26. Juli 2013
Neubaufläche mitten im Ort: Bürgermeister Norbert Holme zeigt, wo in Ölbronn künftig neue Häuser entstehen können. Foto: Lutz
Neubaufläche mitten im Ort: Bürgermeister Norbert Holme zeigt, wo in Ölbronn künftig neue Häuser entstehen können. Foto: Lutz

Keine Angst vor Verwaisung der Ortskerne

Ölbronn-Dürrn/Knittlingen. In der Region wird gegen den Bedeutungsverlust der Ortsmitten gekämpft. Neubaugebiete und Sanierungsmaßnahmen bilden dabei eine gute Balance.

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Es sind Szenarien, die man in erster Linie aus Teilen Ostdeutschlands kennt: verlassene Straßenzüge, heruntergekommene Häuser, verwilderte Gärten. Auch in der Region gibt es ab und an unbewohnte Häuser, nicht selten stehen sie in den Ortskernen der Städte und Gemeinden. Nichtsdestotrotz werden vielerorts Neubaugebiete erschlossen – unabhängig von rückläufigen Bevölkerungszahlen und weiteren Realitäten des demografischen Wandels.

Die PZ erklärt an zwei regionalen Beispielen, wie eine gesunde Ortsentwicklung aussehen kann.

In der badisch-württembergischen Doppelgemeinde Ölbronn-Dürrn hat man in den Ortskernen vereinzelt mit leerstehenden Häusern zu kämpfen, gerade im Ortsteil Dürrn fehlt es zudem an Angeboten für die Lebensmittelversorgung. Dennoch steht die Gemeinde, was das Entwicklungspotenzial betrifft, insgesamt gut da. In Ölbronn wird das ehemalige Bauhofareal momentan in ein kleines Wohngebiet umgewandelt, das Neubaugebiet „Lau“ am Ortsausgang in RIchtung Kleinvillars steht ebenfalls in den Startlöchern. „Das Problem im Ortskern ist in der Regel, dass viele Gebäude im Privatbesitz sind und zudem strenge Reglementierungen gelten, gerade was den Denkmalschutz betrifft“, erklärt Bürgermeister Norbert Holme. Dennoch sei es wichtig, in einer Gemeinde die Balance zwischen historisch Gewachsenem und Neuem zu halten.

Diese Ansicht vertritt auch Knittlingens Schultes Heinz-Peter Hopp: „Es gibt Menschen, die wollen neu bauen und es gibt andere, die lieber in einem bestehenden Gebäude leben möchten“, erklärt Hopp. Ein Verwaisen des historischen Stadtkerns kann er in Knittlingen nicht ausmachen, im Gegenteil: „Derzeit laufen in Knittlingen und Freudenstein-Hohenklingen insgesamt drei Sanierungsgebiete. Das zeigt, wie wichtig es uns ist, die Menschen in der Ortsmitte zu halten.“ Gleichwohl seien im Neubaugebiet „Römerweg“ in den vergangenen Jahren mehr als 200 Grundstücke bebaut worden. „Das alles zeigt sehr deutlich, dass es uns hier in der Region gelungen ist, die gewachsenen Strukturen in den Ortszentren zu erhalten, ohne Entwicklungspotenziale mit Hilfe von Neubaugebieten zu vernachlässigen“, so Hopp.

Autor: max

26.07.2013
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