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Schon die dritte Folge  mit Kompositionen von Graupner hat der Pforzheimer Cembalist Siegbert Rampe vorgelegt.
Schon die dritte Folge mit Kompositionen von Graupner hat der Pforzheimer Cembalist Siegbert Rampe vorgelegt.
© mdg

Siegbert Rampe präsentiert CD mit Musik

PFORZHEIM. Dass Christoph Graupner Bedeutung als einer der wichtigen deutschen Barockkomponisten ins Bewusstsein einer breiteren Öffentlichkeit gerückt ist, hat auch mit den Einspielungsaktivitäten des von dem Pforzheimer Cembalisten Siegbert Rampe geleiteten Ensembles „Nova Stravaganza“ zu tun. Graupner, der über 50 Jahre als Kapellmeister am Darmstädter Hof wirkte, hat zwar zu Lebzeiten sein Schaffen auf den landgräflichen Dienst konzentriert, dennoch wurde er zu einer europäischen Berühmtheit.

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Bach ausgestochen

1723 scheiterte seine Wahl zum städtischen Musikdirektor in Leipzig nur am Veto seines Dienstherrn, der ihn nicht freigeben wollte. Danach berief man Johann Sebastian Bach nach Leipzig ...Rampe hat nun mit „Nova Stravaganza“ die dritte Folge von Orchesterwerken Graupners (mdg 3411628-2, über Codaex) vorgelegt, wobei Rampe im dem lesenswerten Booklet klarstellt, dass es sich im Gegensatz zu den hochgelobten ersten beiden Graupner-Einspielungen des Ensembles hier um Kammermusikwerke handelt. Diese stellen im gewaltigen Oeuvre Graupners, der über 1400 geistliche Kantaten, Opern sowie 250 Instrumentalkompositionen schrieb, eine relativ kleine Gruppe dar. Rampe, der sein Ensemble vom Cembalo aus leitet, präsentiert auf dieser räumlich aufgenommenen CD neben zwei Sonaten, einer für Cembalo und Traversflöte, eine mit zwei Oboen, Cello und Continuo besetzte Triosonate sowie eine Ouvertüre für Blockflöte, 2 Violinen, Viola und Continuo.

Die auf historischen Instrumenten (oder Nachbauten) musizierenden Mitglieder von „Nova Stravaganza“ beeindrucken durch den packenden Impetus und die rhythmische Lebendigkeit ihres Spiels. Die Polyphonie des Satzes wird beispielsweise bei der Triosonate äußerst durchhörbar gestaltet, ohne dass dabei die Musizierlust und die Spontaneität leiden würde. Solistisch treten hierbei die durch ihre Verzierungskunst auffallenden Oboistinnen Saskia Fikentscher und Christine Allanic besonders hervor. Insgesamt überzeugt das weich-geschmeidige Spiel des Ensembles, das mit dieser CD bislang unbekanntes Repertoire auf hohem Niveau zur Diskussion stellt. tw

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