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28.07.2011

Mühlacker verbietet Facebook-Party - Polizei trotzdem präsent

"Das wäre eine Katastrophe für die Enz“, sagt Thomas Herbel. Der Vorsitzende des Kanuclubs Mühlacker spricht von der auf Facebook angekündigten Kanuparty auf der Enz. Rund 1000 Leute hatten sich angemeldet, um unter dem Motto „Alles was schwimmt“ auf der Enz von Mühlacker nach Mühlhausen zu fahren.

Die Stadt hat Wind von der Veranstaltung bekommen und sie verboten. Nach einem Gespräch mit dem Ideengeber, einem jungen Mann aus einer Enzkreisgemeinde, habe sich dieser einsichtig gezeigt, sagt Ordnungsamtsleiter Ulrich Saur. Die Party wurde auf Facebook abgeblasen. Saur sagt: „Die Enz und das Enzvorland sind für solche Massenveranstaltungen ungeeignet, es schädigt die Natur“. Der Meinung ist auch Thomas Herbel. Er sieht durch die Vielzahl der Teilnehmer Gefahren für Tiere und auch das Ufer würde, wenn beispielsweise die Boote in Lomersheim ums Wehr getragen werden müssen, leiden. Um sich von der Veranstaltung zu distanzieren, hat Herbel die Kanuten des Kanuclubs Mühlacker gebeten, am Samstag nicht paddeln zu gehen. Zwischen Mühlacker und Mühlhausen darf jeder die Enz befahren. Eine Reglementierung, wie beispielsweise bei Roßwag, wo aus Naturschutzgründen über die Sommermonate nicht gefahren werden darf, gibt es nicht. Für Samstag gelte nun keine Vollsperrung der Enz bei Mühlacker, wie Saur betont. Aber eine Verfügung der Stadt regelt, dass die Polizei allen, die kommen, um bei der Kanu-Party mitzumachen, Platzverweise erteilen kann. Der Ideengeber habe erklärt, dass die Veranstaltung nicht in der Größenordnung geplant gewesen sei, sagt Saur. Ursprünglich mit wenigen Freunden angesetzt, sei sie „aus dem Ruder gelaufen“. nad