

Straubenhardt.Ein warmer Sommerabend mit grooviger Musik – bei „Jazz in the garden“ in Straubenhardt-Schwann ging es heiß her. Denn Sandie Wollasch (Gesang), Matthias Hautsch (Gitarre), Torsten Steudinger (Kontrabass) und Marcel Millot (Schlagzeug) ließen die Funken auf ganz eigene Weise sprühen.
Kein Wunder: So voll, wie bei der zwölften Auflage des beliebten Jazzabends im Garten der Villa Kling, war es bisher noch nie. Über 300 Zuhörer lauschten auf Bank, Wiese und Treppe dem Konzert des Matthias Hautsch Trios, das von Kultur und Kleinkunst Straubenhardt veranstaltet wurde. Nach einem ruhigen Auftakt mit „Every breath you take“ starteten die Musiker richtig durch. Dabei versetzte die unverwechselbare Sandie Wollasch mit der ausdrucksstarken Stimme die kleine Bühne regelrecht in Schwingung. So wie sie auch die Membran ihres kleinen Kazoos mehrfach in Bewegung setzte und damit ihre Stimme verzerrte. Mit Charme, Humor und Energie riss die Frontfrau das Publikum mit. Sie röhrte, schnatterte, jaulte und kiekste in den schönsten Tönen.
Unverwechselbar auch das rasante und eindringliche Spiel des Trios, das immer wieder auch mit Instrumentalsoli für stimmungsvollen Drive sorgte – etwa mit der rauschenden Einlage des Schlagzeugers bei Michael Jacksons „Don’t stop till you get enough“. So mancher Jazzstandard oder Rocksong wurde originell abgewandelt oder verjazzt. „We will rock you“ zum Beispiel: Dazu packte Sandie ihre Blockflöte aus und spielte eine zarte Melodie. Queens kraftvolle Nummer wurde erkennbar und klang doch ganz anders – viel weicher, fließender und doch auch energisch. Mit treibendem Beat ertönten „Toxic“ und „Eleanor Rigby“, mit sehnsuchtsvollem Gefühl „Everybody‘s talking“ und „Fall in love again“ als Zugabe. Anita Molnar
Autor: Anita Molnar






