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17.01.2011

Prügelei und Messerstecherei unter Senioren

DITZINGEN. Alter schützt vor Torheit nicht – und auch nicht vor einer Messerstecherei. Verschärft wird das Aggressionspotenzial unter Senioren noch, wenn es sich um missliebige Nachbarn handelt. Dann können 74-Jährige schon einmal mit dem Messer zustechen und 62-Jährige Faustschläge austeilen. Jüngstes Beispiel solch eines gewalttätigen Streits ist die gefährliche Körperverletzung in einer Tiefgarage in Ditzingen, die auch noch im Widerstand gegen Polizeibeamte endete.

Nachdem es in der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses an der Danziger Straße am Samstag gegen 13 Uhr zunächst zu einer Sachbeschädigung an einem geparkten Auto kam, konnte der 62-jährige Fahrzeugbesitzer den mutmaßlichen Täter, einen 74 Jahre alten Nachbarn, noch in der Tiefgarage antreffen. Als der 74-Jährige von dem Autohalter aufgefordert wurde, in der Garage auf die Polizei zu warten, nahm dieser ein Messer aus seiner Jackentasche und ging damit auf den 62-Jährigen los. Er beschädigte dabei dessen Kleidung durch einen Schnitt. Im weiteren Verlauf versuchte der Täter mehrfach auf den 62-Jährigen einzustechen, bis der Attackierte dem Angreifer schließlich einen Faustschlag versetzte, so dass der Messerstecher zu Boden ging.

Bei dem anschließenden Versuch, dem 74-Jährigen das Messer zu entreißen, stach der ältere Senior dem jüngeren in den Oberschenkel. Der Täter konnte schließlich von der zwischenzeitlich eintreffenden Polizeistreife überwältigt werden. Gegen die anschließende Festnahme widersetzte er sich jedoch heftig, wobei er auch versuchte, auf eine Polizeibeamtin einzuschlagen.

Während der 62-Jährige vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert wurde, musste sich der alkoholisierte 74-Jährige einer Blutentnahme unterziehen. Er wurde anschließend in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht. pol