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29.09.2010

Ärger um Abwasserbeiträge an ehemaliger B10-Trasse

MÜHLACKER-ENZBERG. Eine Reihe von Anwohnern an der ehemaligen B10-Trasse im Mühlacker Stadtteil Enzberg sind frustriert. Sie hatten die renaturierten Randsteifen-Grundstücke, die sich hinter ihren Häusern befinden, vom Bund erworben. Doch dann kam die Überraschung: Sie wurden von der Stadt Mühlacker neu veranlagt und müssen nun einen höheren Abwasserbeitrag leisten. Zwei von 32 Betroffenen haben nach Auskunft der Senderstädter Verwaltung Widerspruch eingelegt.

Mühlackers Bürgermeister Winfried Abicht wies allerdings in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend darauf hin, dass sich in den Kaufverträgen ein Hinweis auf die Neuveranlagung finden lasse. Abicht räumte freilich ein, dass der entsprechende Abschnitt "verklausuliert abgefasst" und somit möglicherweise von den Betroffenen nicht richtig eingeordnet worden sei. Tatsächlich sei die Stadt rechtlich gezwungen, höhere Abgaben einzufordern. Bau- und Planungsamtsleiter Armin Dauner sagte, die Stadt habe bei der Neubemessung der Abwasserbeiträge ihre Spielräume bürgernah genutzt und im Sinne der Anlieger die kostengünstigsten Werte ermittelt. Auch habe die Verwaltung den Dialog mit den Anwohnern gesucht, um ihnen das Verfahren zu erklären.