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12.07.2010

Abstimmungskrimi: CDU-Landtagsabgeordneter Fischer abgewählt

VAIHINGEN/ENZ. Der Bezirksvorsitzende der Wengerter aus dem Stromberg und dem Enztal, Albrecht Fischer aus Gündelbach, wird bis zur Landtagswahl im kommenden März nur interimsweise dem Parlament in Stuttgart angehört haben. Bei der einem Abstimmungskrimi gleichenden Nominierungsversammlung in Markgröningen gaben die Christdemokraten aus dem Wahlkreis Vaihingen dem Ditzinger Schlossermeister Konrad Epple denkbar knapp den Vorzug. Der 60-jährige Weinbautechniker und Gründer des Weinguts „Sonnenhof“ kam im zweiten Wahlgang auf 168 Stimmen, während Epple mit drei Stimmen Vorsprung an ihm vorbeizog.

Im ersten Wahlgang hatte Fischer noch 172 Stimmen erhalten, eine weniger, als ihm zur erforderlichen absoluten Mehrheit gefehlt hätte. Im zweiten Wahlgang wurden fünf Stimmen weniger abgeben, möglicherweise von solchen Mitgliedern, die ursprünglich Fischer unterstützt hatten. So kam es wohl, dass der Gündelbacher in der zweiten Runde vier Stimmen weniger erhielt.

Fischer war erst im vergangenen Februar im Wahlkreis des früheren Ministerpräsidenten Günter Oettinger für diesen in den Landtag nachgerückt. Von zahlreicher Politprominenz war Fischer in den wenigen Monaten eine fundierte Arbeit auf der landespolitischen Bühne bestätigt worden. Etwa: „Seine Arbeit tut dem Landtag gut“ (Oettinger), ein „fleißiger und rechtschaffener, engagierter Mann“ (Karl-Wilhelm Röhm, Vize der CDU-Landtagsfraktion) oder „er weiß, unternehmerisches Handeln mit sozialem Engagement zu verbinden“ (Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum).