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Begrüßung mit Glücksboten: Schornsteinfeger Jochen Hofmann (von links), Lily Holme, Norbert Holme mit Besuchern des Neujahrsempfangs, Schornsteinfeger Uwe Schmalzried (rechts). Foto: Martin Schott
Begrüßung mit Glücksboten: Schornsteinfeger Jochen Hofmann (von links), Lily Holme, Norbert Holme mit Besuchern des Neujahrsempfangs, Schornsteinfeger Uwe Schmalzried (rechts). Foto: Martin Schott
08.01.2017

Unterhaltsamer Neujahrsempfang in Ölbronn-Dürrn

Ölbronn-Dürrn. Die winterlichen Straßenverhältnisse konnten dem Interesse am Neujahrsempfang der Gemeinde Ölbronn-Dürrn nichts anhaben. Eine große Zahl von Bürgern kam zu der traditionsreichen Veranstaltung am zweiten Januarsonntag in die Ölbronner Gemeindehalle. Am Eingang wurden sie von Bürgermeister Norbert Holme und Ehefrau Lily per Handschlag begrüßt. Kleine Glücksbringer für das neue Jahr 2017 überreichten die beiden Schornsteinfeger Uwe Schmalzried und Jochen Hofmann.

Über die große Unsicherheit in der Welt sprach Holme gleich zu Beginn seiner Neujahrsansprache. „Man weiß nie, was daraus wird, wenn die Dinge verändert werden – aber weiß man denn, was daraus wird, wenn sie nicht verändert werden?“, zitierte er eine Sentenz des Schriftstellers Elias Canetti. Zwar würden viele Dinge vom größeren äußeren Rahmen, den Ereignissen in der Welt und im Bund, vorgegeben. Jedoch, so Bürgermeister Norbert Holme: „Demokratie und Freiheit erfüllen sich jeden Tag aufs Neue im nachbarschaftlichen Gemeinwesen, in den Familien, in den Schulen, in den Unternehmen und in den Vereinen. Hier bei uns in Ölbronn-Dürrn funktioniert das meiner Meinung nach sehr gut“, erklärte Holme. Beispielhaft dafür stehe das „großartige Miteinander“ nach dem schweren Hochwasser vom 8. Juni letzten Jahres.

Holme ließ zudem einige herausragende Projekte des Jahres 2016 Revue passieren. Dazu zählt die Sanierung und Modernisierung des historischen Rathauses in Dürrn, die 2016 kräftig vorangetrieben werden konnte und die voraussichtlich Ende Mai 2017 abgeschlossen sein wird. Aber auch die Sanierung des Schafhauses in Ölbronn und die Fertigstellung des Neubaugebietes „Lau“, waren bedeutende Ereignisse.

„Was wir für unsere Gemeinde auch im Jahr 2017 auf keinen Fall wollen, ist Stillstand“, erklärte Holme. Um der Herausforderung gerecht zu werden, auch weiterhin ein attraktiver Standort für Wohnen und Arbeiten zu sein, müsse die Gemeindeentwicklung in beiden Ortsteilen konsequent fortgeführt werden. Die neuen Bauplätze im „Lau“ gehen weg „wie die warmen Semmeln“, so dass man sich in Bälde über einen ökologisch vertretbaren zweiten Bauabschnitt in Ölbronn oder auch über ein neues Wohngebiet in Dürrn werde Gedanken machen müssen. Sehr erfreulich verlaufe auch die Gewerbeentwicklung. Nachdem das letzte Grundstück im Dürrner Gewerbegebiet 2016 für die Neuansiedlung eines Unternehmens mit rund 30 Mitarbeitern verkauft wurde, setze man nun auf die Entwicklung des interkommunalen Gewerbegebietes mit Neulingen und Ölbronn-Dürrn.

Gerade für Familien mit Kindern biete Ölbronn-Dürrn mit drei Kindergärten und zwei Grundschulen attraktive Angebote in Sachen Betreuung und Bildung. Daran werde man auch in Zukunft nicht sparen, so der Schultes. Ein weiteres ganz wichtiges Thema für 2017 ist schließlich der Hochwasserschutz mit einem ganzheitlichen Ansatz, in den die Gesamtheit der einzelnen Schutzmaßnahmen integriert werden sollen. „Lassen Sie uns daher hier in Ölbronn-Dürrn noch mehr an einem Strang ziehen und als Gemeinschaft Stärke zeigen“, appellierte Holme zum Abschluss seiner Ansprache.

Der Neujahrsempfang war in ein unterhaltsames Rahmenprogramm eingebettet. Das Bläserensemble des Musikvereins mit Joachim Neuhaus, Lukas und Paul Kubatov, Jérémy Paupy, Pia Eigner, Eberhard Merten, Frank Finsterle, Rudi Farr, Holger Arnold und Wilfried Arn unter der Leitung von Andreas Kubatov umrahmte die Feier. Für vorzügliche Unterhaltung sorgte der Amateurtheaterverein Pforzheim. Unter der Leitung von Regisseur Reihnard Kölmel zeigten Jeanette Kolem, Benjamin Steinhagen, Elke Straehler-Pohl, Peter Graf-Gerstenäcker, Melanie Kalcher, Michael Pott und Irina Vierlinger unter dem Titel „Loriot-Situationen“ vier klassische Szenen aus dem Werk Vicco von Bülows alias Loriot. Kongenial begleitet auf dem Flügel wurden die Schauspieler von Pianistin Ljiljana Borota.