgel mit den Schlagwerkinstrumenten und dem Bläserensemble zu kraftvollem Ausdruck verbanden.
Kompositionen von Rolf Schweizer bildeten einen Schwerpunkt in dem Konzert. Seine Choralfantasie „Sonne der Gerechtigkeit“ für Bläser, Orgel und Pauken sowie die Fantasie für Orgel und Bläser über das Lied „Damit aus Fremden Freunde werden“, schließlich auch ein Choralpräludium zu „Danket dem Herrn“ waren eindrucksvolle Beispiele für zeitgenössische Kirchenmusik, die im tonalen Bereich angesiedelt ist. Die Komposition „Klage und Hoffnung der Armen“, von Schweizer für Orgel und Schlagwerk geschrieben, verlangt ein höheres Maß an konzentriertem Zuhören. Der Komponist und Härdtner führten das Werk in bedächtig schreitendem, marschähnlichen Tempo kunstvoll auf.
Im zweiten Teil des Programms postierte sich das Bläserensemble im Altarraum und musizierte, nun in leuchtender Klangfülle, eine Motettenmelodie von Brahms sowie zwei Kompositionen von Schweizer. Fünf von ihm neu gesetzte Spirituals waren zu hören und außerdem eine klangvolle Abendmusik. Einen schönen Schlusspunkt fand das Konzert mit der berühmten Choralmelodie „Jesus bleibet meine Freude“ von Johann Sebastian Bach.
Autor: Rudolf Wesner






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