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14.12.2009

20 Prozent der Deutschen wollen Weihnachten abschaffen

Das Ansinnen der Weihnachtsgegner ist zumindest nachvollziehbar: Seit Jahren nehmen ausgerechnet am Fest der Liebe die Auseinandersetzungen in Familien zu und immer mehr Menschen sprechen nicht mehr von der schönen Bescherung, sondern vom unerträglichen Einkaufsstress. Indes: Konsumverweigerung als Antwort darauf würde andere Wunden aufreißen. Sie würde zahlreiche Menschen in die Arbeitslosigkeit schicken. Pforzheim mit der Schmuckindustrie wäre besonders hart davon betroffen. Aber auch der Handel müsste bluten.

Deshalb muss es beim Weihnachtsstress-Abbau darum gehen, den geplagten Menschen Lösungen anzubieten, damit sie sich ohne Einkaufs-Hektik auf das Christfest vorbereiten können. Hier sind zum Beispiel die Unternehmen gefordert, entsprechende Dienstleistungen und Services zu bieten. Ohnehin hat es jeder Einzelne selbst in der Hand, seine Geschenk-Einkäufe so früh zu planen und zu tätigen, dass Zeit zur Muße bleibt.
So lange diese Gesellschaft auf ein Wirtschaftssystem setzt, das vom Wachstum abhängig ist, so lange ist Konsumverweigerung lediglich der direkte Weg zu Arbeitsplatzvernichtung. Und gerade in der aktuellen Krisenzeit mit ihren Hiobsbotschaften wird vielen Menschen nur allzu deutlich: Ein sicherer Arbeitsplatz ist das schönste Weihnachtsgeschenk.