





PFORZHEIM. Die bisher umfangreichste Kanalsanierung der Goldstadt findet von November 2010 bis Juni 2013 statt. Sie verursacht Kosten in Höhe von 26 Millionen Euro. Mit starken Behinderungen des Verkehrs wird gerechnet.
Was sich unterhalb von Nagold, Enz und Emma-Jaeger-Straße abspielen wird – in den Abschnitten zwischen Stadtkirche und Altstadtkirche – soll Pforzheims 100 Jahre alte Kanalisation zukunftsfähig machen. „Es geht um die sichere Abwasserentsorgung“, sagte der Erste Bürgermeister Roger Heidt (CDU) bei einem Pressegespräch. Künftig sollen weniger Schmutz und Schadstoffe die Flüsse belasten.
„Wir wollen den Bürgern ein nachhaltig sauberes Wasser gewährleisten“, so Heidt. Wie dieses gebührenfinanzierte Jahrhundert-Projekt des Eigenbetriebs Stadtentwässerung Pforzheim (ESP) in den Details ablaufen wird, erklärten der stellvertretende ESP-Werkleiter Thorsten Sudhof, Sanierungsberater Michael Leich und Roland Bauer (Bauleitung).
In einem ersten Schritt wird das Abflussrohr unter Nagold und Enz durchgeführt – in den Flussabschnitten, die zwischen Stadtkirche und dem Parkplatz an der Theaterstraße liegen. In einer Tiefe von 15 Metern wird ein fast 500 Meter langes Luftkissen unter das Rohr gelegt. Es hält die Strömungsgeschwindigkeit des Abwassers so hoch, dass sich kein Schmutz und Sand in den Rohren festsetzt. Fließt weniger Abwasser durch die Kanalisation, wird das Luftkissen erhöht, um den Durchlass zu verengen und so die Strömungsgeschwindigkeit zu vergrößern. Fließt mehr Abwasser, wird das Luftkissen abgelassen.
Außerdem wird ein 500 Meter langer Stauraumkanal zwischen Mai und September 2011 unterhalb der Emma-Jaeger-Straße gebaut. Er soll Mischwasser speichern und dem Regenüberlaufbecken an der Abnobastraße gedrosselt zuführen. Auch unterhalb der Kreuzstraße und der Gabelsbergerstraße entsteht ein Stauraumkanal. Er soll Mischwasser aus dem Haidach-Gebiet aufnehmen und zwei bestehende Regenüberläufe ersetzen, die derzeit die Enz mit einem hohen Schadstoff -Anteil belasten.
Autor: Roger rosendahl





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Leserkommentare (8)
Mehr KommentareIst es überhaupt noch möglich, den Verkehr in Pforzheim stärker zu behindern? mehr...
[QUOTE=McLovin;51644]Ist es überhaupt noch möglich, den Verkehr in Pforzheim stärker zu behindern?[/QUOTE] Sicherlich nicht ! Aber lassen wir uns doch mal überraschen ! mehr...
Der Titel ist zutreffend! Man sollste sich nicht staunen wenn das RP keine Zuschüsse für Scheidtweilers angeblichen Kulturprojekts gewährt. In PF ist jedes zweite Projekt eine Mogelpackung. Siehe Schmuckwelten. Millionen Zuschüsse verzerren den Wettbewerb und tragen zu weiteren Insolvenzen bei. Innotec.. eine Mogelpackung. Kreativzentrum.. eine weitere geplante Mogelpackung. Dass das Regierungs-Präsidium dies schon lange erkannt hat ist sicher. mehr...