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Premiere: Fast elf Millionen Euro „schwer“ ist der Haushalt der Gemeinde und der erste komplett unter der Regie von Norman Tank (rechts), der vor knapp elf Monaten das Amt des Kämmerers in Ölbronn-Dürrn übernahm. Tank und Bürgermeister Norbert Holme präsentierten das Zahlenwerk.  Martin Schott
Premiere: Fast elf Millionen Euro „schwer“ ist der Haushalt der Gemeinde und der erste komplett unter der Regie von Norman Tank (rechts), der vor knapp elf Monaten das Amt des Kämmerers in Ölbronn-Dürrn übernahm. Tank und Bürgermeister Norbert Holme präsentierten das Zahlenwerk. Martin Schott
27.01.2017

Verwaltungshaushalt in Ölbronn-Dürrn ist erneut nicht ausgeglichen

Einstimmig hat der Gemeinderat von Ölbronn-Dürrn den Haushaltsplan für das Jahr 2017 verabschiedet, den Bürgermeister Norbert Holme und Kämmerer Norman Tank im Dezember eingebracht hatten.

Bei einem Gesamtvolumen von 9,4 Millionen Euro entfallen 1,4 Millionen auf den Vermögenshaushalt und acht Millionen auf den Verwaltungshaushalt. Wie auch im zurückliegenden Jahr wird es wohl auch 2017 nicht gelingen, wenigstens eine „schwarze Null“ im Verwaltungshaushalt, der die laufenden Kosten umfasst, zu erreichen. „Der Verwaltungshaushalt kann sich nicht aus eigener Kraft ausgleichen, wir leben von der Substanz“, erklärte denn auch Bürgermeister Norbert Holme.

234 000 Euro, praktisch derselbe Betrag wie im Haushaltsplan 2016, müssen vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt überwiesen werden, um letzteren auszugleichen. Ein solcher Prozess könne bis zu einem gewissen Punkt gehen. Dann jedoch werde man entweder die Ausgaben senken oder die Einnahmen erhöhen müssen, um zumindest wieder eine „schwarze Null“ zu erreichen“, so der Bürgermeister. Von einer marginalen Erhöhung der Hundesteuer, der ersten seit rund zwei Jahrzehnten, abgesehen, blieben die Steuern und Gebühren für die Bürger in Ölbronn-Dürrn im Jahr 2017 unverändert.

Die größten der Investitionsposten, die im Vermögenshaushalt abgebildet werden, sind die Erneuerung der Brunnenrain- und der Bergstraße mit zusammen 405 000 Euro, der Abschluss der Rathaussanierung in Dürrn mit 180 000 Euro, Hochwasserschutzmaßnahmen (150 000 Euro) und die Erweiterung der Kirsten-Boie-Grundschule in Dürrn (100 000 Euro). Letztmalig sei der Vermögenshaushalt aus eigener Kraft finanzierbar, erklärte Holme. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.

helmut
28.01.2017
Verwaltungshaushalt in Ölbronn-Dürrn ist erneut nicht ausgeglichen

Ein Musterbeispiel über die Situation der Kommunen. Die Vermögenshaushalte, hier gerade etwas über 13%, schrumpfen seit 1960 kontinuierlich. Einst konnten auch ärmere Gemeinden Wohnungen, Sporthallen und vieles mehr gebaut werden und heute reicht es nicht mal für Reparaturen. Das Spiegelbild sind die privaten Haushalte bei den unteren Einkommensschichten. Unsere Kaufkraft als Rentner stieg von 2000 bis 2009 nur nach Abzug von Miete, Krankenkasse und Strom brutto um 7,36 Euro. Soviel zu ...... mehr...

Faelchle
28.01.2017
Verwaltungshaushalt in Ölbronn-Dürrn ist erneut nicht ausgeglichen

Was die Hundesteuer betrifft, da sollte man überprüfen, ob jeder Vierbeiner eine Steuermarke trägt. Bei einigen Gemeinden habe ich den Eindruck, dass da enorme Defizite gibt, und da macht diese Gemeinde sicher keine Ausnahme. Ein Rathausumbau schlägt natürlich gewaltig zu Buche. mehr...

Anno nymus
28.01.2017
Verwaltungshaushalt in Ölbronn-Dürrn ist erneut nicht ausgeglichen

[QUOTE=Faelchle;266588]Was die Hundesteuer betrifft, da sollte man überprüfen, ob jeder Vierbeiner eine Steuermarke trägt. Bei einigen Gemeinden habe ich den Eindruck, dass da enorme Defizite gibt, und da macht diese Gemeinde sicher keine Ausnahme.[/QUOTE] Die Hundesteuer wird den Haushalt nicht retten, das dürften Peanuts sein. mehr...

ROSAROT
28.01.2017
Verwaltungshaushalt in Ölbronn-Dürrn ist erneut nicht ausgeglichen

Wie immer: Ihre drastische Schilderung trifft eben nur für einen Teil unserer Gemeinden zu. Wobei dies mit den Rentner - Einkommen eben recht wenig zu tun hat.......... Ansonsten zum Thema "Gemeinde Ölbronn-Dürrn", um die es im Artikel geht. So wie der Zustand geschildert wird, kann man nur sagen: Wenn eine Gemeinde seit Jahren schon den (früheren) Verwaltungshaushalt nicht selbst ausgleichen kann, ist klar erkennbar der Wurm drin. Mit dem neuen Haushaltsrecht wäre dies noch deutlicher ...... mehr...