

Calw. Als Peter Maffay mit seiner Band am Freitagabend gegen 22.15 Uhr „Über Sieben Brücken musst du gehn“ anstimmt, lässt der Chor der Konzertbesucher nicht lange auf sich warten. Die mehr als 4000 Maffay-Fans stimmen lauthals in den Text ein und es herrscht auf einen Schlag echtes Gänsehautfeeling auf dem historischen Marktplatz der Hesse-Stadt.
Dieses ist – zumindest im hinteren Teil des Konzertareals – nicht immer gegeben. Da die Musik, insbesondere aber die Ansagen Maffays, nur mit sprichwörtlich angezogener Handbremse über das Konzertgelände schallen, gehen viele Worte des Musikers unter, und das Publikum fordert mit „Lauter“-Rufen die Tontechniker dazu auf, etwas Gas zu geben – erfolglos.
Entsprechend geteilt am Ende die Meinung der Besucher über das Konzert, das von der Stuttgarter A-cappella-Formation „Füenf“ so glanzvoll eröffnet worden ist. Während die einen, die das Konzert nah der Bühne erlebt haben, von dem Auftritt Maffays begeistert sind, hält sich die Freude derjenigen, die auf dem ausverkauften Gelände nur weiter hinten einen Platz gefunden haben, in Grenzen.
Mit „Ich kann wenn ich will“ eröffnet der Deutschrocker den Abend und es wird schnell deutlich: Das Gros der Besucher ist mit den Liedern Maffays bestens vertraut. Als Maffay kurz nach dem Beginn seines Auftritts „Sonne in der Nacht“ von der Bühne schmettert, erlebt das Konzert einen ersten Höhepunkt.
Dass „Es war Sommer“ an diesem lauen Sommerabend nicht fehlen durfte, war klar. Aber auch „Eiszeit“ brachte dem Publikum keine Abkühlung – im Gegenteil. Wie bei dem als erste Zugabe gespielten „Sieben Brücken“, versetzen viele Besucher ihre Stimmbänder in Schwingung und bewegen sich in gedrängter Enge im Takt.
Maffay hat eine bunte Mischung an alten Hits und jüngeren Songs im Gepäck. Zwischendrin räumt er auch mal das Feld für seine Musiker Peter Keller (Gitarre), Carl Carlton (Gitarre), Pascal Kravetz (Gitarre und Keyboards), Jean Jacques Kravetz (Keyboards), Ken Taylor (Bass) und Bertram Engel (Schlagzeug) die Chance zu geben, sich mit eigenen Stücken zu präsentieren. Und auch Mandy Capristo, die als Lilli in Maffays Musical „Tabaluga“ zu erleben ist, ist mit von der Partie und gibt die Eisprinzessin Lilli.
Ob nach dem in Teilen etwas langatmigen Calwer Maffay-Konzert die zum Abschluss gespielte Aufforderung „Glaub an mich“ bei allen Besuchern den entsprechenden Widerhall findet, darf bezweifelt werden.
Autor: Ralf Recklies






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Leserkommentare (2)
Mehr Kommentare[FONT=courier new]Holt ihn endlich in die Goldstadt, denn im CCP gibt's auf jeden Fall die weitaus bessere Bühnentechnik![/FONT]:cool: mehr...
Er war doch schon im CCP, allerdings vor ein paar (4 oder 5?) Jahren... mehr...