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05.06.2008

Leiche trieb auf dem Tiefen See - Tragischer Tod in Maulbronn

MAULBRONN. Nach polizeilichen Ermittlungen zum Tod der 73-jährigen Maulbronnerin, die am Montag auf dem Tiefen See treibend gefunden worden ist, wurde keine Fremdeinwirkung festgestellt. Die Polizei geht von einer natürlichen Todesursache aus.

Laut Bürgermeister Andreas Felchle wird die in der städtischen Gemeinschaft aktive Dame am Freitag beerdigt. Laut Polizeisprecher Wolfgang Schick hatte ein Badegast am Montagabend gegen 17.49 Uhr den Bademeister auf die im Wasser treibende Frau aufmerksam gemacht. Nachdem die 73-Jährige ans Ufer geholt worden war, blieben Reanimationsversuche erfolglos. Das DRK Maulbronn war neben Kriminalpolizei, Rettungswagen und Notarzt mit Ehrenamtlichen des Helfer-vor-Ort-Systems am Naturfreibad im Einsatz.

„Wie immer in solchen Situationen wurde eine Herz-Lungen-Wiederbelebung gemacht“, sagt Bereitschaftsleiter Wolfgang Haalboom gegenüber der PZ. Das beliebte Naturfreibad sei für das DRK kein Unfallschwerpunkt. „Es ist äußerst selten, dass wir zum Tiefen See gerufen werden“, sagt Haalboom. Er empfiehlt trotzdem, über die Anschaffung eines Früh-Defibrillators für den Seebereich nachzudenken. „Wenn jemand Herzflimmern hat, kann das Herz durch einen Elektroschock wieder in normalen Rhythmus gebracht werden. Was allerdings nicht heißt, dass das in diesem Fall hätte helfen können“, erklärt Haalboom. Aber durch die Anschaffung eines Früh-Defibrillators, könne für die Badegäste ein zusätzliches Gefühl der Sicherheit geschaffen werden.

Im Gemeindeleben aktiv gewesen

Für die Polizei sieht Sprecher Schick keine weiteren Ermittlungsansätze. Trotzdem müssten polizeiliche Erkenntnisse über Todesfälle „unter solchen Umständen“ der Staatsanwaltschaft vorgelegt werden. Bürgermeister Felchle bezeichnete die Verstorbene als „tägliche Schwimmerin“ und durch ihren Einsatz in der Postscheuer oder der evangelischen Kirchengemeinde „mit der Stadt eng verbunden“.
Für Bademeister Matthias Horn sei der Todesfall am Montagabend ein Schock gewesen. „Man kann nichts dafür, das bestätigen alle, trotzdem nimmt dich so etwas mit“, meint Felchle.