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06.04.2011

Oberderdingen will in Sicherheit der Schulen investieren

OBERDERDINGEN. Nicht erst seit den tragischen Ereignissen in Winnenden ist das Thema Amoklauf auch in Oberderdingen akut. Auf Ratschlag des Karlsruher Ordnungsamtes brachte der technische Ausschuss des Gemeinderats mehrere Maßnahmen auf den Weg, um die Leopold-Feigenbutz-Realschule für einen eventuellen Ernstfall zu wappnen.

So wurde in Erwägung gezogen, die Türen mit speziellen Sicherheitsschlössern auszustatten, die es ermöglichen sollen, die Räume künftig auch von innen ohne Schlüssel abschließen zu können. Das Eindringen des Täters würde damit verhindert werden, wie Fallbeispiele aus Amerika belegt hätten. Rund 22 000 Euro soll diese Investition kosten, die Installation eines Amokmelders zusätzliche 10 000 Euro. Käme noch eine Lautsprecheranlage hinzu, hätten die Oberderdinger mit einem Gesamtbetrag bis zu 52 500 Euro zu rechnen. In den Grundschulen von Flehingen und Großvillars müssten allerdings aufgrund unterschiedlicher Voraussetzungen anderweitige Lösungen gefunden werden.

Im Rahmen diverser Vor-Ort-Besichtigungen machte der technische Ausschuss auch bei der Strombergschule Halt. Dort sollen künftig zwei Werkräume zu einem zusammengeschlossen werden. Um die Sicherheitsvorkehrungen zu verbessern, hat man vor, die Wände herauszuschlagen, um für ideale Sichtverhältnisse zu sorgen. Die Verlegung neuer Bodenplatten, die Installation einer Absauganlage sowie das Verlegen neuer elektrischer Leitungen wurden als weitere Maßnahmen genannt. aj