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15.06.2011

ICE-Panne bei Vaihingen hat kein Nachspiel

VAIHINGEN/STUTTGART. Die ICE-Panne im Pulverdinger Tunnel bei Vaihingen, wegen der im August 2010 rund 420 Fahrgäste bei hohen Temperaturen ohne Klimaanlage stundenlang festsaßen, hat keine strafrechtlichen Konsequenzen.

Das berichtet die “Deutsche Presse-Agentur“, die sich auf die „Stuttgarter Nachrichten“ beruft. „Wir haben das Verfahren eingestellt“, erklärte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Heilbronn. Die Behörde habe keine Belege dafür, dass Lokführer oder Zugpersonal ihre Sorgfaltspflicht verletzt hätten. Bei dem Vorfall hatten mehrere Fahrgäste aufgrund der hohen Temperaturen im Zug Kreislaufprobleme bekommen und ärztlich behandelt werden müssen. Die Eisenbahn-Unfalluntersuchungsstelle des Bundes (EUB) kam zum Ergebnis, dass daran kein Beteiligter Schuld ist. „Die sagen, dass es ein Unglücksfall war, den man nicht vermeiden konnte“, so der Sprecher. Die Notbremsung, die zum Halt im Tunnel führte, war wegen eines Defekts eingeleitet worden. dpa/rks