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09.06.2011

Vaihingen feiert im Juni traditionellen Maientag

VAIHINGEN/ENZ Eines der ältesten Kinder- und Heimatfeste Baden-Württembergs wird bereits seit vielen Jahren zu Pfingsten in Vaihingen an der Enz gefeiert: der Vaihinger Maientag.

Ausgehend von der ursprünglichen Idee, die Kinder „in den Maien zu führen“, ist er noch heute ein historisches Kinder- und Heimatfest, das neben einem historischen Umzug am Pfingstmontag, einem kulturellen Rahmenprogramm und einem großen Vergnügungspark jedes Jahr Tausende von Menschen anzieht.

Der Pfingstmontag ist traditionell der Haupttag des Vaihinger Maientags. Das Programm beginnt bereits um 4.30 Uhr mit einer Tagwache mit verschiedenen Ständchen im Stadtgebiet. Um 8 Uhr werden die Gäste von Oberbürgermeister Gerd Maisch im Sitzungssaal des Rathauses begrüßt, woraufhin der Maientag mit Fanfaren und dem historischen Ritual der Löwenpokalübergabe auf dem Marktplatz eröffnet wird.

Gudrun Breitinger, Lehrerin an der Ferdinand-Steinbeis-Realschule Vaihingen und langjährige Moderatorin der Maientagsfeier im Rondell, wird ein Grußwort sprechen. Der historische Festumzug mit 88 Gruppen und rund 2 800 Teilnehmern startet um 9 Uhr.

Er stellt einen Streifzug durch die Vaihinger Geschichte dar, gibt aber auch einen Einblick in das aktuelle Leben Vaihingens. Vom Keltenfürsten über den Grafen Gottfried von Vaihingen bis hin zu den berühmten Lateinschülern Philipp Friedrich Hiller, Johann Brenz und Friedrich Abel sind alle historischen Persönlichkeiten vertreten, die in der Vaihinger Geschichte Rang und Namen hatten.

Die Wagen „Erste urkundliche Erwähnung“, „Enzflößerei“ und „Vaihingen erhält ein Spital“ erinnern an Meilensteine in der Stadtgeschichte. Mit dabei ist auch wieder der Wagen „Großer Stadtbrand von 1693“, der vom Maientags-Stammtisch präsentiert wird. Die Festzugsgruppe „Kaiser Karl V besucht Vaihingen“ will auch in diesem Jahr durch ihre prächtigen Kostüme begeistern.
Der Kaiser machte zwischen 1532 und 1550 mehrmals Station in der Stadt. pm