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12.10.2011

Ötisheim legt bei Haushaltseinbringung den Turbo ein

ÖTISHEIM. Mehr Transparenz ist das Ziel der Reform des kommunalen Haushalts- und Rechnungswesens. Die Einführung eines Systems, indem die kommunale Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage aufgeschlüsselt wird, kostet die Kommunen Zeit. Der Übergangsprozess ist zum Beispiel in Ötisheim im Gange.

Schulungen sind zu besuchen und Vermögen muss bewertet werden. Um den Rücken freizuhaben, hat Kämmerer Johannes Schulz den Haushaltsplanentwurf bereits am 11. Oktober und damit rund einen Monat früher als üblich eingebracht. Schulz rechnet mit zweieinhalb Jahren Umstellungszeit. 2014 will Ötisheim ins Zeitalter der kaufmännischen Buchführung starten. Zwei Jahre, bevor das Gesetz es vorschreibt. Die Gemeinde Kieselbronn stellt bereits 2012 auf die kommunale Doppik um und ist damit die erste Kreisgemeinde, nachdem der Enzkreis selbst bereits seit 2009 aufs neue System setzt. Und das, wo durch die neue rot-grüne Landesregierung wieder Bewegung in die Sache kommen könnte. Kleineren Gemeinden, wie auch dem 4815 Einwohner zählenden Ötisheim, könnte demnach ein Wahlrecht eingeräumt werden: Will man die Doppik oder bleibt man doch lieber bei der Kameralistik? Über eine mögliche Veränderung der Vorgaben habe man den Kieselbronner Gemeinderat informiert, erklärt Kämmerer Wolfgang Grun. „Aber bei uns bleibt’s dabei.“ nad