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13.12.2011

Karlsruherin pfeift beim Volleyball-Länderspiel in Mühlacker

MÜHLACKER. Der Deutsche Volleyball-Verband hat die Schiedsrichter für das Länderspiel der weiblichen U 18 am Freitag in Mühlacker bekanntgegeben. In erster Linie trägt dann Karlsruherin Daniela Klotz die Verantwortung, als zweiter Schiedsrichter kommt Bernd Seiter aus Remchingen. In der Enztalsporthalle stehen sich die Nachwuchsspielerinnen aus Deutschland und Frankreich am 16. Dezember um 19.30 Uhr gegenüber.

Daniela Klotz hätte vor drei Jahren das bisher letzte Volleyball-Länderspiel in der Senderstadt leiten sollen. Doch sie erkrankte, und es sprang kurzfristig Jörg Kellenberger aus Eisingen ein. Damals besiegte der männliche Nachwuchs aus Deutschland die Auswahl aus Frankreich vor rund 300 Zuschauern mit 3:0. Die Kulisse wird dieses Mal zumindest genauso groß sein. Auvh wenn der Vorverkauf ordentlich läuft, gibt es noch längst keine Kapazitäts-Probleme. Der TV Lienzingen als Ausrichter des U 18-Länderspiels würde bis zu 1000 Zuschauer unterbringen. Das Spiel am Freitag ist bereits das neunte, dass die erst 30 Jahre alte Volleyball-Abteilung des TVL organisiert.

Beide Auswahl-Mannschaften trainieren bis zum Sonntag am Olympiastützpunkt in Heidelberg. Die gemeinsame Maßnahme wird vom Deutsch-Französischen Jugendwerk gefördert. Die Anreise der Deutschen erfolgt bis Dienstag um 16 Uhr. Zumindest beim niederländischen Trainer der Deutschen, Han Abbing und dem Team-Mannager Mirko Panzer verzögerte sich die Abreise in Berlin. Die Gäste aus Frankreich treffen im Lauf des Tages am Frankfurter Flughafen ein und gelangen schließlich per Bus nach Heidelberg.

Die Spielerinnen, die vornehmlich 1994 und 1995 geboren wurden, bestreiten am Samstag, 17. Dezember, um 19.30 Uhr ein weiteres Länderspiel in Mannheim. Dann ist Martin Härtel erster Schiedsrichter, Martin Tischhäuser zweiter. Ein Trainingsspiel findet bereits am Donnerstag, 15. Dezember, ab 19 Uhr in Heidelberg statt

Bundestrainer Han Abbing sieht die Maßnahme als sehr wichtigen Test für die Saison 2012: „Das deutsch-französische Jugendwerk ist eine sehr wichtige Maßnahme, denn ich habe die Möglichkeit, die Spielerinnen anderer Stützpunkte - die ich nicht tagtäglich in Berlin trainiere - zu sehen und kennenzulernen. Und natürlich auch im Hinblick auf das Erstliga-Projekt im nächsten Jahr.“ Frankreich zählt nicht zu den Top-Teams.

In deutschen Kader stehen mit Leonie Schwertmann, Magdalena Gryka, Lisa Izquierdo und Juliane Langgemach vier WM-Teilnehmerinnen dieses Jahres. In der Türkei überzeugten die Deutschen und erreichten den fünften Platz. „Die vier Berlinerinnen sind bewusst nicht dabei, sie spielen bereits in der ersten Bundesliga. Denise Imoudou ist verletzt, auf der Libero-Position gibt es drei Kandidatinnen, und ich will alle spielen sehen, um in Richtung Bundesliga-Projekt und EM-Qualifikation erste Rückmeldungen zu bekommen", erläutert Trainer Abbing seine Personalpolitik zum Jahresende.

Die EM-Qualifikation und EM-Endrunde sind die internationalen Höhepunkte im nächsten Jahr. "Mit dem WM-Vierten Polen haben wir ein hartes Los erwischt“, sagt Abbing. Sein Ziel für 2012 ist eine Medaille bei der EM. Die Türkei als Welt- und Europameister, Serbien (WM- und EM-Dritter), Italien (Vize-Europameister) und eben Polen sorgen für eine sehr starke Konkurrenz. "Auch wir sind sehr gut aufgestellt", hält Abbing fest: "Viele Spielerinnen sind jetzt schon in der ersten Bundesliga aktiv, die Spielerinnen aus Münster und Dresden spielen in der zweiten Bundesliga oben mit.“ Mehr rund um das Volleyball-Länderspiel in der Senderstadt diese Woche fortlaufend in der Pforzheimer Zeitung (Ausgabe Mühlacker).

Der deutsche Kader: Louisa Janning, Louisa Lippmann, Leonie Schwertmann, Burcu Kocak (alle USC Münster), Lena Stigrot (Rote Raben Vilsbiburg), Katja Soloninkina (VfL Nürnberg), Lisa Stein (Schweriner SC), Magdalena Gryka, Lisa Izquierdo, Juliane Langgemach, Lisa Stock, Josephine Dörr (alle VC Olympia Dresden). rks