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29.06.2011

Mühlackers Wachstumskurs wird ein Kraftakt  

MÜHLACKER. Mühlacker will noch ein Stück wachsen. Das ist erklärtes Ziel einiger Gemeinderatsfraktionen. Aber was bedeutet das angesichts von statistischen Berechnungen, die landesweit für die nächsten Jahrzehnte von einer schrumpfenden und alternden Bevölkerung ausgehen?

Um eine Vorstellung davon zu erhalten hat die CDU-Gemeinderatsfraktion beantragt, dass das Gremium vom Statistischen Landesamts informiert wird. Danach konstatierte Fraktionssprecher Günter Bächle, dass die Stadt für Wachstum eine gehörige Trendwende meistern muss. Die Schulen werden leerer
Ivar Cornelius vom Statistischen Landesamt sieht Mühlacker im Jahr 2030 deutlich unter der 25 000-Einwohner-Marke. Eher bei 24 000. Aber das ist nicht der Hauptgrund, weshalb der von der Kommunalpolitik eingeschlagene Weg, verstärkt neuen Wohnraum zu erschließen, für die eigenen Ziele unverzichtbar ist. Noch viel wichtiger wird der erhoffte Zuzug junger Familien, wenn man sich die Altersentwicklung anschaut. Ohne gravierende Änderungen sähe Mühlackers Bevölkerung 2030 laut Statistik im Vergleich zu 1970 so aus: War damals noch fast ein Drittel jünger als 20 Jahre, stellt diese Altersgruppe künftig nicht einmal mehr ein Fünftel. Die zwischen 20- und 60-Jährigen, in der Masse also die Erwerbstätigen, würden von einem Anteil von 52 Prozent auf 47 Prozent rutschen. Dagegen wächst die Gruppe der Senioren ab 60 von stark 16 auf 36 Prozent – also auf über ein Drittel.