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Grund zum Feiern:  IHK-Präsident Burkhard Thost, Bernd und Inge Glauner, Hochschul-Rektor Martin Erhardt sowie Gisela und Heinz Glauner mit Oberbürgermeister Gert Hager (von links).
Grund zum Feiern: IHK-Präsident Burkhard Thost, Bernd und Inge Glauner, Hochschul-Rektor Martin Erhardt sowie Gisela und Heinz Glauner mit Oberbürgermeister Gert Hager (von links).
© Ketterl
Die Lagerhalle  wurde zum Festplatz umgestaltet.
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Metallkunstwerke  von René Dantes (Zweiter von rechts) wurden von den Festgästen bestaunt.
Metallkunstwerke von René Dantes (Zweiter von rechts) wurden von den Festgästen bestaunt.
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125 Jahre Haecker Metall: Alle Krisen überstanden

PFORZHEIM. Seit 125 Jahren dreht sich bei der Pforzheimer Firma Haecker alles um Metall. Schon 1885 erkannte der Unternehmer Ferdinand Haecker die Wachstumschancen im Handel mit NE-Metallen für die Industrie.

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„Es herrschte damals eine Aufbruchstimmung ohne Gleichen“, erinnerte IHK-Präsident Burkhard Thost in seinem Grußwort bei der Jubiläumsveranstaltung vor über hundert geladenen Gästen aus Politik und Wirtschaft. „Eigentlich machen wir seit 125 Jahren immer das Gleiche“, hatte Firmenchef Heinz Glauner angemerkt. „Doch Sie machen seit 125 Jahren alles richtig“, betonte Thost.

Zeitreise durch Firmengeschichte

Seniorchef Heinz Glauner, seit 1952 im Betrieb und seit 1977 in der unternehmerischen Verantwortung, eröffnete eine musikalische Zeitreise durch 125 Jahre Firmengeschichte. Zunächst als Lieferant für die damals florierende Pforzheimer Schmuckindustrie – heute vorwiegend für die Präzisionstechnik im Bereich der Medizin- und Elektronik-Industrie, entwickelte sich das Familienunternehmen zu einer festen Größe im wirtschaftlichen Leben der Goldstadt, die heute mit dem Enzkreis als dominierender Umschlagplatz für NE-Metalle gilt, erläuterte der IHK-Präsident. Dies sei eine Schlüsselindustrie, die vor einer ähnlichen Blütezeit stehe wie einst die Schmuck- und Uhrenbranche. Kupfer zähle zu den wichtigsten Rohstoffen, die von Haecker-Metall in vielfältiger Art der Industrie als Halbzeug angeboten werden. Diese Dienstleistung als lagerhaltendes Handelsunternehmen ermöglichte es bis heute, den Mitarbeitern und ihren Familien Brot und Arbeit und damit eine sichere Zukunft zu geben. Auch im Krisenjahr 2009 gelang es durch solides Handeln, die 30 Arbeitsplätze zu sichern. Teamleistung ermöglicht die termintreue Belieferung der Kunden, wobei pro Jahr mehrere tausend Tonnen Metall bewegt werden.

Fast liebevoll spricht Juniorchef Bernd Haecker von „unseren Metallen“. Die Leitfähigkeit von Kupfer werde besonders in der elektronischen Industrie geschätzt und sei praktisch unersetzbar, so Glauner.

Lange Tradition

Hochschulrektor Professor Martin Erhardt warb für eine noch engere Kooperation zwischen Forschung und Wirtschaft. Schließlich habe auch die Hochschule eine lange Tradition, „die bis in die Gründerzeit Ende des 19. Jahrhundert zurückreicht“. 1877 wurde die Kunstgewerbeschule von der heimischen Industrie ins Leben gerufen, um von dort ihre Fachkräfte zu rekrutieren. „Leider exportiert die Hochschule heute ihre besten Produkte, statt sie in die Unternehmen vor Ort einzupflanzen“, beklagte Bernd Glauner. Tatsächlich sind die jährlich1000 Absolventen weltweit gefragte Fachkräfte. Die Hochschule sei nach wie vor regional verwurzelt, habe aber international einen ausgezeichneten Ruf, betonte Erhardt. Die Reinheit der Metalle als industrielle Werkstoffe sei entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg, sagte der Hochschulchef. „Wer seinen Kopf in den Sand steckt, knirscht morgen mit den Zähnen“, erinnerte Erhardt. Das Schmucktechnologische Institut (STI) unterstütze die Firmen bei der Qualitätssicherung, prüfe beispielsweise im Auftrag von Unternehmen die Festigkeit von Fahrradrahmen oder übernehme projektbezogene Forschungsaufträge.

Oberbürgermeister Gerd Hager erinnerte an die stürmischen Gründerjahre, die auch der Goldstadt zu wirtschaftliche Blüte verhalfen. So hatte Pforzheim im Jahr 1907 nach Berlin die höchste Exportquote aller deutschen Städte. Zwei Weltkriege forderten ihre Opfer, doch Haecker-Metall überstand alle Krisen und blieb dem Standort Pforzheim treu.

Spezielles Jubiläumsgeschenk

Die Mitarbeiter hatten in Zusammenarbeit mit dem Künstler René Dantes ein ganz spezielles Jubiläumsgeschenk geschaffen – natürlich aus NE-Metallen – und zwar ein überdimensionales „H“, das von verschiedenfarbigen Händen geformt wird: „Alle arbeiten bei Haecker Hand in Hand – seit 125 Jahren.“

Autor: Lothar H. Neff

30.05.2011

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