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Anzünden und auf Abstand gehen, lautet die Devise an Silvester. Foto: PZ-Archiv
Anzünden und auf Abstand gehen, lautet die Devise an Silvester. Foto: PZ-Archiv
30.12.2016

Für ein sicheres Silvester: Tipps von der Feuerwehr – Polizei auch in Mühlacker verstärkt im Einsatz

Mühlacker. Damit ein jeder sicher ins neue Jahr kommt, weisen Einsatzkräfte der Polizei und Feuerwehr auch in diesem Jahr wieder auf den richtigen Umgang mit Feuerwerkskörpern hin. Außerdem sei die Polizei an Silvester bundesweit und auch in Mühlacker verstärkt im Einsatz, sagt Polizeipressesprecher Ralf Minet. „Aufgrund der Ausschreitungen in der vergangenen Silvesternacht, die bundesweit feststellbar waren, sind wir diesem Jahr besonders präsent“, ergänzt er.

Im Fokus stünden vor allem Personen, die illegale Böller verwenden oder Raketen quer abschießen. Im Raum Mühlacker sehe die Polizei keine besonderen Gefahrenlagen, dennoch würden vor allem Versammlungen auf öffentlichen Plätzen wie der Bahnhofstraße in Mühlacker oder den Marktplätzen in den umliegenden Stadtteilen besonders im Auge behalten. Es wird außerdem noch einmal darauf hingewiesen, dass in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altenheimen sowie Fachwerkhäusern das Schießen aus Lärm- und Brandschutzgründen grundsätzlich verboten ist. Wird ein Verstoß zur Anzeige gebracht, kann dieser mit einer Strafe von bis zu 50 000 Euro geahndet werden. Dass diese Warnung vielen unbekannt oder nicht ernst genommen wird, zeigt das Verhalten in Ortschaften wie Lienzingen, Ölbronn oder Dürrn, in denen es viele Fachwerkhäuser gibt – und wo in der Silvesternacht trotzdem Raketen gezündet werden.

Neben der Polizei rüsten sich auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr – und die in den Notaufnahmen der Region: Denn nahezu jedes Jahr verletzten sich zig Menschen beim Anzünden von Raketen. Die Notaufnahme in Mühlacker ist für solche Fälle gut gerüstet, hat aber in der Silvesternacht auch mit vielen anderen Verletzungen zu tun. Im vergangenen Jahr zum Beispiel gab es zwar keine Brandverletzungen, dafür aber drei Alkoholvergiftungen, einen Suizidversuch, eine Unterschenkelfraktur und einen Herzinfarkt. „Das ist jedes Jahr völlig anders“, sagt Alexander Tsongas, Pressesprecher der Regionalen Kliniken Holding.

Sicherheitstipps:

Feuerwehr und Polizei geben Tipps für einen sicheren Umgang mit dem Feuerwerk:

- Feuerwerksraketen niemals aus der Hand starten lassen.

- Nach dem Anzünden Sicherheitsabstand einnehmen.

- Nicht gezündete Raketen niemals nachzünden.

- Feuerwerkskörper nicht in oder auf Häuser werfen. Fenster während der Knallerei schließen.

- Brennbare Gegenstände am Haus, auf Balkonen entsorgen.