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Rund 40 eingeladene Bürger ließen sich von Prozessbegleiter Christoph Weinmann das Projekt erklären. Zuvor hatten Oberbürgermeister Frank Schneider und Wirtschaftsförderin Anette Popp die Teilnehmer begrüßt und sich für ihren Einsatz bedankt. Foto: Schierling
Rund 40 eingeladene Bürger ließen sich von Prozessbegleiter Christoph Weinmann das Projekt erklären. Zuvor hatten Oberbürgermeister Frank Schneider und Wirtschaftsförderin Anette Popp die Teilnehmer begrüßt und sich für ihren Einsatz bedankt. Foto: Schierling
19.10.2016

Bürgerbeteiligungsprojekt in Mühlacker gestartet: „Es geht alles“

Die beste Methode, die Zukunft vorherzusagen, besteht darin, sie zu erfinden“, hat der amerikanische Informatiker Alan Curtis Kay einmal gesagt. Diesem Motto folgt auch die rund 40-köpfige Projektgruppe, die sich am Mittwoch Abend erstmals im Theodor-Heuss-Gymnasium in Mühlacker getroffen hat. Ihr Ziel: „Mühlackers Zukunft gemeinsam gestalten“.

Denn die Städte und Gemeinden in Deutschland stehen mitten im demografischen und gesellschaftlichen Umbruch. Das gilt natürlich auch für Mühlacker. Dieser Herausforderung will sich die Stadt gemeinsam mit engagierten Bürgern stellen. Im Mai hat der Gemeinderat deshalb beschlossen, sich an dem Landesprojekt „Integriertes kommunales Managementverfahren – familienfreundliche, bürgeraktive & demografiesensible Kommune“ zu beteiligen. Die Bewerbung hatte Erfolg.

Bürger eingeladen

In einem ersten Schritt wurde eine Projektgruppe mit Vertretern aus Bürgerschaft, Verwaltung und Politik eingeladen, die sich gestern Abend erstmals traf. Sie setzt sich bewusst aus Akteuren aus vielen gesellschaftlichen Bereichen zusammen. „Sie kommen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Ortsteilen und bilden einen Querschnitt der Bevölkerung“, richtete sich Christoph Weinmann an die anwesenden. Er betreut das Projekt als Prozessbegleiter. Die Aufgabe der Teilnehmer: Sie sollen durch ihre unterschiedlichen Erfahrungen aus ehrenamtlichen und beruflichen Tätigkeiten ganz unterschiedliche Blickwinkel auf das Thema Demografie werfen. Dabei gehe es nicht nur um das Thema Alter, sondern ganz allgemein um die Entwicklung der Bevölkerung und ihrer Strukturen. Gestern legten die Teilnehmer dafür zunächst die Themenfelder fest. „Es geht alles. Alles, was Ihnen wichtig erscheint“, hatte Weinmann erklärt, bevor er farbige Karten an die Teilnehmer verteilte. Wo sehen Sie Hindernisse und Risiken bei der gemeinsamen Gestaltung der Zukunft Mühlackers? Wo sehen Sie Chancen, Potenziale und Möglichkeiten für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft Mühlackers? Welche Ideen haben Sie für die gemeinsame Gestaltung der Zukunft Mühlackers? Diese Fragen beantworteten die Teilnehmer in Stichworten auf den Karten.

In der kommenden Woche sollen beim nächsten Treffen Ziele definiert werden. Im Anschluss kommt dann auch der Rest der Bürger zu Wort. In allen Stadtteilen sollen dann sogenannte Ideenwerkstätten durchgeführt werden. „Ziel ist es dort dann Maßnahmen zu entwickeln“, sagte Weinmann. Hierfür sucht die Stadt Mühlacker noch nach Interessierten. Eine Einführungsveranstaltung findet am Mittwoch, 26. Oktober, um 17 Uhr statt. Anmelden hierfür kann man sich unter gemeinsam@stadt-muehlacker.de. Nach den Zukunftswerkstätten ist erneut die Projektgruppe gefordert. Sie soll die vorliegenden Ergebnisse dann konkretisieren, bevor das letzte Wort über die Umsetzung der Ideen dann der Gemeinderat hat.