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Zeigen sich besorgt um die Kultur in Mühlacker: Rainer Wenz, Ulrich Bandle und Jörg Sattler (von links).
Zeigen sich besorgt um die Kultur in Mühlacker: Rainer Wenz, Ulrich Bandle und Jörg Sattler (von links).
28.02.2016

Der Kampf um die Kultur in Mühlacker soll weitergehen

Wer dachte, dass es sich bei dem Bürgerprotest hinsichtlich des Themas „Kultur in Mühlacker“ lediglich um einen Sturm im Wasserglas handelte, sieht sich nun womöglich eines Besseren belehrt: „Natürlich machen wir weiter“, sagt Jörg Sattler, der gemeinsam mit Rainer Wenz sowie Ulrich Bandle den Protest organisiert. Ein Bürgerbegehren über den Mühlehof scheint zudem möglich zu werden.

Mehrere Hundert Rückmeldungen und Zusendungen seien inzwischen bei dem Trio eingegangen – „die Leute stehen total hinter und“, so Sattler. Es ist das Anliegen von Wenz, Bandle und Sattler, für einen Verbleib der Kultur in der Mühlacker Innenstadt zu sorgen und somit den Bau des geplanten Erlenbach-Centers, in dem lediglich Gewerbe- sowie Büroflächen vorgesehen sind, zu verhindern.

„Wir sind derzeit dabei, ein neues Schreiben zu formulieren, das wir der Stadtverwaltung zukommen lassen möchten“, so Sattler. In dem Brief werden konkrete Fragen formuliert, die zeigen sollen, dass es mit der bisherigen Informationspolitik seitens der Stadt durchaus noch Luft nach oben gebe.

„Es sind weitreichende Entscheidungen, die hier für unsere Stadt getroffen werden, bei denen der Bürger aber bislang nicht mitreden darf. Das wollen wir ändern“, erklärt Mitorganisator Bandle. „Dabei ist das Bedürfnis der Menschen, sich zu äußern, sehr groß.“ Von morgens bis abends klingle bei den drei Herren mittlerweile das Telefon, sagt Bandle und fügt hinzu, dass der Zeitaufwand „schon enorm sei.“

Die Ankündigung seitens Oberbürgermeister Frank Schneider, unbeirrt am Zeitplan für den Entscheid pro oder kontra Erlenbach-Center festhalten zu wollen, hat das Trio zwar zur Kenntnis genommen. Abhalten lassen von ihren Plänen wollen sich die Männer dennoch nicht: „Wir hoffen einfach, dass die Mitglieder des Gemeinderats nun sehen, wie die Stimmung in der Stadt tatsächlich ist“, sagt Ex-SPD-Stadtrat Sattler und ergänzt: „Wir haben auch noch weitere Überlegungen im Hinterkopf.“ So sei unter anderem eine Kundgebung angedacht – und je nach Ausgang der Entscheidung im Gemeinderat will das Trio ein Bürgerbegehren ebenfalls nicht ausschließen.