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05.08.2010

Stadtpokal in Enzberg - Sportfreunde Mühlacker als Geheimfavorit

Pforzheimer Zeitung: Herr Alber, am Freitag wird das Fußball-Stadtturnier angepfiffen. Sind Sie und Ihr Organisationsteam startklar?
Frank Alber: Ja, es kann losgehen.

PZ: Wie waren die Vorbereitungen? Ist alles nach Plan gelaufen?
Alber: Organisatorisch war es schwierig. Wir mussten die Auslosungen beim Aktiven- und beim AH-Turnier wiederholen. Bei den Aktiven hatten der FC und der Türkische Verein Mühlacker wegen Spielermangels abgesagt, bei der AH war der TSV Mühlhausen ausgestiegen. Jetzt haben wir alles im Griff.

PZ: Im Mittelpunkt steht das Aktiven-Turnier. Welchen sportlichen Wert hat es?
Alber: Das ist eine spannende Frage. Es findet zum ersten Mal vor und nicht nach der Saison statt. Insofern hat es für die teilnehmenden Teams einen anderen Stellenwert.

PZ: Als Favorit geht Phönix Lomersheim ins Rennen. Welchem Team trauen Sie die Rolle des Spielverderbers zu?
Alber: Das lässt sich schon deshalb schwer vorhersagen, da den Mannschaften nicht alle Spieler zur Verfügung stehen. Ich hoffe, dass Enzberg mit dem Heimvorteil im Rücken bei der Titelvergabe ein Wörtchen mitreden kann. Ötisheim scheint auch gut drauf zu sein. Geheimfavorit sind vielleicht die Sportfreunde Mühlacker. Die haben eine junge und hungrige Truppe.

PZ: Der Reiz des Stadtturniers liegt in den Prestigeduellen. Was erwarten Sie? Erbitterte Zweikämpfe und eine hitzige Atmosphäre unter den Fans?
Alber: Das gehört doch dazu. Wobei: Vor 25 Jahren, als ich noch selbst
gespielt habe, ist es heftiger zugegangen. Mittlerweile hat sich das gelegt. Wir Enzberger haben ein freundschaftliches Verhältnis zu den anderen Vereinen. Dazu gehört auch, dass sich die Teams aus dem Stadtgebiet nicht gegenseitig die Spieler abwerben. Insgesamt hoffe ich, dass die Schiedsrichter bei unserem Stadtturnier ordentlich pfeifen und alles in einem sportlich-fairen Rahmen verläuft.

PZ: Wodurch wird sich das Stadtturnier in Enzberg auszeichnen?
Alber:  Ich hoffe durch einen Platz, auf dem man gut Fußball spielen kann. Dass wir die Herausforderungen im kulinarischen Bereich in den Griff
bekommen und einfach ein guter Gastgeber sein werden.

PZ: Vier Tage Fußball satt. Das dürfte für Sie als Cheforganisator wenig Schlaf und viel Stress bedeuten?
Alber: Ja, davon gehe ich aus. Ich rechne damit, dass es jeden Tag bis Mitternacht ziemlich hektisch zugehen wird. Nach 0 Uhr geht es jeweils wieder an die Vorbereitungen und man muss so Fragen beantworten wie: Reichen die Würste? Das gibt eine kribblige Angelegenheit, bis am Montagabend alles vorbei ist.