

BAD WILDBAD. Da sind sich Bad Wildbads Bürgermeister Klaus Mack und der neue Landrat des Kreises Calw Helmut Rieger einig: Das Rossini-Festival ist ein unverzichtbares kulturelles Highlight und ebenso wichtig für die Imagewerbung der ganzen Region Nordschwarzwald. Unter diesen Umständen könne „Rossini in Wildbad“ die weitere Unterstützung des Landkreises sicher sein, meint Rieger.
Finanzielle Unterstützung jeder Art hat Jochen Schönlebers Festival in wirtschaftlich weiter schwierigen Zeiten auch bitter nötig, ist ihm, zumindest vorübergehend, mit der Peter Moores Foundation ein wichtiger Sponsor weggebrochen (die PZ berichtete). Der Festival-Intendant sieht denn auch das Fehlen finanzstarker lokaler Unternehmen, die „Rossini in Wildbad“ unterstützen könnten, als ein Hauptproblem des Festivals mit einem Minietat von rund 450 000 Euro.
Mit diesem Etat bietet „Rossini in Wildbad“ vom 15. bis 25. Juli ein beachtliches Programm (die PZ berichtete), das Werke aus allen Phasen des Schwans von Pesaro vereint. Das Thema Nachwuchsförderung, für Schönleber für die Weiterführung des Festivals zentral, kommt 2010 besonders bei der vom ihm selbst in Szenen gesetzten „Cenerentola“ zum Tragen. Denn in Zusammenarbeit mit der neuen Akademie Concertante Barcelona des seit Jahren im Kurbad lehrenden Tenors Raúl Giménez gibt es eine Wiederauflage der Belcanto Akademie, aus deren Reihen die „Cenerentola“ besetzt wird. Wobei Giménezs Meisterschülerin Serena Malfi, die die Titelpartie übernimmt, inzwischen schon an der Oper Zürich die Rosina im „Barbier“ singt. Mit dieser Aufführung wird auch die Trinkhalle als neue Spielstätte des Festivals vorgestellt, wobei Schönleber auch weiterhin das Kurhaus für Opernaufführungen im Auge behält.
Während „Cenerentola“ von Antonio Fogliani geleitet wird, präsentiert sich bei der konzertanten Aufführung von Rossinis französischer Oper „ Le Siège de Corinthe“ erstmals der Dirigent Jean-Luc Tingaud. Die Sängerriege wird hier von der Sopranistin Ermonela Jaho angeführt. Im reizvollen Kurtheater wird „Adelina“ von Pietro Generali einem Querschnitt aus Rossinis Farsen, die kurz nach „Adelina“ entstanden, gegenübergestellt. Kay Link inszeniert, Giovanni Battista Rigon dirigiert. Thomas Weiss





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